Devils Lake
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Konsole

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Habe mal eine allgemeine Frage zur Konsole...

Da ich doch einige Zeit immer wieder auf Forums verbringe, die mich weiterbringen sollen im Verständnis für Linux, versuche ich auch die "Abfragen" die ich tätigen könnte in der Konsole. Ich wundere mich, warum ich meistens scheitere, mir die Konsole meldet, dass "command not found" oder das Betreffende nicht gefunden werden kann.
Mache ich ev. etwas Grundsätzliches falsch?
Wenn ich die Konsole aufrufe (ctrl+alt+t) steht /home/user>
Ist es ev. so, dass ich dort auf eine andere Ebene müsste damit es klappt?
Hätte Lust soviel auszuprobieren und werde immer wieder gestoppt weil es nicht geht oder nicht gefunden wird....

Gruss und gute Zeiten
toja

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Kommentare
Hilfreiche Seiten
Benjamin Quest, Dienstag, 17. November 2009 20:43:44
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http://www.linuxcommand.org/ ist eine nette Seite, die einen Mausschubser (wie Dich und mich) da abholt, wo er ist und ein ganz schönes Stück voranbringt.

Eine tolle Seite ist auch http://oreilly.com/linux/command-directory/ , eine Kommandozeilenbefehlsreferenz.

Ein komplettes Linux-Buch mit vielen Facetten gibt es online hier: http://www.dsl.org/cookbook/cookbook_toc.html

Der häufigste Grund für command not found ist der, daß Du als User versuchts Befehle auszuführen, für die Du Administratorrechte brauchst. Das ist zu einem guten Teil auch ein Grund, warum es "automatisierte Malware" unter Linux so schwer hat.
Der zweithäufigste Grund ist, daß das entsprechende Kommandozeilenwerkzeug nicht installiert ist (herzu dann evtl. mit dem Befehl im Paketmanager der Distribution suchen ...).
Grüße
b.


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Re: Hilfreiche Seiten
Toja Drees, Mittwoch, 25. November 2009 21:58:02
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Herzlichen Dank Benjamin
Das mit den Admin Rechten kam mir gar nicht in den Sinn, kann es sein dass ich das Gefühl habe ich sei eh Chef, grins.
Aber Du hast Recht, ich mag mich erinnern, dass ab und zu mal eine Meldung kam wenn ich im System herumhühnerte, dass ich dafür keine Berechtigung habe.
Das mit dem Kommandozeilenwerkzeug werde ich mal genauer untersuchen.
Du hast mir sehr geholfen mit Deinen Tips und vielen Dank für die Links. Helfende Hände sind etwas wunderbares.
Eine ganz gute Zeit und Grüsse
toja


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Groß- und Kleinschreibung
Kai (unangemeldet), Dienstag, 17. November 2009 16:08:09
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Hallo Toja,

das mag zwar als lächerlicher Tipp erscheinen, vielleicht weißt Du es auch schon, aber bei Linux (und ganz besonders in der Konsole) kommt es auf die Groß- und Kleinschreibung an. So wären beispielsweise Test.TXT und test.txt zwei separate Dateien.

Ebenso verhält es sich mit Konsolenbefehlen: wenn der Befehl ifconfig heißt und Du Ifconfig eingibst (mit großem i), wird der Befehl nicht gefunden. Die allermeisten Standardbefehle bestehen nur aus Kleinbuchstaben.

Noch ein Tipp: wenn Kommando aus vielen Buchstaben besteht, wie z. B. "traceroute", dann lohnt es sich oft, nur die ersten zwei, drei Buchstaben einzugeben und dann einmal oder mehrmals die Tabulator-Taste zu drücken. Dann werden Dir die verfügbaren Befehle angezeigt, die mit diesen Buchstaben beginnen. Ist die Buchstabenkombination eindeutig, wird gleich der komplette Befehl eingefügt.

Das selbe gilt im Prinzip auch für Dateinamen. Hier ist noch zu beachten, dass die Konsole, wenn das Arbeitsverzeichnis wie in Deinem Bespiel gerade /home/user/ ist, eine Datei in diesem Verzeichnis nur findet, wenn Du VOR den Dateinamen die Zeichenkombination "./" (Punkt Schrägstrich ohne Anführungszeichen) anfügst. Bei absoluten Pfaden wie /usr/bin oder unterhalb von /home/user liegenden Verzeichnissen wie Desktop/ ist das nicht nötig.


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Re: Groß- und Kleinschreibung
Toja Drees, Mittwoch, 25. November 2009 22:04:49
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Hallo Kai
Deine Tips waren keineswegs lächerlich sondern SEHR hilfreich, besonders der Tip mit der Tab Taste. Und nein, ich wusste nicht, dass es auf die Schreibweise draufan kommt, habe mich aber sehr bemüht genau abzuschreiben was ich in die Konsole tippen wollte.
Vielen Dank auch für die Erklärung betr. der Hirarchie der Dateinamen. Ich habe mir fast gedacht, dass ich nicht auf der richtigen "Stufe" bin und versucht mit alten DOS Befehlen an die ich mich noch erinnern konnte zu experimentieren, es aber nicht geschafft.
Du hast mein Linux Leben um einiges erleichtert :-) merci.
Einen schönen Abend und Grüsse
toja




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Es kommt darauf an...
Heinz-Stefan Neumeyer, Montag, 16. November 2009 16:38:54
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Hallo Toja

Es kommt darauf an, in wie weit Du das "Recht" hast, Befehle als normaler User auszuführen.
Das ausführen einer ganzen Reihe Befehle, die systemrelavante Auswirkungen haben könne, sind dier verwehrt. Diese Befehle liegen z.B. häufig unterhalb von /sbin oder /usr/sbin.
Es gibt dafür eine ganze Reihe Tricks, wie z.B. Deinen Suchpfad erweitern...

Aber wenn es z.B. nur um bestimmte Informationen geht reicht es, wenn Du diese Befehle einfach mit dem vollständigen Pfad aufrufst

/sbin/ifconfig

gibt Dir z.B. Details zu Deiner Netzwerk-Einrichtung

/usr/sbin/hwinfo

listet Dir viele wichtige Daten Deiner Hardware-Ausstattung - hwinfo muß dafür allerdings installiert sein.

Kurz und knapp - wenn also scheinbar so ein Befehl "versagt", dann mal mit einem dieser Pfade versuchen. Meist hat das dann Erfolg.

Wenn Du auf diese allerdings auf diese Art auch Befehle ausführen willst, die z.B. (s.o.) Deine Netzwerkeinstellungen verändern sollen, dann brauchst Du natürlich root-Rechte...


Gruß Stefan




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Re: Es kommt darauf an...
Toja Drees, Mittwoch, 25. November 2009 22:10:23
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Hallo Stefan
wow, vielen Dank für Deine hilfreichen Infos. Damit komme ich nun endlich weiter und verstehe sie sogar. Ich hatte noch nie soviele Zweifel an meinem "PC Verständnis" wie in diesem Linux Experiment.
Herzlichen Dank und Grüsse
toja


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Bist Du Admin (unter Linux "root" genannt)
Ulf B., Montag, 16. November 2009 00:06:15
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Hallo Toja,

zumeist musst Du Dir noch die Administrator Rechte besorgen. Diese nennen sich "root" und werden in einem normalen Terminal mit dem Befehl "su -" oder aber "sudo su" mit anschließender Abfrage des Passworts von "root" oder des Hauptbenutzers aktiviert (hängt von den Einstellungen und/oder der Distribution die Du verwendest ab).

Bist Du "root" musst Du etwas aufpassen, da Du mit diesen Rechten alles meist ohne Rückfrage machen darfst (incl. Zerstörung aller Daten auf Deinem PC durch löschen, partitionieren, usw.). Also immer Befehle die Du nicht kennst oder nicht eindeutig beschrieben sind mit dem Befehl "man" gefolgt mit den unbekannten Befehl erst überprüfen ob er nichts ungewolltes oder böses macht.

Ciao
Ulf


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Re: Bist Du Admin (unter Linux "root" genannt)
Toja Drees, Mittwoch, 25. November 2009 22:12:40
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Hallo Ulf
Du erhebst mich in den Admin Himmel, smile und vielen Dank!!! Und gibst mir die Möglichkeit, aus lauter Übermut und Unwissen zu zerstören statt aufzubauen.
Ganz herzlichen Dank und Grüsse
toja


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Toja Drees

Toja Drees

Als absoluterNewbie kenne ich Pinguine nur ausserhalb des Computers. Dies will ich nun endlich ändern und bin riesig gespannt und neugierig, was für Abenteuer mich erwarten.

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