Oh je, KDE

Oh je, KDE
16.12.2009 22:52

Seit meinen ersten Linuxversuchen vor neun Jahren bevorzuge ich KDE. Dieser Desktop kommt mir einfach funktioneller und weniger kitschig (Gnomefreaks werden jetzt sicher meutern) als Gnome vor. Bis Version 3.x war ich mit KDE rundum zufrieden, seit der Umstellung auf Version 4 hakt es aber an allen Ecken. KDE 4.3 lief dann ziemlich gut und mit jedem Update wurde es besser. Dann geschah Unglaubliches:

Da ich mein System OpenSuSE 11.1 produktiv einsetze und auch fast ausschliesslich mit dem Linuxrechner ins Internet gehe, sind meine Updates auf aktuellem Stand. Beim letzten Update lieferte KDE aber statt einer erwarteten stabilen Version, die 4.3.80 genannte, instabile Version, die sich leider erst nach der Installation durch Blick auf die Systeminfo als 4.4 Beta1 entpuppte!

Es ist nicht zu fassen. Wären die Pakete als Beta gekennzeichnet gewesen hätte ich das Update nie gemacht und hätte jetzt nicht den Ärger. Dolphin und Konqueror stürzen laufend ab, Kwin, Plasma und die Systemeinstellungen laufen ebenfalls nicht stabil und Abmeldung, Neustart und Herunterfahren funktionieren unter KDE einfach nicht mehr. Ich vertehe diese Verschleierung nicht, schließlich ist nicht jeder ein Insider und weiß, welche Versionsnummern sicher sind oder nicht. Mir bleibt nur, geduldig zu warten bis alles wieder funktioniert oder ein Downgrade. Das wär sicher die bessere Lösung, würde mit meinem erbärmlich langsamen Vodafone-Mobilzugang aber Tage dauern.


Kommentare
Neuer alter Ärger
Achim Frank, Sonntag, 20. Dezember 2009 22:44:50
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Als OpenSuSE 11.0 erschien, installierte ich es zuerst auf meinem bis dahin noch linuxfreiem Notebook, war damit allerdings nicht so zufrieden und behielt auf meinem PC lieber mein einwandfrei funktionierendes 10.3. Daran änderte auch Version 11.1 nichts. Eine notwendige Neuinstallation nach einem Hardwareschaden und das gerade erst erschienene "jetzt endlich für produktive Zwecke taugliche KDE 4.2" veranlassten mich vor einigen Monaten zu einem Umstieg auf OpenSuse 11.1 mit KDE 4.2 auf meinem Hauptrechner. Aber das System lief nicht rund. Unter anderen Problemen konnte ich auch hier aus KDE den Rechner weder herunterfahren noch neustarten, Dolphin stürzte häufig ab und Dateien mit Umlauten wurden im Netzwerk als nicht vorhanden angezeigt. Ein zu Testzwecken installierter Gnome funktionierte einwandfrei, hier liefen auch KDE-Komponenten wie z.B. Dolphin problemlos also denke ich schon, dass der Fehler bei KDE 4 lag. Nachfolgende Updates beseitigten nach und nach die Probleme und die kurz darauf erschienene KDE-Version 4.3 war dann wirklich praxistauglich. Seit Monaten führe ich die Updates nur noch durch um evtl. vorhandene Sicherheitslöcher zu stopfen und nie war mein System in dieser Zeit instabil! Das verwendete Repo ist natürlich nicht original Suse aber es liegt auf dem OpenSuse-Server und wurde seinerzeit von einem Linuxmagazin für KDE4.3-Updates empfohlen. Was mich ärgert ist, dass die KDE-Pakete vor dem Update nicht als 4.4 Beta zu erkennen waren. Für mich als unbedarften Anwender sind als 4.3.x bezeichnete Pakete stabile Nachfolgepakete für bestehende 4.3-Versionen und nicht Vorgängerpakete für die kommende Version 4.4. Das ist ausgesprochen verwirrend und schafft unnötigen Ärger beim Anwender. Selbstverständlich bleibe ich meiner Lieblingskombination OpenSuSE mit KDE weiterhin treu, aber ab und zu muss man den Ärger loswerden. Was mich allerdings noch interessieren würde ist, was an der kommenden KDE-Version derart anders ist, dass nach einem einfachen Update der gesamte Desktop instabil wird?


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sebastian (unangemeldet), Donnerstag, 17. Dezember 2009 12:56:40
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Das ist ja echt nicht gute Werbung für Suse. Solltest dringend prüfen ob der Fehler nicht eher bei Dir liegt. Wird sicher ein Fehler an den Paketquellen sein. Ich habe 11.2 hier seit Release laufen und nicht solche Probleme.

Im Gegenteil: Das Projekt hat ja gerade zum ersten Mal entschieden, einen Versionssprung innerhalb eines Releases zu machen und hat dafür schon viel Kritik bekommen. Dabei geht es aber um den Sprung auf das letzte KDE 4.3, welches nur Fehlerbereinigungen enthält. Und das aus dem nachvollziehbaren Grund, da die neue 4.3 auch in Suse Enterprise drin ist und man nicht zwei minimal unterschiedliche 4.3s pflegen wollte.

Beta gibt es in Suse kaum, ist alles sehr stabil. Was allerdings auffiel ist die Entscheidung, KDE 3 mit aller Gewalt aus 11.2 zu entfernen: KDevelop 4 etwa ist wirklich Beta und offiziell in 11.2.


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Oh je, Achim Frank
max. (unangemeldet), Donnerstag, 17. Dezember 2009 08:57:54
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Du hast dann wohl die falschen Repos eingebunden. KDE 4.4 beta1 (das ist KDE 4.3.80) befindet sich _nicht_ in einem offiziellen OpenSuse-Repository. Selber schuld, kann ich da nur sagen.


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Nicht eher "Oh je OpenSuSE" ?
Odol (unangemeldet), Donnerstag, 17. Dezember 2009 07:57:56
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Meinst du damit wirklich dass du, wegen der falschen Versionsangabe, den Fehler KDE zuordnest? Das ist doch eindeutig ein Fehler von OpenSuSE. Unter Gentoo war die 4.4 beta so lange gesperrt, bis ich sie explizit erwünscht habe.

Zu den häufigen Abstürzen der 4.4beta bei dir, kann ich auch nicht sagen woran es liegt. Bei mir läuft sie unter Gentoo auch nicht 100% rund. Diverste Systemeinstellungen werden nicht gespeichert. Über Abstürze kann ich mich hier aber nicht beklagen. Eventuell würde es sich bei dir lohnen, das "~/.kde4" - Verzeichnis mal umzubenennen, und zu testen ob es mit den leeren/neuen Settings besser läuft.


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Re: Nicht eher "Oh je OpenSuSE" ?
Falsch Repos (unangemeldet), Donnerstag, 17. Dezember 2009 15:02:34
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Kein Fehler von OpenSuse, sondern zu 99,99% einfach die falschen Repos eingbunden.


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