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Firefox schneller mit Wine

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Tuxradar schrieb, dass Firefox unter Linux in Wine schneller läuft, als nativ. Unser Mitarbeiter und Community-Hacker Erwin wollte es wissen und hat den Test mit einem frischen Firefox 3 ohne Extensions wiederholt.

Und tatsächlich: Laut Webkits Sunspider-JavaScript-Benchmark läuft der Firefox in Wine schneller als nativ. Und Googles V8-Benchmark gibt dem Firefox mehr Punkte, was auf eine bessere Performance schließen lässt. Ein Bild sagt aber mehr als 1000 Worte, also hier ergänzend zwei Screenshots:

sunspider

Sunspider JavaScript-Benchmark von Webkit.org

v8

Googles V8 Benchmark

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Kommentare
Text-Render-Qualität ?
Anonymous (unangemeldet), Montag, 02. März 2009 17:00:16
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Auf den Screenshots sieht es so aus, als wäre die Qualität des Text-Rendering ohne Wine deutlich besser (Aliasing, andere Fonts oder ähnliches). Kann das einen Teil des Performance-Unterschiedes erklären ? Die JavaScript-Funktionen verbringen aber vermutlich den Großteil ihrer Zeit mit reinem "rechnen", ohne Anzeige.


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KVM vs Gentoo
Daniel Gultsch, Montag, 23. Februar 2009 15:27:32
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Ich hab mal den Windows Firefox 3.0.6 in einer KVM gegen den 64bit Firefox, mit gcc optimierungen selber gebaut, unter Gentoo laufen lassen. 121 für KVM gegen 110 für Gentoo im V8 Test.
Anscheinend hat das irgendwas mit den Compilern zu tun. Aber schon krank das Ganze.


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macht WINE Portierungen überflüssig...
GoaSkin , Donnerstag, 26. Februar 2009 00:05:12
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... zu diesem Thema hatte ich vor einigen Monaten eine Diskussion eröffnet, wo es letzendlich genau um dieses Phänomen ging.

Der Unterschied liegt jedoch darin, daß es sich bei Firefox um keine Windows-Software handelt, die auf Linux portiert wird sondern um eine Applikation, die von vorne herein für den Einsatz auf unterschiedlichen Plattformen entwickelt wird.

Mein Beispiel war das Spiel "Reise nach Nordland", das von Runesoft auf Linux portiert worden ist, jedoch auch die Windows-Version mit WINE unter Linux genauso stabil läuft, schneller ist und die Verwendung von Zusatz-Programmen wie dem Karten-Editor und die Installation von Updates erlaubt.
In diesem Zusammenhang kann man sich die Frage stellen, warum man sich die (endlose) Arbeit macht, Windows-Software auf Linux zu portieren, wenn die Nutzung von WINE scheinbar die bessere Lösung ist.

WINE scheint an sich mittlerweile sehr performant zu sein und unter Linux echt etwas aus den Windows-Anwendungen herauszuholen. WINE unterstützt zwar immernoch nicht alle API-Aufrufe, aber die Anwendungen, die vollständig unterstützt werden laufen stabil und performant.

Würde nun WINE noch in der Lage sein, das Aussehen jeder Windows-Anwendung in Gnome und KDE zu integrieren, dann könnte die Nutzung von WIndows-Anwendungen unter Linux - insofern Bedarf besteht - zum normalen Alltag gehören.


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Infos zum Autor

Kristian Kißling

Kristian Kißling

Wenn Kristian Kißling nicht gerade für die LinuxCommunity schreibt, arbeitet er als Redakteur bei der Zeitschrift EasyLinux und als Chefredakteur für den Ubuntu User. Am liebsten beschäftigt er sich mit Multimedia- und Unterhaltungssoftware im weiteren Sinne und mit neuer Open-Source-Software, die überraschende Fähigkeiten zeigt.

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