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Der Krieg der Firefox-Extensions ist vorüber

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So richtig mitbekommen haben es die wenigsten: Aus einem Scharmützel zwischen den Entwicklern der beliebten Firefox-Erweiterungen NoScript und Adblock Plus hatte sich in den vergangenen Wochen ein Extension-Krieg entwickelt, der nun mit der Kapitulation des NoScript-Hackers beigelegt wurde. Als Reaktion bastelt Mozilla an neuen Richtlinien, die Add-ons betreffen.

Kurz der Hintergrund: Der NoScript-Autor Giorgio Maone verhinderte mit Änderungen am Quelltext seiner Seite, dass Adblock Plus die Werbungen der Seiten seiner Domain blockiert. Die Betreuer der Filterlisten von Adblock Plus passten als Reaktion die Regeln so an, dass die Erweiterung die Werbe-Banner wieder verschwinden ließ.

Die Situation eskalierte, als Maone begann, mit seinem Add-on Teile der Funktionalität von Adblock Plus außer Kraft zu setzen. Adblock-Plus-Entwickler Wladimir Palant ging mit seiner Entdeckung am 1. Mai an die Öffentlichkeit und am 4. Mai kapitulierte Maone, gestand seinen Fehler ein und entschuldigte sich.

Auch AMO (addons.mozilla.org) hat mittlerweile auf die Eskalation reagiert: Drei Regeln sollen solche Manipulationen zukünftig verhindern:

1. Das Add-on muss klar angeben, welche Veränderungen es vornimmt.
2. Alle Änderungen müssen "opt-in" sein, also der User muss der Modifikation aktiv zustimmen.
3. Beim Deinstallieren muss das Add-on die Originaleinstellungen wiederherstellen.

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Kristian Kißling

Kristian Kißling

Wenn Kristian Kißling nicht gerade für die LinuxCommunity schreibt, arbeitet er als Redakteur bei der Zeitschrift EasyLinux und als Chefredakteur für den Ubuntu User. Am liebsten beschäftigt er sich mit Multimedia- und Unterhaltungssoftware im weiteren Sinne und mit neuer Open-Source-Software, die überraschende Fähigkeiten zeigt.

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