Das Spiel zum Wochenende: Boson X

Lauf, Forrest!

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Spätestens seit dem Browserspiel Canabalt und dem Smartphone-Spiel Flappy Bird sind schwierige Geschicklichkeitsspiele mit einer extrem simplen Steuerung äußerst beliebt. Mu and Heyo versetzen das Spielprinzip jetzt in die dritte Dimension.

In Boson X rennt ein athletischer Wissenschaftler mit hoher Geschwindigkeit durch einen riesigen Teilchenbeschleuniger. Laufen kann er allerdings nur auf Plattformen, die nach und nach aus der Ferne heranfliegen. Gemeinerweise entstehen dabei immer wieder Lücken, über die der Spieler den Wissenschaftler im richtigen Moment per Tastendruck springen lassen muss. Tritt der Held daneben, ist das Spiel umgehend beendet.

In Boson X rennt der Wissenschaftler unaufhaltsam über die Plattformen ...
In Boson X rennt der Wissenschaftler unaufhaltsam über die Plattformen …

Sprunghafte Teilchensuche

Die Plattformen liegen dabei nicht nur einfach hintereinander, sondern bilden eine Art Röhre. Diese wiederum kann der Spieler über die Pfeiltasten drehen. Das ist vor allem dann notwendig, wenn in der aktuellen Laufrichtung die nächste Plattform zu weit entfernt ist. Darüber hinaus legt das Spiel dem Wissenschaftler immer wieder Hindernisse in den Weg. So gibt es unter anderem Wände, Stufen oder langsam nach unten wegfahrende Plattformen.

… und muss im richtigen Moment über die Lücken springen.
… und muss im richtigen Moment über die Lücken springen.

Wann immer der Wissenschaftler über eine blau eingefärbte Plattform läuft, sammelt er automatisch Energie ein. Konnte er eine kritische Energiemenge erreichen, entdeckt er automatisch ein neues Teilchen. Gleichzeitig schaltet er damit den Zugang zu weiteren Teilchenbeschleunigern frei, in denen er weitere Teilchen entdecken kann. Deren Suche gestaltet sich jedoch immer schwieriger: Während sich das Geon noch recht einfach entdecken lässt, fordert ein Lauf durch den Teilchenbeschleuniger für das titelgebende X-Boson besonders geschickte Finger.

Solange der Wissenschaftler über eine blaue Plattform läuft, lädt sich die Energie auf (rechts oben).
Solange der Wissenschaftler über eine blaue Plattform läuft, lädt sich die Energie auf (rechts oben).

Je mehr Energie man einsammelt, desto schneller läuft der Wissenschaftler. Die Anordnungen der Plattformen erzeugt das Spiel zudem per Zufall, jede Suche spielt sich folglich immer anders. Abschließend dürfen sich die besten Spieler auf der Boson-X-Homepage in einer Highscore-Liste verewigen.

Die roten Plattformen sacken unter jedem Schritt langsam nach unten weg.
Die roten Plattformen sacken unter jedem Schritt langsam nach unten weg.

Experimentierkasten

Boson X stammt von den beiden Australiern Ian MacLarty und Jon Kerney, die unter dem Pseudonym „Mu and Heyo“ schon mehrere Spiele für Smartphones entwickelt haben. Boson X stellen sie auf ihrer Homepage kostenlos für Linux bereit [1]. Man muss dort nur im Bereich Download unter Linux den Link Europe anklicken, das Archiv entpacken und dann auf einem 32-Bit-System das Programm bosonx32 starten. Besitzer eines 64-Bit-Systems rufen hingegen bosonx64 auf.

Diese Ringe lassen den Wissenschaftler nur auf genau einer Seite durch.
Diese Ringe lassen den Wissenschaftler nur auf genau einer Seite durch.

Im Spiel entscheidet man sich für Start. Anschließend wählt man ein Teilchen und somit den Schwierigkeitsgrad. Nach dem ersten Start steht nur das Geon zur Verfügung, die anderen muss man erst freischalten. Den Wissenschaftler selbst kontrolliert man über die Pfeiltasten.

Achtung!

Boson X zeigt teilweise schnelle, pulsierende Farb- und Lichtwechsel. Dies kann bei feinfühligen Spielern Übelkeit oder Kopfschmerzen auslösen und im schlimmsten Fall sogar zu epileptischen Anfällen führen.

Nur wer 100 Prozent Energie gesammelt hat, findet das Teilchen und schaltet weitere Beschleuniger frei.
Nur wer 100 Prozent Energie gesammelt hat, findet das Teilchen und schaltet weitere Beschleuniger frei.

Fazit

Boson X ist schnell erlernt, aber nur schwer zu meistern. Der Schwierigkeitsgrad liegt von Anfang an recht hoch, Einsteiger müssen daher frustresistent sein. Die Grafik ist simpel, der Wissenschaftler aber flüssig animiert. Die verschiedenen Plattformentypen sorgen für etwas Abwechslung im sonst recht monotonen Spielablauf. Die nach dem Zufallsprinzip hereinfliegenden Plattformen liefern zwar immer wieder neue Herausforderungen, frustrieren aber hin und wieder auch mit unfairen Passagen.

Springt der Wissenschaftler wie hier daneben, ist das Spiel umgehend beendet. Gerade Anfängern dürfte das extrem häufig passieren.
Springt der Wissenschaftler wie hier daneben, ist das Spiel umgehend beendet. Gerade Anfängern dürfte das extrem häufig passieren.

Auch wenn Boson X somit nicht langfristig motivieren kann, dürfte es Liebhabern von Canabalt [2] oder Flappy Bird [3] immer mal wieder die Mittagspause verkürzen. Wer sich in den Teilchenbeschleuniger wagt, sollte jedoch einigermaßen schwindelfrei sein (siehe Kasten „Achtung!“).

Boson X

Bezugsquelle: http://www.boson-x.com/
Entwickler: Mu and Heyo
Lizenz: Eigene (Closed Source)
Preis: Kostenlos
Voraussetzungen: Aktuelle Linux-Distribution mit aktivierter 3D-Grafik

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