Das Spiel zum Wochenende: Null Divide+

Retro-Ballerei

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Mitten im Weltall geht einem kleinen Raumschiff der Treibstoff aus. Die letzte Rettung scheint eine verlassene, riesige Raumstation zu sein.

In Null Divide+ steuert der Spieler das kleine Raumschiff durch die verästelten Gänge der Raumstation. Die ist jedoch dummerweise bis zum Rand mit durchgeknallten Robotern, überdimensionalen Ventilatoren und anderen gemeinen Hindernissen bestückt.

Wie in jedem Arcadespiel muss man auch in Null Divide+ auf alles schießen, was sich bewegt.
Wie in jedem Arcadespiel muss man auch in Null Divide+ auf alles schießen, was sich bewegt.

Selbstschussanlagen

Die Roboter gehen mit ganz unterschiedlichen Taktiken auf den Spieler los: Einige robben sich an der Wand entlang und nehmen von dort das kleine Raumschiff unter Beschuss. Andere stürzen sich wie Kamikaze-Flieger auf den Spieler, während die ganz gemeinen Gegner einfach wild um sich schießen. Jeder Treffer kostet das Raumschiff einen Lebenspunkt. Sind alle Lebenspunkte verbraucht, setzt das Spiel das Raumschiff auf den letzten überflogenen Speicherpunkt zurück.

Rechts das gelbe Rechteck ist ein Speicherpunkt, die grauen Barrieren lassen sich einfach aufschießen.
Rechts das gelbe Rechteck ist ein Speicherpunkt, die grauen Barrieren lassen sich einfach aufschießen.

Die riesige Raumstation ist in mehrere Level unterteilt, in denen wiederum farbige Türen einige Bereiche verschließen. Den passenden farbigen Schlüssel muss man erst einmal in den labyrinthartig aufgebauten Gängen und Hallen der Raumstation finden. Am Ende eines Levels wartet noch ein besonders starker Endgegner, der erst nach mehreren Treffern explodiert.

Je geschwächter dieser Endgegner wird, desto stärker feuert er mit den Schwertern um sich.
Je geschwächter dieser Endgegner wird, desto stärker feuert er mit den Schwertern um sich.

Sammelwut

Als kleine Hilfe liegen in den Leveln verschiedene Bonusgegenstände herum. Mal stolpert man über sie, mal liegen sie in schwer zu erreichenden Verstecken. Die Bonusgegenstände stocken unter anderem die Lebenspunkte auf, verbessern die Waffen oder rüsten einen Booster nach. Mit Letztgenanntem kann man auch gegen die Windströme der Ventilatoren anfliegen. Das geht allerdings nur ein paar Sekunden, danach muss sich die Energie des Boosters erst wieder aufladen.

Mit dem roten Schlüssel ...
Mit dem roten Schlüssel …

Die Steuerung des Raumschiffs erfolgt entweder mit einem Gamepad oder über die Tastatur und Maus. In letztem Fall bewegt man das Raumschiff über die Tasten [w], [a], [s], [d], mit der Maus visiert man die Gegner an und schießt. Anders als in vielen Konkurrenzspielen funktioniert das hier im Flug in eine beliebige Richtung. Man kann folglich nach rechts fliegen und gleichzeitig nach links schießen.

... lassen sich alle roten Tore öffnen.
… lassen sich alle roten Tore öffnen.

Startrampe

Null Divide+ stellt der Entwickler MTMB Studios kostenlos auf seiner Homepage bereit [1]. Dort klickt man im oberen Bereich den Link Linux v1.0 an. Damit landet man beim Sharehoster Mediafire, wo man die Datei NullDividePlux_Linux_1.0.zip über die große grüne Download-Schaltfläche herunterlädt. Eine vertrauenswürdigere Quelle gibt es leider nicht.

Die Bonusgegenstände verstecken sich häufig in Seitengängen.
Die Bonusgegenstände verstecken sich häufig in Seitengängen.

Nach dem Entpacken des ZIP-Archivs muss man über den Paketmanager eine Java Laufzeitumgebung (JRE) installieren. Das Suchwort Java sollte ein passendes Ergebnis zu Tage fördern. Anschließend öffnet man ein Terminal und startet dann das Spiel mit dem Befehl java -jar NullDividePlus.jar.

Gegen diese Windmaschinen kommt man nur mit dem Booster an.
Gegen diese Windmaschinen kommt man nur mit dem Booster an.

Fazit

Retro ist modern, Pixelgrafik en vogue. Auch Null Divide+ von den MTMB Studios läuft diesem Trend hinterher. Die Entwickler machen dabei fast alles richtig: Die Steuerung ist schnell erlernt, die abwechslungsreich aufgebauten Level laden zum Erkunden ein, die Suche nach den Bonusgegenständen motiviert und der Schwierigkeitsgrad steigt genau im richtigen Maße an. Die Entwickler haben sich zudem sichtlich um Abwechslung bemüht.

Eine Berührung mit der roten Barriere kostet einen Lebenspunkt.
Eine Berührung mit der roten Barriere kostet einen Lebenspunkt.

Den guten Eindruck vermiesen jedoch immer wieder kleine Unzulänglichkeiten. So ist die Piepsmusik zwar „Retro“, zerrt aber schon nach kurzer Zeit an den Nerven. Betritt man einen Abschnitt später erneut, sind die zuvor abgeschossenen Roboter plötzlich wieder da. Die Level sind aus den immer gleichen Bausteinen zusammengesetzt, was schnell eintönig wird und zudem die Orientierung erschwert.

Wer alte Arcade-Spiele in Retro-Optik mag, sollte Null Divide+ jedoch unbedingt anspielen. Dafür sollte man sich aber mehr Zeit als eine Mittagspause nehmen: Bis man einen Level gelöst hat, ist die schon längst vorbei.

Null Divide+

Bezugsquelle: http://mtmbstudios.wordpress.com/games/null-divide/
Entwickler: MTMB Studios
Lizenz: Eigene, Freeware (Closed-Source)
Preis: Kostenlos
Voraussetzungen: Aktuelle Linux-Distribution mit aktivierter 3D-Grafik

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