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11.05.2011 15:25

Auch die FSFE ist auf dem Linuxtag vertreten. Free Software Foundation Europe (Halle 7.2b, Stand 102a) Und auch hier machen wir die Besucher darauf aufmerksam das wir den Rückschnitt des AA zu Proprietärer Software kritisch begleiten und nachfragen. Das Linux Magazin hat in seiner Aktuellen Printausgabe einen längeren Artikel zu den Umständen der Rück- Migration geschrieben. Dort kommen auch einige Experten zu Wort. Unter andrem auch unser Koordinator M. Kirschner. Die FSFE hat heute eine eigene Pressemitteilung herausgegeben die ich hier mal veröffentlichen möchte. Wer zufällig in Berlin ist kann uns ja am Stand besuchen und mit uns darüber diskutieren.

Am Ende der PM ist ein Link zu einem Eterpad. Das ist eine Software um gemeinsam an einem Dokument zu arbeiten. Das bereitgestellte Dokument ist eine Netz Öffentliche Plattform zur Kommentierung der Fragen. Mitmachen ist also wieder mal ausdrücklich erwünscht.

= Bundesregierung: Unwissenheit oder Angriff auf Freie Software? =

[Permante URL http://fsfe.org/news/2011/news-20110511-01.de.html ]

Berlin 11. Mai 2011. Im Fall der Abkehr des Auswärtigen Amtes von Freier Software verwickelt sich die Bundesregierung in Widersprüche. Die Reaktion der Regierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen wirft mehr Fragen auf, als sie beantwortet.

"Viele der Antworten zeigen, dass die Bundesregierung entweder wichtige Aspekte Freier Software nicht verstanden hat, oder dass die Regierung hier bewußt Freie Software im Allgemeinen und Freie Software-Unternehmen attackiert.", sagt Matthias Kirschner, Deutschlandkoordinator der Free Software Foundation Europe (FSFE).

So bestreitet die Regierung, dass die Entwicklungen im Auswärtigen Amt eine "Abkehr von der bisherigen ausschließlich auf quelloffener Software basierenden IT-Strategie" darstellen. Gleichzeitig bestätigt sie jedoch, dass die Behörde auf Microsoft Windows 7 und Office 2010 migieren wird.

"Die Behauptungen, dass Freie Software schlechter benutzbar sei, höhere Hardware-Kosten verursache und es an Gewährleistung mangele, gehören wohl eher ins Reich der Fantasie als in eine Antwort der

Bundesregierung", so Elmar Geese, Vorsitzender des Linux-Verbands.

Daneben wirft die Antwort der Regierung neue Fragen auf. So erwähnt die Regierung, dass 4,3 Millionen Euro für eine "quelloffene Bundesdistribution" ausgegeben aber offenbar nie fertig gestellt wurde.

"Wir fragen uns natürlich, was mit diesem Projekt passiert ist, und wofür die Regierung das Geld eigentlich ausgegeben hat", sagt Matthias Kirschner.

Die FSFE und der Linux-Verband werden zusammen mit Interessierten an einer Analyse der Antwort arbeiten.

- Die Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage

http://www.von-notz.de/downloads/antwort-ka_bmi_quelloffene-software-aa_03-05-2.pdf

- Erste Kommentare http://blogs.fsfe.org/mk/?p=781

- Öffentliche Plattform zur Kommentierung der Fragen

http://etherpad.fsfe.org/1TyQlboVdF

== Über die Free Software Foundation Europe ==

Die Free Software Foundation Europe (FSFE) ist eine gemeinnützige,

regierungsunabhängige Organisation, die in vielen Ländern Europas aktiv und

in vielen globalen Aktionen involviert ist. Der Zugang zu Software

entscheidet über die Teilhabe an der digitalen Gesellschaft. Um

Chancengleichheit im Informationszeitalter und die Freiheit des Wettbewerbs

sicherzustellen, widmet sich die Free Software Foundation Europe (FSFE) der

Förderung Freier Software, welche dadurch definiert wird, dass sie von jedem

Menschen uneingeschränkt benutzt, untersucht, verändert und weitergegeben

werden kann. Dies ins öffentliche Bewusstsein zu rücken und der Freien

Software politische und rechtliche Sicherheit zu verschaffen, sind die

wichtigsten Ziele der FSFE, die 2001 gegründet wurde.

Weitere Informationen über die Arbeit der FSFE finden Sie auf

http://fsfe.org/

Kontakt: Matthias Kirschner, Free Software Foundation Europe,

Linienstr. 141, 10115 Berlin, t +49-30-27595290, m +49-1577-1780003

== Über den Linux-Verband ==

Der LIVE Linux-Verband ist die Interessenvertretung der

Open-Source-Unternehmen in Deutschland und Europa. Unser Ziel ist die weitere

Verbreitung von Open-Source-Software und offenen Standards. Den Mitgliedern

bieten wir seit mehr als zehn Jahren ein einzigartiges Netzwerk zum

Informationsaustausch, zur Zusammenarbeit und zum gemeinsamen Ausbau unseres

erfolgreichen Geschäfts mit Freier Software. Wir dienen Medien, Wirtschaft,

Verwaltung und Politik als unabhängiger Berater und vertreten aktiv die

Interessen unserer Mitglieder.

Mehr: http://www.linux-verband.de

Kontakt: Linux-Verband, Friedrichstr. 50, 10117 Berlin

E-Mail: gst@linux-verband.de


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Infos zum Autor

Michael a/k/a majestyx

Michael (Majestyx) Kappes

Inhaber einer kleinen IT Firma, arbeitet seit über 10 Jahren mit Freier Software.
(http://glx-consult.com)

Aktives Mitglied der FSFE Berlin (Fellow)
(http://blogs.fsfe.org/majestyx/)

Die meisten Wege legt er zu Fuß, per Rad oder Öffentlichen Verkehrsmitteln zurück. Sein Interesse gilt ins besonders der gegenseitigen Beeinflussung von Sozialen und gesellschaftspolitischen Bereichen auf und von Freier Software.

Zum Blog von Michael (Majestyx) Kappes →