Nero Linux 4, wieso bloß?
Ja, ich habe zugeschlagen, bei einem Preis von knapp 15 EUR als Einführungspreis habe ich es mal wieder gewagt ein Stück proprietäre Bezahl-Software auf mein Linux zu lassen. Zunächst habe ich die Testversion laufen lassen, um zu schauen ob es was für micht ist.
Wieso ich überhaupt nach Alternativen suche? Ganz einfach: der derzeitige Stand der K3B "Backends" im Debian-Unterbau der MEPIS Distribution rockt nicht. Gelegentliche Brennfehler, eine Verifikation der geschriebenen Daten ist seit geraumer Zeit nicht möglich, und insgesamt ist das Brennen und gleichzeitige Arbeiten Am PC irgendwie für den Rohling im Brenner zu einem Lotto-Spiel bei mir geworden. Das war früher (vor dem Fork von cdrecord) anders.
Mit Nero habe ich bisher kein einziges Problem. Kleine Nickeligkeiten sind allenfalls die mittelprächtige Audio-CD Kodierung (Sonderzeichen im Liednamen erzeugen einen Abbruch bei dem betreffenden Lied, aber Grip erfüllt eh alle Ripping Wünsche (oder soundkonverter, oder Gnormalize)) und die eher schlechte Integration in den KDE Desktop. Abgesehen davon, daß es etwas wie ein Fremdkörper wirkt funktioniert es absolut einwandfrei, auch wenn der Funktionsumfang bei Nero 4 (Windows) stehengeblieben ist. Die Tatsache, daß ich BlueRays brennen könnte fällt für mich Mangels Hardware nicht ins Gewicht.
Ergo: ich kann es durchaus empfehlen. Wer also mit proprietäre Bezahlsoftware kein gundsätzliches Problem hat, sondern einfach von seiner Kiste erwartet, daß sie ohne Murren die ihr gestellten Aufgaben erfüllt, der kann Nero durchaus als gutes Angebot begreifen.

