Nicht nur der Eintritt war frei....

TUX "besetzt" die UNI P(r)otsdam ;)
TUX "besetzt" die UNI P(r)otsdam ;)
17.11.2010 08:04

Nun schon zum 7. mal fand in Griebnitzsee, dem Informatik Campus der Uni Potsdam, der Brandenburger Linux Informations- Tag statt. Organisiert von den beiden Lokalen Linux User Gruppen UpLUG (Potsdam) und BraLUG (Brandenburg) gab es wieder Vorträge, Workshops und eine menge interessante Aussteller rund um Open Source. & Co.

Unter dem Motto: „Eintritt Frei“ gab es im Vorfeld der Veranstaltung, dem Call of Papers so viele Einreichungen das ad hoc noch ein extra Panel mit Themen hinzu gefügt werden musste. Das breit gefächerte Themenspektrum umfasste Distributionen wie beispielsweise: „UBUNTU installieren und einrichten“, „OpenSuSE von A bis Z“ oder Infos und Workshops zu wichtigen Anwendungen wie GIMP, MC und Inkscape. Die meisten Vortragenden stellen Ihre Unterlagen nach der Veranstaltung Online zur Verfügung. Ein Blick auf die BLIT Homepage lohnt also auch im nach-hinein noch.

TYPO3 Stand | 7. BLIT

Gut 30 FOSS Projekte bildeten den Rahmen für die Informationsstände an denen sich die Besucher beispielsweise über TYPO3, Moodle oder OpenStreetmap informieren konnten. Das Büro 2.0 war ebenso wieder vertreten wie die neu gegründete „Open Source Gruppe Berlin“ (1) Die Veranstalter haben ca. 400 Besucher gezählt. Hier ist der trend ganz klar zu erkennen das immer Menschen sich für freie Software und das „drumherum“ interessieren. Mir persönlich hat es sehr gefallen das dass Publikum sehr gemischt war. Mütter und Väter mit Kinderwagen oder auch der Schüler mit seinen Großeltern. Und natürlich jede menge „Usual Suspects“ (2)

SKOLE APPS | 7. BLIT

Hier nun Beispielhaft und natürlich völlig willkürlich einige Vorträge und Workshops etwas näher. Der erste hieß:„Communitys verbinden!“. Von den beiden Referenten Frank Hofmann und Sebastian Andres. Es ging bei dem Vortrag darum eine stärkere Vernetzung untereinander zu erreichen. In 2008 wurde das Regionaltreffen von Berliner FOSS Gruppen und dem Berliner Umland ins Leben gerufen. Alle Interessenten aus den verschiedenen OpenSource-Strömungen sind explizit zu diesen Treffen eingeladen, um sich dabei persönlich kennenzulernen und um miteinander Wissen und Neuigkeiten auszutauschen. Aus Chemnitz kam dann noch spontan ein Gastredner hinzu der berichtete das Sie in Ihrer LUG einen turnusmäßigen Wechsel von „Verantwortlichen“ für die Treffen benennen. Auch das natülich auf freiwilliger Basis. (3)

LUG Vortrag | 7. BLIT

Der Vortrag mit dem Titel: „Aus Offen wird Frei“ gehalten von André Schnabel (4) zum Fork von Libre Office. War, auf Grund der Aktuellen Berichte, natürlich gut besucht. André konnte im Vortrag sehr gut deutlich machen das 60 freiwillige Entwickler nicht nur „mehr“ Code als 20 Festangstelle beitragen können, nein auch das Model des Grundsätzlich frei verfügbaren Wissens auf das dann Festangestellte oder Hauptberuflich angestellte Entwickler für ein Projekt arbeitende, nicht nur kognitiv von der Community partizipieren. Wenn ein Unternehmen also Libre Office einsetzen möchte und dabei auch noch die „Sicherheit“ haben möchte das Libre kompatibel zum eigenen Unternehmen bleibt, stellt das unternehmen eben zeitweise oder auch Hauptberuflich Know How ein um dafür zu sorgen. So wie Red Hat und andere Distributionen das tun. (4)

FSFE | 7. BLIT

Ein weiteres Highlight fand ich den Community Kalender. Abertausende Open Source Veranstaltungen – alle auf einen Blick! Mit einem Account des Benutzers auf dem Kalenderserver lasen sich Suchvorgänge und Ergebnisse speichern. Es gibt einen Auto reminder oder ICAL Import. Der Community Calendar ist ein Kalender fuer alle - zum Mitmachen, Verbessern und Vernetzen. Es ist ein Kalender fuer die vielen kleinen Vortraege und Workshop von Online Communities, aber auch von größeren Events und Konferenzen.

Jeder soll öffentliche und private FOSS Events eintragen, sowie auch die Informationen erweitern und verbessern können. Es soll möglichst viele Eingabe- und auch Ausgabe- Formate geben. Beispielsweise den upload per Email, tweet oder Web interface - und diverse download , beispielsweise als text/plain, text/html oder ical. Die Schnittstellen (APIs) sind offen, so dass auch jeder seine eigene Oberfläche, je nach Wunsch, kreieren kann. Der Kalender ist nicht nur Offene Software, sondern vor allem Freie Software. Noch wärend des Vortrags wurde spontan die Zusammenarbeit der gesamten Deutschsprachigen Open Source Community angeregt. Durch einen Besucher der wahrscheinlich aus Österreich angereist war und der wusste das es In Österreich als auch in der Schweiz ähnliche Projekte gibt. Ich werde hier natürlich über die Entwicklung auf dem laufenden halten. (5)

LYNX -Kalenderansicht | 7. BLIT

Eine Übersicht der Vorträge und Workshops befindet sich mittlerweile Online (6), dort findet man auch die Informationen und gegebenenfalls die Vortragsfolien oder ähnliches Material zum nachlesen.

Danke für die rege Teilnahme & bis zum nächsten Jahr, Anfang November !

Ahoi

Michael (majestyx)

LINKS

(1) http://www.opensourceberlin.de/

(2) https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Chaos_Communication_Congress

(3) http://blit.org/2010/zeitplan/events/86.de.html

(4) http://blit.org/2010/zeitplan/events/141.de.html

(5) http://blit.org/2010/zeitplan/events/141.de.html

(6) http://blit.org/2010/zeitplan/events/123.de.html

(7) http://blit.org/2010/zeitplan/day_2010-11-06.de.html


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Infos zum Autor

Michael a/k/a majestyx

Michael (Majestyx) Kappes

Inhaber einer kleinen IT Firma, arbeitet seit über 10 Jahren mit Freier Software.
(http://glx-consult.com)

Aktives Mitglied der FSFE Berlin (Fellow)
(http://blogs.fsfe.org/majestyx/)

Die meisten Wege legt er zu Fuß, per Rad oder Öffentlichen Verkehrsmitteln zurück. Sein Interesse gilt ins besonders der gegenseitigen Beeinflussung von Sozialen und gesellschaftspolitischen Bereichen auf und von Freier Software.

Zum Blog von Michael (Majestyx) Kappes →