Das Spiel zum Wochenende: Not a Hero

Kein Held

0

Bürgermeister wird natürlich nur, wer für Ethik, Verantwortung und jede Menge Geballer steht. Für letzteres sorgt natürlich ein ehemaliger Profikiller. Der dabei entstehende Wahlkampf ist ein ziemlich brutales Gemetzel, das sich allerdings selbst nicht ganz ernst nimmt.

Ein lilafarbener Hasen-Mensch namens Bunnylord reist extra aus der Zukunft an, um in einer Großstadt für das Bürgermeisteramt zu kandidieren. Um seiner Kampagne etwas Auftrieb zu verleihen, heuert er den früheren Profi-Killer Steve an. Der soll mit seiner Waffe in der Stadt für Ordnung sorgen – denn darauf stehen schließlich die Wähler.

Not a Hero sieht aus wie ein normales Jump-and-Run-Spiel …
Not a Hero sieht aus wie ein normales Jump-and-Run-Spiel …

2¼D-Grafik

Im Actionspiel Not a Hero rennt, rutscht und schießt sich Steve durch zahlreiche Gebäude der Stadt.
Der Spieler blickt dabei wie in einem Jump-and-Run-Spiel von der Seite auf das Geschehen. Über die Pfeiltasten steuert er Steve durch ein mit bösen Buben gespicktes Haus. Diese Gegner muss er in der Regel allesamt mit seiner Waffe umnieten. Dummerweise schießen die Gangster zurück – und zwar sobald sie Steve entdecken. Schon wenige Treffer genügen, um den Helden ins Jenseits zu befördern. Immerhin darf Steve hinter Maschinen, Kisten und Vorsprüngen in Deckung gehen. Um allerdings schießen zu können, muss er diese Deckung explizit wieder verlassen.

… in dem der Held nicht springen, dafür aber extrem scharf schießen kann.
… in dem der Held nicht springen, dafür aber extrem scharf schießen kann.

Die Waffe von Steve fasst nur ein paar Schuss. Sind die abgefeuert, muss er nachladen. Das dauert zwar nur wenige Sekunden, im Gefecht könnte das aber schon zu lang sein. Des Weiteren kann Steve eine kurze Passage rutschen. Damit weicht er – zumindest für einen Moment – dem Kugelhagel aus, bewegt sich etwas schneller und kann so die Gegner überraschen.

Hier sucht Steve Deckung hinter dem Vorsprung. Dort können ihn keine Kugeln der Gegner treffen.
Hier sucht Steve Deckung hinter dem Vorsprung. Dort können ihn keine Kugeln der Gegner treffen.

Ballerorgie

Einige Bereiche des Gebäudes sind durch Türen versperrt, die man erst über Schalter öffnen muss. Glasscheiben tritt Steve hingegen einfach ein. Im Laufe des Spiels schließen sich der blutigen Wahlkampagne weitere „Nicht-Helden“ an, die ganz unterschiedliche Fähigkeiten und Waffen mitbringen. Während beispielsweise Cletus mit der Schrotflinte einen recht breit gefächerten Schaden anrichtet, schwingt Ronald einen dicken Hammer.

Mit etwas Anlauf kann man durch die Scheiben springen.
Mit etwas Anlauf kann man durch die Scheiben springen.

Entwickler Roll7 verkauft Not a Hero für knapp 13 Euro auf Steam [2], im Humble Store [3] und auf Gog.com [4]. In den beiden letztgenannten Online-Shops erhalten Käufer eine kopierschutzfreie Version. Wer im Humble Store ordert, bekommt zusätzlich noch einen Key, mit dem er das Spiel auf Steam freischalten kann. In jedem Fall liegt Not a Hero sowohl als 32-, als auch 64-Bit-Version vor. Derzeit ist das Spiel zudem auf Steam noch Teil der Sonderaktion Steam Summer Sale, in dem das Actionspiel lediglich 3,24 Euro kostet.

Diese Tür öffnet sich erst, nachdem man ein paar Sekunden vor dem Schalter gestanden hat.
Diese Tür öffnet sich erst, nachdem man ein paar Sekunden vor dem Schalter gestanden hat.

Fazit

Not a Hero spielt sich wie ein Jump-and-Run-Spiel mit extrem scharfen Waffen. Die relativ grobe Pixelgrafik fällt dabei äußerst blutig aus. Ähnlich wie Hotline Miami [5] überzeichnet Not a Number die extreme Gewaltdarstellung und nimmt sich selbst nicht ganz ernst. Durch die extrem brutale Vorgehensweise der Protagonisten eignet sich das Spiel jedoch nicht für Kinder.

Not a Hero ist extrem gewalttätig. Diese Szene gehört dabei noch zu den harmloseren.
Not a Hero ist extrem gewalttätig. Diese Szene gehört dabei noch zu den harmloseren.

Auch wenn die Bedienung schnell erlernt ist, spielt sich die Hatz durch die Gebäude recht anspruchsvoll. Die Kombination aus Rutschen, Deckung suchen und gezieltem Schießen macht erstaunlich viel Spaß. Die Missionen laufen jedoch in der Regel darauf hinaus, sämtliche Gegner möglichst schnell zu töten oder einen bestimmten Ort zu finden. Trotz der vielen netten und witzigen Ideen der Entwickler sackt die Motivation nach ein paar Missionen in den Keller.

Unter dem Strich ist Not a Hero ein schnelles Actionspiel für zwischendurch, das sich an Erwachsene mit einem Faible für makabre Pixelgrafik richtet. Wer derartige Spiele mag, sollte bei einem Sonderverkauf zuschlagen – die als Normalpreis verlangten 14 Euro sind für das simple Spielchen etwas zu hoch.

Not a Hero

Bezugsquelle:  http://www.notahe.ro/
Entwickler: Roll7
Lizenz: Kommerziell
Preis: 12,99 Euro (Steam, Humble Store und Gog.com)
Voraussetzungen: Aktuelle Linux-Distribution mit aktivierter 3D-Grafik, Prozessor ab 2 GHz, mindestens 1 GByte Hauptspeicher

Infos

[1] Projekt-Homepage:
http://www.notahe.ro/

[2] Steam:
http://store.steampowered.com/app/274270/NOT_A_HERO/

[3] Humble Store:
https://www.humblebundle.com/store/not-a-hero

[4] Gog.com
https://www.gog.com/game/not_a_hero

[5] Acht günstige Spiele aus dem Ubuntu Software Center, Tim Schürmann: „Spiel, Spaß, Spannung“, LinuxUser 10/2013,
http://www.linux-community.de/Internal/Artikel/Print-Artikel/LinuxUser/2013/10/Acht-guenstige-Spiele-aus-dem-Ubuntu-Software-Center/(language)/ger-DE

Hinterlasse einen Kommentar

  E-Mail Benachrichtigung  
Benachrichtige mich zu: