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Blade-Runner-Serie unter Creative Commons

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Blade Runner dürfte Science-Fiction-Liebhabern ein Begriff sein. Der Film aus den 80er Jahren gehört zu den wichtigsten seines Genres. Regisseur Ridley Scott (Gladiator, Alien, Black Hawk Down) hat offenbar die Zeichen der Zeit verstanden: Zusammen mit seinem Bruder Tony (Staatsfeind Nr. 1, True Romance) und seinem Sohn Luke produziert er eine an Blade Runner angelehnte Serie für das Internet, die später eventuell auch im Fernsehen laufen soll.

Die Episoden von "Purefold", so der Name der Serie, sollen jeweils 5 bis 10 Minuten lang sein und um die Frage kreisen, was es bedeutet, Mensch zu sein. Dieselbe Frage wirft auch Blade runner auf. Genauere Details will die Produktionsfirma Ag8 erst in der nächsten Woche enthüllen, interessant ist aber, dass die Macher die Filme unter die Creative Commons Lizenz BY-SA 3.0 stellen wollen, um auch dem Publikum, aber auch den in den Filmen auftretenden Markeninhabern das Recht zu geben, das Material zu verwenden.

Denn Finanzieren wollen die Regisseure die Filme offenbar über eine Art Product Placement, wobei die Marken aber einen stärkeren Platz einnehmen sollen. Ob das Publikum da mitspielt, wird sich zeigen. Ag8 will dessen Reaktion über FriendFeed direkt aufnehmen und in die Produktion der Serie einfließen lassen. Es handelt sich also um ein Experiment in Sachen Film. Auch wenn am Ende nichts draus wird: Zumindest setzt sich hier mal jemand aus der Filmindustrie ernsthaft und kreativ mit dem Medium Internet auseinander anstatt das Publikum mit Klagen zu überziehen.

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Kristian Kißling

Kristian Kißling

Wenn Kristian Kißling nicht gerade für die LinuxCommunity schreibt, arbeitet er als Redakteur bei der Zeitschrift EasyLinux und als Chefredakteur für den Ubuntu User. Am liebsten beschäftigt er sich mit Multimedia- und Unterhaltungssoftware im weiteren Sinne und mit neuer Open-Source-Software, die überraschende Fähigkeiten zeigt.

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