Das Spiel zum Wochenende: Circuits

Musikalische Schaltkreise

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Wie ein Spiel des Entwicklers Digital Tentacle beweist, können Schaltkreise durchaus musikalisch sein. Bis sie allerdings eine atmosphärische Melodie von sich geben, sind ein gutes Gehör sowie ein flinkes Gehirn vonnöten.

Im Denkspiel Circuits muss der Spieler aus einzelnen Melodien ein vorgegebenes Musikstück zusammensetzen. Die einzelnen Versatzstücke liegen dabei als bunte Kreis am unteren Bildschirmrand. Von dort zieht sie der Spieler mit der Maus an eine dafür vorgesehene Stelle in einem Schaltplan.

Das Tutorial zeigt wie es geht: Zunächst hört man sich die zu konstruierende Musik an …
Das Tutorial zeigt wie es geht: Zunächst hört man sich die zu konstruierende Musik an …

Immer im Fluss

Besagter Schaltplan besitzt einen Startpunkt, von dem aus eine Linie an leeren Kreisen vorbei in einen Zielpunkt führt. Sobald man auf den Startpunkt klickt, fließt von dort aus langsam ein glühender Strom durch den Schaltkreis. Wann immer dieser Strom einen Kreis berührt, erklingt die in diesem Kreis abgelegte Melodie. Wie das fertige Musikstück klingen muss, gibt das Spiel fest vor. Den zu rekonstruierenden Song kann sich der Spieler jederzeit vorspielen lassen. Bei komplexeren Liedern erlaubt das Spiel zudem, einzelne Instrumente stumm zu schalten.

… zieht dann die Melodien in Form der Kreise an die richtige Stelle im Ablauf …
… zieht dann die Melodien in Form der Kreise an die richtige Stelle im Ablauf …

Konnte der Spieler schließlich alle Versatzstücke in den richtigen Kreisen ablegen, geht es mit einem neuen Musikstück und einem komplexeren Schaltkreis weiter. Wer gar nicht weiter weiß, darf sich die falsch platzierten Kreise anzeigen lassen oder gleich eine Aufgabe überspringen. Insgesamt gibt es, 25 verschiedene Lieder zu rekonstruieren. Wem die mitgelieferten Lieder nicht ausreichen, der komponiert mit dem eingebauten Editor eigene Stücke.

… und hört sich dann das Ergebnis an.
… und hört sich dann das Ergebnis an.

Circuits ist derzeit ausschließlich für 5 Euro über Steam erhältlich [2]. Über den Humble Store kann man das Spiel zwar ebenfalls erwerben, erhält dort allerdings ebenfalls nur einen Steam-Key [3]. Im Humble Store kostet das Spiel jedoch gerade einmal 3 Euro, wobei ein Teil des Kaufpreises auch noch an eine gemeinnützige Organisation geht.

Verschiedene Instrumente kennzeichnen unterschiedliche Farben und Symbole. Über die Knöpfe links oben kann man sich gezielt nur ein Instrument anzeigen lassen.
Verschiedene Instrumente kennzeichnen unterschiedliche Farben und Symbole. Über die Knöpfe links oben kann man sich gezielt nur ein Instrument anzeigen lassen.

Fazit

Das Spielprinzip von Circuit ist recht simpel und wenig originell, dennoch macht das Zusammensetzen der Musikstücke Spaß. Man muss allerdings die elektronische Musik mögen und zumindest ansatzweise ein musikalisches Gespür besitzen. Die Entwickler empfehlen daher eindringlich, das Spiel mit Kopfhörern zu spielen. Gerade bei den späteren Aufgaben muss man zudem die Vorgabe immer wieder anhören, um wirklich die Unterschiede und Nuancen zu erfassen – ungeduldige Naturen dürften hier schnell aufgeben.

In späteren Aufgaben stehen mehr Melodien zur Verfügung, als man tatsächlich braucht.
In späteren Aufgaben stehen mehr Melodien zur Verfügung, als man tatsächlich braucht.

Obwohl die Grafik minimalistisch und funktional gehalten ist, versprüht sie ihren ganz eigenen Charme. Wer musikalische Rätsel und chilligen Elektrosound mag, kann umgehend zugreifen. Alle anderen sollten sich das Video auf Steam anschauen und dann entscheiden.

Circuits

Bezugsquelle:  http://digitaltentacle.squarespace.com/circuits/
Entwickler: Digital Tentacle
Lizenz: Kommerziell
Preis: 5 Euro (Steam) / 3 Euro (Humble Store)
Voraussetzungen: Aktuelle Linux-Distribution mit aktivierter 3D-Grafik, Prozessor ab 1,6 GHz, mindestes 1 GByte Hauptspeicher, Grafikkarte der Klasse Radeon HD5450 oder besser.

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