Das Spiel zum Wochenende: Groundskeeper 2

Am Boden

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Der Spieleentwickler OrangePixel kreuzt einen Bullet-Hell-Shooter mit einem Jump-and-Run-Spiel. Herausgekommen ist dabei eine Hochgeschwindigkeitsjagd nach goldenen Ringen, bei der Spieler den Bildschirmtod einkalkulieren müssen.

In Groundskeeper 2 greift eine außerirdische Roboterarmee die Erde an. Der Invasion stellt sich wagemutig ein kleines Mädchen entgegen. Hilfe erhält sie lediglich von ihrem technikaffinen Freund. Der nimmt die Technik der außerirdischen Angreifer genauer unter die Lupe und macht sie für die Heldin nutzbar.

Zu Beginn greifen nur ein paar kleinere Krabbelrobotter an, die man recht schnell mit der Pistole zerlegt.
Zu Beginn greifen nur ein paar kleinere Krabbelrobotter an, die man recht schnell mit der Pistole zerlegt.

Bodenbelag

Die Kämpfe finden jeweils in abgeschotteten Arenen statt. Während die Heldin auf der Erde ihre Waffe sprechen lässt, tauchen immer wieder von oben und den Seiten neue Gegner auf. Kann man einen Außerirdischen ins Nirwana befördern, hinterlässt dieser mit etwas Glück einen Ring. Sobald die Helden eine vorgegebene Anzahl Ringe aufsammeln konnte, öffnet sich ein Portal in der Mitte der Arena. Über dieses gelangt das Mädchen in eine andere Arena, wo der Kampf von neuem startet.

Jeder Roboter hat seine ganz eigene Angriffstechnik. Das Exemplar auf der linken Seite schießt seine weißen Plasmakugeln wie Flummis durch die Arena.
Jeder Roboter hat seine ganz eigene Angriffstechnik. Das Exemplar auf der linken Seite schießt seine weißen Plasmakugeln wie Flummis durch die Arena.

Die gesammelten Ringe schalten allerdings auch neue Inhalte frei. Zunächst kommen weitere Arenen hinzu, im späteren Verlauf macht der hilfreiche Nerd im Forschungszentrum auch noch Panzerungen und vor allem durchschlagskräftigere Waffen verfügbar. Letztgenannte verbrauchen im Gegensatz zur wenig durchschlagskräftigen Standardwaffe Munition und stehen somit nicht unbegrenzt lange zur Verfügung. Gemeinerweise rüsten auch die Gegner auf. Die warten nicht nur mit neuen Angriffstaktiken auf, sondern stecken auch zunehmend mehr Treffer ein. Hinzu kommen immer wieder dickere Brocken: So fliegt in einer Arena regelmäßig ein größeres Raumschiff durchs Bild, das zahlreiche Bomben abwirft.

Die Trippel Gun auf der rechten Seite verschießt mehrere Geschosse gleichzeitig und räumt folglich deutlich effektiver in der Arena auf.
Die Trippel Gun auf der rechten Seite verschießt mehrere Geschosse gleichzeitig und räumt folglich deutlich effektiver in der Arena auf.

Wiederbelebung

Die Heldin kann immerhin ein paar gegnerische Treffer einstecken – wie viele genau, verrät die Anzahl der Herzen über ihrem Kopf. Hin und wieder findet sie in der Arena weitere Herzen, die ihre Gesundheit wiederherstellen. Sterben kann die Heldin glücklicherweise nicht, mit einem Tastendruck steigt sie umgehend wieder in das Geschehen ein. Die zuvor schon einmal besessenen Bonusobjekte muss die Protagonistin nicht erneut freischalten, wohl aber wieder neue Ringe sammeln. Ziel des Spiels ist es folglich, in jedem Durchgang so viele Ringe wie nur möglich zu sammeln.

Hat man genügend Ringe gesammelt, öffnet sich das Portal. Über dieses springt man zu einer der bereits freigeschalteten Arenen.
Hat man genügend Ringe gesammelt, öffnet sich das Portal. Über dieses springt man zu einer der bereits freigeschalteten Arenen.

Groundskeeper 2 vertreibt sein Entwickler OrangePixel derzeit ausschließlich im Humble Store [2]. Dort kostet das Spiel knapp 3,50 Euro. Dafür bekommt man eine kopierschutzfreie 32-Bit-Version. Das nach dem Kauf angebotene Archiv muss man lediglich herunterladen, auf der Festplatte entpacken und dann das Programm groundskeeper starten. Die Bedienung erfolgt über die Pfeiltasten, eine Aktion löst die Taste [x] aus. Letztgenannte bestätigt auch in Menüs den ausgewählten Punkt.

 In dieser Arena fällt immer mal wieder dieser Betonklotz vom Himmel. Gerät die Heldin darunter, hat sie kaum eine Überlebenschance.
In dieser Arena fällt immer mal wieder dieser Betonklotz vom Himmel. Gerät die Heldin darunter, hat sie kaum eine Überlebenschance.

Fazit

Man merkt Groundskeeper 2 an, dass es eigentlich für Mobilgeräte entwickelt wurde: Die Arenen sind recht klein und auf einen Bildschirm beschränkt, die Steuerung haben die Entwickler zudem extrem simpel gehalten. Mehr als Schießen, Laufen und Springen kann die Heldin nicht. Die Pixelgrafik ist recht klobig und erinnert an Klassiker aus den 1990er Jahren. Das Spielprinzip beschränkt sich auf das Abschießen sämtlicher Gegner. Abschließend frustriert vor allem zu Beginn frustriert, dass die Heldin recht schnell stirbt.

Das Spielgeschehen ist häufig unübersichtlich und besteht teilweise nur aus einem wilden Pixelmatsch.
Das Spielgeschehen ist häufig unübersichtlich und besteht teilweise nur aus einem wilden Pixelmatsch.

Trotz dieser negativen Seiten macht Groundskeeper 2 durchaus Spaß. Die Entwickler haben die verschiedenen Gegner mit viel Liebe zum Detail entworfen, ihre unterschiedlichen Angriffsmuster erfordern jeweils passende Taktiken. Das Sammeln der Ringe und die stetig hinzukommenden Bonusgegenstände motivieren zum Weiterspielen. Sofern man sich erst einmal damit abgefunden hat, dass die Heldin immer wieder stirbt, wandelt sich Groundskeeper 2 zu einem schnellen Actionspiel, das man immer mal wieder gerne zwischendurch startet. Den ersten Teil der Groundskeeper-Reihe gibt es übrigens nur für Android-Smartphones [3].

Groundskeeper 2

Bezugsquelle: https://www.humblebundle.com/store/groundskeeper-2
Entwickler: OrangePixel
Lizenz: Kommerziell
Preis: 3,49 Euro (Humble Store)
Voraussetzungen: Aktuelle Linux-Distribution (ab Ubuntu 12), Prozessor ab 2 GHz, mindestens 2 GByte Hauptspeicher, Grafikkarte der Klasse Intel HD3000 oder besser (mit Unterstützung für OpenGL 2.1)

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