Flamewars KDE vs. KDE
Wer kennt sie nicht, die Flamewars KDE vs. Gnome, seit Jahren liebevoll gepflegt. Wer KDE liebt mag Gnome meist gar nicht und umgekehrt. Best Flamewar 2009 wird aber ein anderer: KDE3 vs. KDE4.
Warum polarisiert KDE4 so stark, warum wird diese Debatte so emotional geführt? Bei sidux (basiert auf debian unstable) wird KDE4 seit 5 Wochen per dist-upgrade installiert. Im sidux Forum spriessen seitdem die Threads um KDE4 aus dem Boden. Einige davon amüsant bis sehr nervig: Tenor: Ich will mein KDE3 wiederhaben. Egal wie oft ich antworte: KDE3 ist in unstable und sehr bald auch in testing mausetot [RIP] und mit vertretbarem Aufwand nicht zurückzuholen und selbst dann unsupportbar, der nächste Poster will trotzdem KDE3 zurück
Desktopumgebungen scheinen mehr zu sein als sonstiger Code. Ich verstehe Leute die sagen, ihre Arbeitsweise, in Jahren ausgefeilt, sei zum Teufel. Also bedarf es Zeit und Mühe den Workflow wieder herzustellen. Versüsst wird dies aber doch durch ein meiner Meinung nach sehr gefälliges Erscheinungsbild, viele neue Techniken im Hintergrund (akonadi, nepomuk) die zugegebenermaßen ihr Potential erst noch entfalten müssen. Ich freu mich drauf.
Ich kann nicht verstehen dass User behaupten KDE4 sei eine Fehlentwicklung und zum Scheitern verurteilt. Ebensowenig verstehe ich die Behauptung es sei zum produktiven Arbeiten viel zu fehlerhaft. Wäre ich dieser Annahme würde ich mir eine andere Desktopumgebung suchen.
Im Großen und Ganzen bemängele ich dass viel zu viel und auf falschem Niveau gemeckert wird anstatt fleissig Bugreports zu schreiben und gewiss zu sein das KDE4 das beste KDE aller Zeiten wird. In diesem Sinne, bitte lasst uns den richtigen Baum anbellen.
