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Kirstens Linux Diary/Trolle

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05.10.2009

Liebe angemeldete und unangemeldete Linux-UserInnen,

aus gegebenem Anlass möchte ich meinen heutigen Eintrag einem Thema widmen, für welches mein Bewusstsein erst im Rahmen meines Einstiegs in die Linux-Materie geschärft wurde - der Spezies Trolle !

Skandinavisch vorgeprägt, kannte ich Trolle bislang als durchaus ungehobelte, aber urige Gesellen mythologischen Ursprungs, die sich perfekt in die rauhe, zuweilen zerklüftete Wildnis des faszinierenden Nordens einfügen. Erst vor kurzem brachte mir meine Familie aus einem Urlaub am Nordkap einen wunderschön illustrierten Kalender aus der Feder des norwegischen Trollkenners Ivar Rödningen mit, der zu meinen erklärten Lieblingsstücken zählt. Bei Recherchen im Internet stösst der Interessierte denn auch auf eine Troll-Page, die die so Betitelten - wie ich finde - zutreffend charakterisiert : 'Bei Trollus trollius handelt es sich um scheue, in der Regel nachtaktive Sohlengänger, die über ein sehr gutes Seh-, Hör- und Geschmacksvermögen verfügen, bis zu drei Köpfe und bis zu neun in einem Haarbüschel endende Schwänze haben und Anzeichen von Intelligenz zu besitzen scheinen, wofür allerdings noch kein wissenschaftlicher Beweis erbracht worden ist. In Gefangenschaft sind sie nicht lebensfähig.'

Dass aus humorvollen Betrachtungen schnell ein ernster Hintergrund erwachsen kann, zeigen die unerwartet diffamierenden Kommentare auf Kosten meiner Sommer-Spezial-Mitgewinnerin Martina, die mich nicht nur nachdenklich gemacht, sondern auch dazu veranlasst haben, die Bezeichnung TROLL in anderem Kontext nachzuschlagen. Starken Rückhalt gab es aus den Reihen der LC-Mitglieder, die die unsachlichen Attacken als Troll-Postings verurteilten oder schlicht zu Don't feed the trolls rieten. Lt. Wikipedia wird in der Netzkultur ein Autor als Troll bezeichnet, dessen Ziel sowohl das Diskutieren um des Diskutierens willen als auch Diskreditierung oder schlichtweg Provokation ist. So sehen sich manche Trolle aber auch als Warnende, die auf gekonnt subtile bis provokante Art auf Misstände hinweisen und ein Forum vor der Übermacht einseitiger Meinungen bewahren wollen ...

Inspiriert durch die Tatsache, unter den glücklichen Gewinnern einer so attraktiven Auslosung zu sein, verpflichtet man sich gern zu regelmässigem Rapport und geht in seiner Pioniersfreude möglicherweise manchmal unbedarft zu Werke. Mit eigenen Beiträgen regelmässig im Rampenlicht oder - Kehrseite - Kreuzfeuer der Kritik zu stehen, ist für einen ansonsten eher reservierten Zeitgenossen auch erst einmal gewöhnungsbedürftig. Welche Motive auch immer einzelne Kommentatoren antreiben; ich spreche sicher im Sinne meiner Mitstreiter, dass Alle alles Erdenkliche daran setzen, um der Sache gerecht zu werden. Daher mein Appell : STAY FAIR !!!

Morgen wartet ein anstrengender Arbeitstag, weswegen ich mich jetzt zur Nachtruhe trolle ;)

Seid herzlich gegrüsst von K i r s t e n


Kommentare
Schöner Beitrag
max. (unangemeldet), Dienstag, 06. Oktober 2009 11:27:56
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Trolle gibt es zwar auf allen Foren, ist also nicht unbedingt relevant für Linux aber ich finde deinen Beitrag trotzdem schön. Besoders der Satz

"Anzeichen von Intelligenz zu besitzen scheinen, wofür allerdings noch kein wissenschaftlicher Beweis erbracht worden ist"

passt doch auf so manchen Beitrag :-)


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Re: Schöner Beitrag
Martina (unangemeldet), Dienstag, 06. Oktober 2009 12:38:19
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Hallo Kirsten,

da schließ ich mich dem Kommentar von max. (unangemeldet) an :-)

Gruß Martina


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Sinn und Zweck
unangemeldet (unangemeldet), Dienstag, 06. Oktober 2009 07:33:38
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Ich bin hier, weil ich gerne etwas ueber Umstiegserfahrungen lesen moechte, und faende es deshalb schoen, wenn wieder zum eigentlichen Thema zurueckgekehrt wuerde.
Vielleicht sollte man einfach versuchen, drueber zu stehen, als nun ein riesen Ding daraus zu machen. Letzteres wuerde dies zumindest fuer mich voellig uninteressant machen.


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Re: Sinn und Zweck
meo (unangemeldet), Dienstag, 06. Oktober 2009 08:44:15
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naja Trolle sind nun einmal (zumindest die Spezies Forum Trollus) extrem nervtötend, sodass ich durchaus verstehen kann weswegen Neulinge einer Community schnell verärgert reagieren können.

@unangemeldet: Umstiegserfahrungen muss man meiner Ansicht nach selbst erleben, denn wo z.B. Harald kein Problem hat, haben andere Einsteiger z.B. eins. Daraus ergibt sich doch, das man die Einstiegserfahrungen nicht pauschalisieren kann und somit selbst probieren (und vor allem ERLEBEN) muss.

Je mehr Ein-/Umsteiger ihre Probleme und Wünsche den Distributeuren, den Maintainern, den Hardwareherrstellern oder den Programmierern mitteilen umso besser! Denn damit verbessert ihr (und wir alle) das was wir benutzen wollen (und das sollte OSS sein)!


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Re: Sinn und Zweck
Harald Merk (unangemeldet), Dienstag, 06. Oktober 2009 10:32:49
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Hallo an alle !

Ich muss wirklich sagen, dass ich wirklich Glück hatte mit dem Netbook, Ubuntu und der Konfiguration. Einerseits führt das dazu, dass ich nicht wirklich viel schreiben kann über meinen Umstieg, da alles funzt. Andererseits kommt man nur weiter und das habe ich auch bei Windows gesehen, wenn man Probleme hat und diese lösen muss.

Ich bewundere deshalb meine Mitstreiter für die Geduld die manche aufbringen und die dummen Sprüche von manchen Usern bzw Community Mitgliedern die sie aushalten müssen.

Hier sind sicher viele Linuxfreaks die Linux als Erlösung sehen und nicht als Herausforderung wie für uns.

Habt Spass mit Linux......

Harald


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Re: Sinn und Zweck
TeaAge (unangemeldet), Dienstag, 06. Oktober 2009 10:25:34
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Naja,

Probleme, die ja offensichtlich vorhanden sind, immer zu ignorieren ist wohl nicht immer die beste Lösung.
Ich finde es wichtig, dass die Community hier aktiv wird und ganz klar ihrem Missmut zum Ausdruck bringt, so wie es hier in lesenswerter Form geschehen ist.

Gruß,
TeaAge


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Infos zum Autor

Kirsten

Kirsten Spranger

Mein Name ist Kirsten Spranger, bekennendes Mitglied der Generation 40+, sowohl Mutter PC-begeisterten Nachwuchses als auch Göttergattin eines softwaretechnisch versierten und Linux zugeneigten Ehemannes, dessen umfangreichen Fundus an Fachzeitschriften ich eher zufällig durchblätterte, um dabei auf den Aufruf zur Teilnahme am Sommer-Spezial zu stossen.

Als passionierte Home-Workerin im Kunststoffvertrieb tätig, nutze ich Windows seit ca. einem Jahrzehnt sowohl beruflich als auch privat ausschliesslich und bin im Umgang mit Linux wahrscheinlich das unbeschriebenste
aller Blätter, da mir bislang noch keinerlei Erfahrungswerte vorliegen.

Nun unter den glücklichen Gewinnern zu sein und die Chance zu bekommen, zu neuen Ufern aufzubrechen, erfüllt mich mit Begeisterung und als waschechte Hanseatin kann ich den Sprung ins ( hoffentlich nicht zu ) kalte Fahrwasser kaum abwarten.

Gruss aus dem Hamburger Umland.

K i r s t e n

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