MAGEIA Logo Design mit Inkscape

Entwurf für ein Mageia-Logo
Entwurf für ein Mageia-Logo
26.09.2010 16:58

Mit dem Eintrag von Marcel Hilzinger darüber, dass die Mageia Linux Distribution aktuell noch auf der Suche nach einem Logo ist wurde mein Design-Interesse geweckt. Da muss ich mitmachen. Und natürlich wiedermal eine super Gelegenheit um im Rahmen des LC Sommer Spezial mein Adobe Illustrator, das ich normalerweise für solche Zwecke auspacken würde, im Koffer zu lassen und lieber Inkscape zu starten.

Die Anforderungen an das Logo nennen in keinem Wort, dass das Thema Magie bildlich aufgegriffen werden muss. Natürlich liegt es trotzdem nahe es irgendwie zu verarbeiten um zusammen mit dem Namen einen homogenen Wiedererkennungswert zu schaffen. Unter den zahlreichen bisherigen Vorschlägen findet man deshalb einige Logo-Varianten, die einen Zauberhut, Zauberstab oder Zaubersterne beinhalten. Ich wollte in meinen ersten Entwürfen das ganze allerdings etwas subtiler angehen. Dabei bin ich nochmal auf meinen Zauberwürfel aus einem vorherigen Blog-Eintrag gestoßen und hab mir gedacht, dass ich den hier ganz gut wiederverwenden könnte.

Nach ein paar ersten Bleistift-Scribbles hab ich einfach mal direkt im Inkscape ein wenig mit dem Rubiks Cube herumgespielt. Irgendwie fand ich es auch passend, dass das Wort Mageia aus sechs Buchstaben besteht. Irgendwie könnte man das doch mit den sechs Seiten eines Würfels kombinieren? Die geniale Idee blieb hier leider aus, aber ein paar Vektor-Scribbles später kommt man dadruch wieder auf eine neue Idee und so entwickelt sich ein Ansatz aus dem vorherigen und so weiter.

Ich experimentiere immer gerne mit verschiedenen Schritarten, da diese einem Logo auch maßgeblich einen ganz anderen Charakter verleihen können. Außerdem muss man für ein gutes Logo-Design oftmals an den Standard-Schriftsatz Hand anlegen um es ein bisschen individueller aussehen zu lassen. So auch bei diesem Beispiel. Ich wollte für das Wort Mageia gerne einen Mischung aus Majuskeln und Minuskeln erstellen, also Groß- und Kleinbuchstaben mit derselben Höhe. Das ergibt einen interessanten Look, der etwas extravaganter aussieht als wenn man den geschriebenen Text einfach so belässt wie er von sich aus ist. Das kann man auf die Schnelle simulieren, indem man einfach einigen Buchstaben eine kleinere Schriftgröße gibt wie anderen, in meinem Fall eben dem M und dem G. Wenn man das macht wird man sehen, dass durch die Verkleinerung der Buchstaben die Strichstärke im Vergleich mit den noch großen Buchstaben schmäler ist. Das sieht nicht gut. Deswegen nehme ich weitere manuelle Verbesserungen an den einzelnen Buchstaben vor indem ich das M und das G in Pfade umwandle. Dadurch erhalte ich Ankerpunkte die ich nun, wie man das von anderen Vektorflächen kennt, verschieben kann um die Flächen breiter werden zu lassen. Durch diese Korrekturen wirkt das Schriftbild wieder homogen

Manuelle Anpassungen am Schriftsatz
Strichstärke ausgleichen mit Pfaden

Soweit also meine ersten Roh-Entwürfe für Mageia. Da ich selbst noch keinen wirklichen Favoriten habe und noch nicht ganz zufrieden bin mit meinen Ergebnissen, werde ich sicher noch weitere Entwürfe gestalten. In meinen nächsten Versuchen werde ich dann wohl doch auch mal das Thema Magie ein wenig stärker aufgreifen und auch versuchen den Mandriva-Stern, als Symbol für die Herkunft der Dristribution, zu integrieren.

Fazit:

Gewisse Text-Anpassungen wie z.B. das Ausgleichen der Laufweite gestalteten sich in Inkscape eher schwierig, da man hier jeweils nur den Abstand zwischen zwei Buchstaben ausgleichen kann aber nicht übergreifend für ein ganzes Wort oder einen markierten Text. Das ist wirklich mühsam!
Da man beim Logo-Design aber ohnehin viele individuelle Text-Anpassungen vornehmen muss bietet es sich an die Buchstaben in Pfade umzuwandeln um ggf. die Strichstärke oder auch einzelne Buchstabenbereich zu verändern oder zur beschneiden und hier bietet Inkscape wirklich alles, was man braucht.

Logo-Varianten als animiertes GIF.

Kommentare
Mageia Logo
wobo (unangemeldet), Mittwoch, 29. September 2010 20:11:56
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Möglicherweise hat da die Information, dass Mageia noch kein Logo hat, zu einem falschen Schluss geführt. RIchtig ist, dass noch kein Logo vorhanden ist. Falsch ist, dass Mageia nach einem Logo sucht. Es wurde vielmehr ein Prozess zur Erstellung eines Logos und der damit einhergehenden CI in Gang gesetzt.

Genauer gesagt:

Der Prozess zum Finden eines Logos und einer CIist kein freier Grafikwettbewerb, bei dem jeder mal seine Phantasie und/oder Zeichenkünste spielen lassen kann. Der Prozess erstreckt sich vielmehr über mehrere aufeinander folgende professionell durchgeführte Schritte:

1. Festlegung der Charta von Mageia mit den Zielen und der Philosophie, kurz: der Identität des Projektes. Das ist zur Zeit in Arbeit, Ausführende sind die Gründer des Projektes.

2. Festlegung der grafischen Rahmenbedingungen für das Logo (beispielsweise Eignung für Schwarzweiß-Druck, einfache Linien, etc.) sowie der Farbrichtung. Ausführende sind ein Marketingexperte sowie die User, die Interesse an der entsprechenden DIskussion haben. Das findet in einer Mageia-Mailingliste oder einem Wiki statt.

3. Nach dem Bekanngeben der Ergebnisse aus Punkt 2. können entsprechende Entwürfe von jedermann/frau eingeschickt werden. Vermutlich wird dazu eine Flickr-Gruppe benutzt.

4. Auswahl der besten Entwürfe, Verfeinern und Endbearbeitung dieser Entwürfe.

5. Auswahl des Logos aus diesen Entwürfen.

Das ist ein Weg, der einige Zeit dauern wird. Allerdings ist die Frage des Logos auch nichts, was man mal eben so husch-husch entscheidet. Die Informationen darüber wird man in den Mageia-Mailinglisten und/oder auf http://mageia.org bzw der deutschen Unterseite finden

wobo



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MAGEIA Logo Design !!!
Ulf B., Sonntag, 26. September 2010 23:41:58
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Mir gefallen Deine Enwürfe schon ganz gut. Insbesondere der mit dem Würfel mit dem integrierten M. Interessant wäre ja eine Explosion oder eine Abfaltung des Würfels, bei dem auf jeder Seite ein Buchstabe steht.

PS: Bin kein Fan von Mandriva bzw. MAGEIA



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Inkscape vs. GIMP
silke Kothe, Sonntag, 26. September 2010 18:25:40
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Es geht eventuell nur mir so, aber ich habe das Sommer-Spezial so verstanden, dass hier die Möglichkeiten von GIMP gezeigt werden.
Hier ist aber mal wieder ein Beitrag über Inkscape.
Ich finde ja auch Inkscape recht gut, wenn ich es auch nicht mit Adobe Illustrator vergleichen kann. Aber Inkscape ist kein AddOn für GIMP sondern ein eigenständiges Malprogramm, so wie Paint im Windows und hat im GIMP-SommerSpezial nach meiner Meinung nichts zu suchen.


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Re: Inkscape vs. GIMP
Wolfgang Kerschbaumer, Sonntag, 26. September 2010 19:09:33
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HI, ich glaub das siehst du nicht ganz richtig, beim Sommer-Spezial 2010 geht es nicht ausschließlich um GIMP, sondern wie es unter [1] steht um den "Umstieg auf freie Grafikprogramme" allgemein.

[1] http://www.linux-community....l-2010-Das-sind-die-Kandidaten


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Re: Inkscape vs. GIMP
Heinrich Pape, Dienstag, 28. September 2010 21:21:43
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Danke für die Klarstellung ... wobei ich auch eher von den Möglichkeiten in GIMP erfahren will.


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Re: Inkscape vs. GIMP
Annamaria Boheim, Sonntag, 26. September 2010 21:31:39
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Liebe Silke,

schade, dass viele Community-Mitglieder offensichtlich nicht wissen, worum es beim Sommer-Spezial wirklich geht. Denn wie Wolfgang schon erwähnt hat geht es um den Umstieg auf freie Grafikprogramme im Allgemeinen. Das kann man hier auch nochmal nachlesen: http://www.linux-community.de/Community/Sommer-Spezial

Eine Sache möchte ich noch ergänzen: Das kann ich einfach so nicht stehen lassen, denn Inkscape ist kein "Malprogramm, so wie Paint im Windows ...", dabei kommt Inkscape nun wirklich nicht gut weg ;-), denn es ist tatsächlich ein Programm für Vektor-Illustration und -Gestaltung und deswegen besser zu vergleichen mit Adobe Illustrator.


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Re: Inkscape vs. GIMP
Heinrich Pape, Dienstag, 28. September 2010 21:22:47
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Dem kann ich nur bei pflichten.


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Infos zum Autor

Annamaria Boheim

Annamaria Boheim

... ist Diplom Designerin, Linux-, Gimp- und Co. interessiert und versucht gerade sich im Community Sommer Spezial 2010 mit freien Grafikprogrammen anzufreunden.

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