Öffentlichen Druck erzeugen.
Auch die FSFE ist auf dem Linuxtag vertreten. Free Software Foundation Europe (Halle 7.2b, Stand 102a) Und auch hier machen wir die Besucher darauf aufmerksam das wir den Rückschnitt des AA zu Proprietärer Software kritisch begleiten und nachfragen. Das Linux Magazin hat in seiner Aktuellen Printausgabe einen längeren Artikel zu den Umständen der Rück- Migration geschrieben. Dort kommen auch einige Experten zu Wort. Unter andrem auch unser Koordinator M. Kirschner. Die FSFE hat heute eine eigene Pressemitteilung herausgegeben die ich hier mal veröffentlichen möchte. Wer zufällig in Berlin ist kann uns ja am Stand besuchen und mit uns darüber diskutieren.
Am Ende der PM ist ein Link zu einem Eterpad. Das ist eine Software um gemeinsam an einem Dokument zu arbeiten. Das bereitgestellte Dokument ist eine Netz Öffentliche Plattform zur Kommentierung der Fragen. Mitmachen ist also wieder mal ausdrücklich erwünscht.
= Bundesregierung: Unwissenheit oder Angriff auf Freie Software? =
[Permante URL http://fsfe.org/news/2011/news-20110511-01.de.html ]
Berlin 11. Mai 2011. Im Fall der Abkehr des Auswärtigen Amtes von Freier Software verwickelt sich die Bundesregierung in Widersprüche. Die Reaktion der Regierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen wirft mehr Fragen auf, als sie beantwortet.
"Viele der Antworten zeigen, dass die Bundesregierung entweder wichtige Aspekte Freier Software nicht verstanden hat, oder dass die Regierung hier bewußt Freie Software im Allgemeinen und Freie Software-Unternehmen attackiert.", sagt Matthias Kirschner, Deutschlandkoordinator der Free Software Foundation Europe (FSFE).
So bestreitet die Regierung, dass die Entwicklungen im Auswärtigen Amt eine "Abkehr von der bisherigen ausschließlich auf quelloffener Software basierenden IT-Strategie" darstellen. Gleichzeitig bestätigt sie jedoch, dass die Behörde auf Microsoft Windows 7 und Office 2010 migieren wird.
"Die Behauptungen, dass Freie Software schlechter benutzbar sei, höhere Hardware-Kosten verursache und es an Gewährleistung mangele, gehören wohl eher ins Reich der Fantasie als in eine Antwort der
Bundesregierung", so Elmar Geese, Vorsitzender des Linux-Verbands.
Daneben wirft die Antwort der Regierung neue Fragen auf. So erwähnt die Regierung, dass 4,3 Millionen Euro für eine "quelloffene Bundesdistribution" ausgegeben aber offenbar nie fertig gestellt wurde.
"Wir fragen uns natürlich, was mit diesem Projekt passiert ist, und wofür die Regierung das Geld eigentlich ausgegeben hat", sagt Matthias Kirschner.
Die FSFE und der Linux-Verband werden zusammen mit Interessierten an einer Analyse der Antwort arbeiten.
- Die Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage
http://www.von-notz.de/downloads/antwort-ka_bmi_quelloffene-software-aa_03-05-2.pdf
- Erste Kommentare http://blogs.fsfe.org/mk/?p=781
- Öffentliche Plattform zur Kommentierung der Fragen
http://etherpad.fsfe.org/1TyQlboVdF
== Über die Free Software Foundation Europe ==
Die Free Software Foundation Europe (FSFE) ist eine gemeinnützige,
regierungsunabhängige Organisation, die in vielen Ländern Europas aktiv und
in vielen globalen Aktionen involviert ist. Der Zugang zu Software
entscheidet über die Teilhabe an der digitalen Gesellschaft. Um
Chancengleichheit im Informationszeitalter und die Freiheit des Wettbewerbs
sicherzustellen, widmet sich die Free Software Foundation Europe (FSFE) der
Förderung Freier Software, welche dadurch definiert wird, dass sie von jedem
Menschen uneingeschränkt benutzt, untersucht, verändert und weitergegeben
werden kann. Dies ins öffentliche Bewusstsein zu rücken und der Freien
Software politische und rechtliche Sicherheit zu verschaffen, sind die
wichtigsten Ziele der FSFE, die 2001 gegründet wurde.
Weitere Informationen über die Arbeit der FSFE finden Sie auf
http://fsfe.org/
Kontakt: Matthias Kirschner, Free Software Foundation Europe,
Linienstr. 141, 10115 Berlin, t +49-30-27595290, m +49-1577-1780003
== Über den Linux-Verband ==
Der LIVE Linux-Verband ist die Interessenvertretung der
Open-Source-Unternehmen in Deutschland und Europa. Unser Ziel ist die weitere
Verbreitung von Open-Source-Software und offenen Standards. Den Mitgliedern
bieten wir seit mehr als zehn Jahren ein einzigartiges Netzwerk zum
Informationsaustausch, zur Zusammenarbeit und zum gemeinsamen Ausbau unseres
erfolgreichen Geschäfts mit Freier Software. Wir dienen Medien, Wirtschaft,
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