Das Spiel zum Wochenende: Chuck’s Challenge 3D

Teufel sucht Ausgang

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Das Knobelspiel Chips Challenge dürfte der ein oder andere ältere Spieler noch kennen. Der Autor des einstigen Kultspiels möchte jetzt mit einer modernisierten Fassung an die guten alten Zeiten anknüpfen.

In Chuck’s Challenge 3D steuert der Spieler einen kleinen lilafarbenen Teufel-Vampir namens Woop über ein buntes Schachbrett. Ziel ist ein Ausgang in Form eines blauen Strudels. Den Weg dorthin versperren jedoch fiese Hindernisse und bissige Außerirdische.

Um an den Magneten rechts unten zu gelangen, muss man erst den grünen Schlüssel rechts oben holen. Den gibt es allerdings nur, wenn man zuvor den roten Schlüssel eingesammelt hat.
Um an den Magneten rechts unten zu gelangen, muss man erst den grünen Schlüssel rechts oben holen. Den gibt es allerdings nur, wenn man zuvor den roten Schlüssel eingesammelt hat.

Hindernisparcours

Im einfachsten Fall versperrt eine bunte Tür den Weg zum Ausgang. Woop muss dann lediglich den gleichfarbigen Schlüssel aufsammeln und mit diesem die Tür aufsperren. Abgründe wiederum lassen sich überwinden, indem man Kisten hineinschiebt. Förderbänder transportieren den kleinen Woop streng in ihre Laufrichtung, nur mit einem eingesammelten Magneten kann er das Band auch in die entgegengesetzte Richtung passieren.

Die Spiegel lassen sich wie Kisten ...
Die Spiegel lassen sich wie Kisten …

Schalter gibt es in gleich mehreren unterschiedlichen Varianten. So fährt ein runder farbiger Knopf nur den gleichfarbigen Poller herunter. Köpfchen erfordern die bunten Bodenplatten: Sie fahren eine Barriere nur so lange ein, wie ein passendes Gewicht auf ihnen lastet. Ein spezielles elektronisches Tor schaltet sich wiederum erst ab, wenn man zuvor alle auf dem Spielbrett verteilten Energieobjekte eingesammelt hat.

... auf dem Spielbrett verschieben.
… auf dem Spielbrett verschieben.

Zahlreiche Level bevölkern außerirdische Wesen. Einige friedliche Exemplare blockieren nur den Weg, mit anderen endet jedoch jede Berührung tödlich. Dem Spieler beleibt daher nichts anderes übrig, als die Laufwege und Schwächen der Gegner auswendig zu lernen und auszunutzen. Einige Monster schießen sogar um sich. Meist lassen sich die Geschosse jedoch über Spiegel so umlenken, dass sie den oder die anderen Gegner erlegen.

Sobald man auf den Knopf steigt, feuert das ansonsten recht fliedliche Monster rechts daneben einen Schuss ab, den wiederum die Spiegel ablenken und der dann hoffentlich eines der nervenden anderen Tierchen trifft.
Sobald man auf den Knopf steigt, feuert das ansonsten recht fliedliche Monster rechts daneben einen Schuss ab, den wiederum die Spiegel ablenken und der dann hoffentlich eines der nervenden anderen Tierchen trifft.

Teilbar

Als wären diese Probleme noch nicht genug, stoppt das Spiel auch noch die Zeit, die man für die Lösung benötigt. Besonders clevere Knobelexperten erhalten eine virtuelle Bronze-, Silber- oder Goldmedaille. Wem die mitgelieferten 125 Level nicht reichen, der darf sich mit dem eingebauten Editor eigene basteln und an andere weitergeben.

Mit dem Editor klickt man sich schnell eigene Level zusammen.
Mit dem Editor klickt man sich schnell eigene Level zusammen.

Chuck’s Challenge 3D ist eine Konvertierung des iOS-Spiels Chuck’s Challenge. Finanziert wurde die Umsetzung im Rahmen einer Kickstarter-Kampagne [3] über Spenden von Fans. Das Ergebnis ist mittlerweile über Desura erhältlich [2]. Dort haben Käufer die Wahl zwischen der Vollversion für 8 Euro und in der Variante „Developer Supporter“, die für 15 Euro weitere Bonusinhalte und den Soundtrack umfasst. Ebenfalls erhältlich ist eine Demo-Version mit fünf Leveln. Man bekommt sie auf Desura, indem man im Bereich Releases auf Chuck’s Challenge 3D Demo klickt, dem Link download direct folgt und sich dann das ZIP-Archiv ChucksChallenge3DLinuxDemo.zip herunterlädt. Dieses muss man nur noch auf der Festplatte entpacken und das Programm ChucksChallenge3D-Demo.x86 starten. Im Spiel dirigiert man den kleinen Woop über Mausklicks.

In unseren Tests waren die Texte zu groß. Die darunterliegenden Schaltflächen sind aber weiterhin funktionsfähig.
In unseren Tests waren die Texte zu groß. Die darunterliegenden Schaltflächen sind aber weiterhin funktionsfähig.

Fazit

Chuck’s Challenge 3D spielt sich wie ein stark aufgebohrtes Sokoban [4]. Wer noch Chips Challenge kennt, dem dürfte zudem viel vertraut vorkommen [5]. Eine Hintergrundgeschichte gibt es nicht, die comichafte Grafik wirkt knuffig bis zweckmäßig. Die vielen verschiedenen Puzzle-Elemente und Monster sorgen für Abwechslung. Der Schwierigkeitsgrad steigt genau im richtigen Maße an, im späteren Verlauf hält das Spiel so manche Kopfnuss bereit. Unter dem Strich bietet Chuck’s Challenge 3D solide Standardkost, mit der jedoch Rätselfreunde zahlreiche lange Herbst- und Wintertage unterhaltsam überbrücken.

Achtung: Auf unserem Testrechner mit Ubuntu zeigte Chucks Challange zu große Texte an (wie in den Abbildungen gut zu erkennen). Die Menüs ließen sich dadurch nur mit Mühe bedienen. Da es im Internet keine anderen Fehlerberichte gibt, scheint das Problem am Testsystem zu liegen. Wer sich für das Spiel interessiert, sollte jedoch sicherheitshalber vor dem Kauf die Beta-Version ausprobieren.

Chuck’s Challenge 3D

Bezugsquelle: http://www.chuckschallenge.com/
Entwickler: Niffler Ltd.
Lizenz: Kommerziell
Preis: ab 8 Euro
Voraussetzungen: Aktuelle Linux-Distribution mit aktivierter 3D-Grafik

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2 Kommentare auf "Das Spiel zum Wochenende: Chuck’s Challenge 3D"

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Unter openSUSE läuft das Demo problemlos, nachdem man die passenden x86 libs installiert hat. Welche das sind, verrät Desura nur, wenn man den client aus der command-line startet.

Bei mir lief die Demo allerdings ohne sound.

Sound war bei mir wiederum vorhanden. 🙂