Erste Gehversuche - noch mit Krücken!

Wasserspiegelung ohne Wasser
Wasserspiegelung ohne Wasser
12.08.2010 10:27

Nun sind wieder ein paar Tage vergangen und ich habe mich dazu entschlossen, vorerst mit bewährten "Step by Step" Anleitungen die Möglichkeiten der Bildbearbeitung mit "Gimp" zu erkunden.
Das bereits erwähnte Gimp 2.6 Buch sowie die uns ebenfalls zur Verfügung gestellte Video-Lektion mit einer Gesamtlaufzeit von ca. 13 Stunden (wovon ich bis jetzt ca. 1,5 Stunden genossen habe), bringen im Verständnis der "Gimpologie" schon eine ganze Menge - dennoch nicht soviel, dass ich mir jetzt schon die Umsetzung meiner eigenen Ideen zutrauen würde. Das würde in einem wahnsinnigen Geklicke mit mäßigen Erfolgschancen enden...

ALSO einfach ein Thema suchen (Internet, Buch, Zeitschrift), und los gehts.
Mein erster, richtiger Gehversuch stammt aus der aktuellen "easyLinux", in der ich eine Anleitung gefunden habe, wie ich eine Wasserspiegelung auch ohne Wasser hinbekomme.
Um ein entsprechendes "Grundbild" zu haben, nutzte ich sogleich die Möglichkeit, meine neue DSLR auszuprobieren. Gegend ist hier genug vorhanden. Also richtiges Licht abwarten und Motiv aufspüren. Geplagt von Bremsen (nicht die im Auto, sondern die kleinen Tierchen, die normalerweise gerne auf Pferden und Bullen sitzen - wobei boshafte Zungen behaupten könnten, dass es da irgendeinen Zusammenhang geben könnte), wartete ich am Wegesrand auf den Sonnenuntergang. Das Ergebnis (für einen "blutigen" Laien) beeindruckte mich (eine tolle Kamera)!

Und dann ging ich, gestützt von der "easyLinux" (also noch mit Krücken) an mein erstes Werk.
Als ich mich so an der Anleigung langhangelte, führte diese zwar zu einem Ergebnis, allerdings behielt ich immer mindestens 2 bis 3 leere, transparente Ebenen über.
Grundsätzlich würde ich mir dabei nichts denken, denn auch im richtigen Leben ist es so, dass, wenn ich etwas oft genug auseinanderbaue, ich später zwei davon habe!
Hier störte mich das Ganze aber doch ein wenig, zumal diverse Versuche immer das gleiche Resultat brachten. Aber das übt ja...
Letztlich habe ich meine eigene Methode entwickelt, das in der "easyLinux" vorgestellte Ergebnis zu erreichen. Für die, die es interessiert, skizziere ich hier mal meinen Lösungsweg:

1. Das "im Wasser" zu spiegelnde Bild laden und ggf. auf ein halbwegs bearbeitbares Format skalieren (Bild -> Bild skalieren). In meinem Beispiel habe ich das Original auf eine Breite von 800 Pixeln gebracht, was eine Höhe von 531 Pixeln zur Folge hatte.
Damit existiert auch schon die erste Ebene, die ich durch Doppelklick auf den Ebenennamen in "Originalbild" umtaufte.

Schritt 1

2. Über den entsprechenden Button eine neue Ebene anlegen und diese, wie zuvor beschrieben, beispielsweise in "Wasser" umbenennen. Die "Originalbild"-Ebene durch Klick auf das Auge ausblenden und darauf achten, dass die soeben erstellte "Wasser-Ebene" aktiv ist (weißer Rahmen um die Vorschau im Ebenen-Dock).

3. Über den Menüpunkt "Filter -> Render -> Wolken -> Plastisches Rauschen" den entsprechenden Dialog aufrufen und dort die Option "Zufällig" selektieren, sowie "Details" auf 8, "X-Größe" auf 2,4 und "Y-Größe" auf 11 stellen und mit "OK" bestätigen.

4. Über den Menüpunkt "Filer -> Verzerren -> Relief" den entsprechenden Dialog aufrufen und dort mit den Standardwerten die Einstellungen durch Klick auf "OK" bestätigen. Anschließend den "Modus" der Ebene auf Multiplikation stellen und die "Deckkraft" auf 70% verringern.

5. Die Ebene "Originalbild" durch Anklicken aktivieren (weißer Rahmen um das Vorschaubild) und wieder sichtbar machen (an die Stelle klicken, an der sich das ausgeblendete Auge befindet, um es wieder einzublenden).
Diese Ebene durch Klick auf das Duplikat-Symbol (die hintereinanderliegenden Monitore, unten im Ebenen-Dock) duplizieren (wodurch sie auch gleich aktiv ist) und beispielsweise in "Spiegelung" umbenennen.
Über den Menüpunkt "Ebene -> Transformation -> Vertikal spiegeln" die Ebene auf den Kopf stellen und anschließend über "Filter -> Weichzeichnen -> Bewegungsunschärfe" unter Beibehaltung der Standardwerte leicht verzerren.

6. Die "Wasser"- und die "Spiegelung"-Ebene durch Verkettung (in beiden ebenen rechts neben das Auge-Symbol klicken) miteinadner verknüpfen und anschließend im Werkzeugkasten das "Verschieben"-Symbol selektieren. Durch einen Klick in eine der genannten Ebenen können beide ("Wasser" und "Spiegelung", da miteinander verkettet) mit der Cursor-runter-Taste solange nach unten verschoben werden, bis die Ebene unmittelbar unterhalb der "Originalbild"-Ebene angelangt ist.
Über den Menüpunkt "Bild -> Leinwand an Ebenen anpassen" wird die Leinwand an die z. Zt. außerhalb liegenden Ebenen angepasst, und ein erstes Resultat ist sichtbar.
Bei Bedarf kann, nach Auswahl der "Spiegelung-Ebene" und Lösung der Verkettung, durch Aufruf des Menüpunktes "Farben -> Helligkeit/Kontrast" die Helligkeit noch ein wenig angehoben werden (bei mir auf 50, abhängig vom Bild).

7. Mit der rechten Maustaste in das Ebenen-Dock (oder dort auf einer der Ebenen) klicken und aus dem Kontextmenü den Punkt "Sichtbare Ebenen vereinen" wählen. Abschließend mit dem "Zuschneiden"-Werkzeug das Bild auf die gewünschten Maße stutzen, speichern, fertig... und "nix" bei über!

Natürlich habe ich auch noch ein wenig am Realitätsgrad der spiegelnden Wasseroberfläche rumprobiert und dabei festgestellt, dass eine leicht beruhigte Oberfläche einen See-Charakter besser "wiederspiegelt". Aber hier ist die eigene Kreativität und der eigene Geschmack gefordert!

Ich für meinen Teil konnte nur feststellen, das so eine "Step-by-Step"-Geschichte sehr nützlich ist und zu eigenen Versuchen und Kreationen einlädt!

Dann bis demnächst...


Kommentare
Freue mich auf "demnächst"
Papst (unangemeldet), Sonntag, 22. August 2010 14:52:04
Ein/Ausklappen

Na dann ... bis demnächst, und dann hoffentlich ohne Krücken! ;-)


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Infos zum Autor

Frank Deneke

Frank Deneke

Frank Deneke ist zwar Beamter, aber keiner, der den Goldfisch aus dem Büro geschmissen hat, weil dieser zuviel Unruhe brachte.
Zu seiner Lieblingsbeschäftigung zählt die Fliegerei, von der er behauptet, es sei "geballte Langeweile, durchbrochen von Momenten großer Angst".
Darüber hinaus gehört natürlich Linux, das er auch im Dienst nutzt, zu den großen Leidenschaften.
...und seit kurzer Zeit kommt noch die Fotografie zur Freizeitgestaltung hinzu.
Das alles natürlich neben der Familie!

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