Das Spiel zum Wochenende: Mobility

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Im Weltall haben es Mechaniker nicht leicht – insbesondere wenn die von ihnen zu drückenden Schalter größer sind als sie selbst. In einem Jump-and-Run-Spiel vom niederländischen Entwickler Auoriax macht die herausfordernde Arbeit dennoch eine Menge Spaß.

Als kleiner namenloser Raumschiff-Mechaniker hat man einiges zu tun: Ständig fallen in irgendwelchen Raumkreuzern die Systeme aus. Reaktivieren kann sie der Techniker nur durch einen Neustart. Um den wiederum auszulösen, muss das kantige Mechanikermännchen sämtliche im Schiff befindlichen Schalter umlegen. Dazu benötigt der kleine Held allerdings eine ausgesprochen gute Fitness.

In Mobility muss man einfach nur nacheinander alle Plattformen berühren und so aktivieren.
In Mobility muss man einfach nur nacheinander alle Plattformen berühren und so aktivieren.

Mach an!

Im kleinen Jump-and-Run-Spiel Mobility steuert der Spieler den Mechaniker in Form eines lächelnden Würfels durch das Innere der Raumschiffe. Dort muss er mit gezielten Sprüngen einfach alle Plattformen berühren. Jede Plattform repräsentiert dabei gleichzeitig einen Schalter, den der Mechaniker mit seiner Berührung anknipst. Konnte man alle Schalter auf diese Weise aktivieren, geht die Arbeit in einem anderen Raum des Raumschiffs von vorne los. Zwar klingt das zunächst nach einer lösbaren Aufgabe, das Spiel wartet jedoch noch mit ein paar fiesen Gemeinheiten.

An senkrechten Wänden kann man nicht nur wie hier elegant nach unten gleiten, sondern sich auch mit gezielten Sprüngen nach oben hangeln.
An senkrechten Wänden kann man nicht nur wie hier elegant nach unten gleiten, sondern sich auch mit gezielten Sprüngen nach oben hangeln.

So befinden sich alle Plattformen in recht luftiger Höhe. Einige von ihnen sind zudem senkrecht angeordnet, andere wiederum bewegen sich munter über den Bildschirm. Glücklicherweise beherrscht der Mechaniker verschiedene Spezialsprünge, mit denen er sich mehrere Stockwerke nach oben katapultieren oder von einer Wand heruntergleiten lassen kann. Darüber hinaus beschleunigen an einigen Stellen Laufbänder die Fortbewegung, während kleine Trampolins den Mechaniker besonders hoch schleudern.

Die schwarzen Dreiecke flitzen ständig von links nach rechts. Jede Berührung mit ihnen ist tödlich.
Die schwarzen Dreiecke flitzen ständig von links nach rechts. Jede Berührung mit ihnen ist tödlich.

Hurtig

Als wäre das alles noch nicht genug, befinden sich in der Landschaft auch noch Minen und andere Hindernisse. Berührt der Held ein solches scharfkantiges Objekt oder fällt er in den Abgrund, setzt ihn das Spiel entweder an den Anfang oder einen der raren Speicherpunkte zurück. Sterben kann der Mechaniker somit zwar nicht, er verliert aber wertvolle Zeit. Letztgenannte stoppt das Spiel und hält sie in einer Highscore-Liste fest. Einmal gespielte Räume kann man jederzeit noch einmal in Angriff nehmen und dabei versuchen, einen schnelleren Weg über die Plattformen zu finden.

Die Förderbänder beschleunigen den Helden. Das erlaubt nicht nur weitere Sprünge, sondern kann den Mechaniker auch in ein Hindernis katapultieren.
Die Förderbänder beschleunigen den Helden. Das erlaubt nicht nur weitere Sprünge, sondern kann den Mechaniker auch in ein Hindernis katapultieren.

Bevor man einen Raum betritt, darf man einen von vier Schwierigkeitsgraden auswählen. Im einfachsten genügt es bereits, einmal in die Nähe einer jeden Plattform zu springen. In den höheren Schwierigkeitsgraden lösen sich einmal berührte Plattformen nach kurzer Zeit auf oder setzen sich selbst unter Strom.

Im einfachsten Spielmodus zeigen die Rahmen an, wie nah man einer Plattform kommen muss, um sie zu aktivieren.
Im einfachsten Spielmodus zeigen die Rahmen an, wie nah man einer Plattform kommen muss, um sie zu aktivieren.

Der niederländische Entwickler Auoriax alias Tom Hermans bietet sein Spiel kostenlos auf Itch.io zum Download an [2]. Wem Mobility gefällt, der kann dort dem Autor auch eine Spende zukommen lassen. Um das Spiel herunterzuladen, klickt man auf Download Now, dann den Link No thanks, just take me to the downloads und schließlich Download neben dem tar.gz-Archiv. Dieses entpackt man auf der Festplatte und wechselt dort in das neu entstandene Unterverzeichnis Mobility-linux-tar/opt/Mobility, wo man das Programm Mobility startet. Dieses liegt als 32-Bit-Programm vor.

 Zwischen den Leveln kann man mit der Besatzung des Raumschiffes sprechen. Die wiederum hält so manchen nützlichen Tipp bereit.
Zwischen den Leveln kann man mit der Besatzung des Raumschiffes sprechen. Die wiederum hält so manchen nützlichen Tipp bereit.

Fazit

Mobility reduziert das Jump-and-Run-Prinzip auf seine Kernelemente: Laufen und Springen. Es erinnert stark an den Klassiker Super Meat Boy, ist jedoch deutlich weniger frustrierend. Zum einen darf man den Schwierigkeitsgrad in Mobility selbst wählen, zum anderen nimmt er nur langsam zu. Anfänger kommen so schnell zu Erfolgserlebnissen – vorausgesetzt man hat zuvor die Tastaturbelegung an die eigenen Finger angepasst.

Zu Beginn eines Levels darf man einen von vier Spielmodi auswählen, die unterschiedlich schwierig zu meistern sind.
Zu Beginn eines Levels darf man einen von vier Spielmodi auswählen, die unterschiedlich schwierig zu meistern sind.

Die Grafik im Retro-Look ist zwar extrem karg, im Gegenzug sieht man immer eindeutig, wo man als Nächstes hinspringen muss – und kann. Die Zeitnahme motiviert, die einzelnen Räume noch einmal zu spielen. Auf Dauer fehlt jedoch etwas Abwechslung. Ein paar weitere unterschiedliche Plattformtypen wären wünschenswert gewesen. Wer „Acrobatic Precision Platformer“ a la Super Meat Boy mag, sollte Mobility umgehend ausprobieren – und bei Gefallen dem Entwickler ein paar Euro zukommen lassen.

Mobility

Bezugsquelle: https://auroriax.itch.io/mobility
Entwickler: Auroriax (Tom Hermans)
Lizenz: Kommerziell
Preis: Beliebig
Voraussetzungen: Aktuelle Linux-Distribution (offiziell Debian basierte Distributionen)

Infos

  1. [1] Projekt-Homepage: http://mobility.auroriax.com/
  2. [2] Itch.io: https://auroriax.itch.io/mobility

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