eSATA rulez!

eSATA rulez!
19.05.2009 11:20

Gestern rüstete ich endlich mal meinen Heimrechner (Quad G5) auf eSATA um mittels einer sehr günstigen LaCie eSATA-Karte und dazu passender externer Quadra d2 Quad-Interface-Festplatte vom selben Hersteller. Ich hatte es einfach satt, dass das lahme USB2 alle Festplatten ausbremst. Selbst Firewire 800 ist noch deutlich langsamer als moderne HDs, also fiel die Wahl auf eSATA. Da ließ ich mir es natürlich nicht nehmen, den Durchsatz mit den unterschiedlichen Interfaces auch zu testen:

10GB Datei schreiben:
FW800: 2:55 = 58,5 MB/s
FW400: 5:23 = 31,7 MB/s
USB2.0: 10:57 = 15,6 MB/s
eSATA: 1:40 = 102,4 MB/s

10GB Datei lesen:
FW800: 2:30 = 68,3 MB/s
FW400: 4:36 = 37,1 MB/s
USB2.0: 10:54 = 15,7 MB/s
eSATA: 1:50 = 93,1 MB/s

(Speedmessungen unter MacOS 10.4, LinuxPPC kommt noch!)

Über 100MB/s, ich bin sehr beeindruckt! eSATA hält wirklich sein Versprechen und ist so schnell, dass beim Lesen von der Quadra d2 die interne (fast volle) Platte gar nicht mehr mitkommt und folglich ein langsamerer Wert als beim Schreiben auf die externe Platte zustande kommt. Sehr schön sieht man auch, wie unglaublich langsam USB 2.0 unter MacOS ist (ist wohl ein Prioritätenproblem mit dem Treiber, denn unter Linux auf demselben Rechner ist es schneller!)

Auch CPU-Last ist fast keine zu bemerken. Ich bin happy und USB3.0 kann meinetwegen bleiben, wo der Pfeffer wächst, v.a. weil das erwartungsgemäß wieder ordentlich Last auf die CPU legen wird dank dem ganzen Polling.

(Schade, dass das eSATA-Logo so hässlich ist. Wer hat das denn bitte verbrochen? Kein Vergleich zum Firewire-Logo oder sogar dem USB-Dreizack!)


Kommentare
Vorteile von USB liegen woanders
SilenceMessiah (unangemeldet), Dienstag, 19. Mai 2009 12:39:11
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Das USB nicht die schnellste Verbindung bietet, ist ja nun hinlänglich bekannt. Sein Vorteil liegt eben in der universellen Verwendbarkeit.

Ich stimme Dir zu, wenn USB 3.0 nicht maßgeblich schneller wird, als eSATA kann man sich die Entwicklung tatsächlich sparen. Für andere Zwecke als externe Speichermedien reicht auch USB 2.0.




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Re: Vorteile von USB liegen woanders
Daniel Kottmair, Dienstag, 19. Mai 2009 13:22:57
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Ja, aber trotzdem werden immer noch 95% aller externen Festplatten mit USB2 verkauft... Seit dem langsamen Aussterben von Firewire ist es sogar noch schlimmer geworden, für Platten mit FW oder gar eSATA ist ordentlich mehr Kohle fällig, die Gehäuse allein kosten gleich mal 70 Euro, während man für knapp über 10 Euro schon USB-only Gehäuse kriegt...

Mir war so, als wäre eSATA gar keine Idee von Intel gewesen (obwohl SATA ja explizit einen externen Anschluss vorsah, wie PCI Express übrigens auch!). Das würde erklären, warum es sich nicht schon lange für externe Festplatten als Standard etabliert hat, denn hier gilt genau dasselbe wie bei Firewire: Wenn's nicht *jeder* Chipsatz und jedes Board/jeder Laptop integriert hat, wird es sich einfach nicht als Standard etabilieren. Das bisschen Geld für ne extra Buchse ist bei den Motherboardherstellern halt immer da, damit man noch was zusätzlich auf die Packung schreiben kann, für nen eigenen Chip reicht's wohl nicht...
Allerdings ist für eSATA ja gar kein eigener Chip fällig, man müsste nur eine der internen SATA-Buchsen nach außen legen... Sehr mysteriös, warum das immer noch eine Nischenlösung zu sein scheint, Laptops mit eSATA sind immer noch viel zu selten!...


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