[Update] T-Online: Linux ist kein Betriebssystem

[Update] T-Online: Linux ist kein Betriebssystem
15.07.2009 11:28

Der Webshop von T-Online bietet zahlreiche Desktop-Systeme und Notebooks an. Die Linux-Rechner befinden sich dabei in der Kategorie Ohne Betriebssystem. Fragt man sich, was sich T-Online dabei gedacht hat. Im besten Fall gar nichts und irgendein unwissender Büroangestellter hat einfach nicht verstanden, dass Windows kein Synonym zu Betriebssystem ist. Im schlimmsten Fall will man Reklame für Linux vermeiden. Angesichts der Tatsache, dass der Shop recht viele Linux-Rechner bereithält, kann ich mir das aber schlecht vorstellen.

Ich habe "den Shopbetreiber" angeschrieben und empfohlen, den Menüpunkt zu "Ohne Windows" zu ändern. Mal schauen, ob sich der rosa Riese zurückmeldet.

[Update 16.07.2009, 21:24] T-Online: Linux ist kein ein Betriebssystem

Ich habe gestern wie erwähnt eine Mail an info@ geschrieben, und daraufhin folgende Antwort erhalten (gekürzt):

Wir haben Ihren Hinweis dankend zur Kenntnis genommen.
Natürlich handelt es sich bei Linux um ein Betriebssystem,
welches aber nicht separat kategorisiert
wird.

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen selbstverständlich
gerne zur Verfügung.

Natürlich ;-) habe ich mich mit dieser Antwort nicht zufrieden gegeben und die Option "weitere Fragen" genutzt:

Sehr geehrter Herr XXXXXXXXXXX,

stellen Sie sich mal vor, sie besuchen eine Website, 
auf der die deutschen Mobilfunkanbieter aufgelistet 
sind, E-Plus, Vodafone, O2. Zudem gibt es noch 
eine Kategorie: Kein Mobilfunkanbieter, hier 
findet man T-Mobile.

Sie finden das (hoffentlich) seltsam und schreiben 
dem Betreiber der Website. Danach erhalten Sie 
folgende Antwort:

"Natürlich handelt es sich bei T-Mobile um einen 
Mobilfunkanbieter, welcher aber nicht separat 
kategorisiert wird."

Wie würden Sie darauf reagieren?

Heute früh kam dann die nächste Mail:

Wir haben Ihren Hinweis dankend zu Kenntnis genommen 
und an die zuständigen Abteilungen weitergeleitet. 
Bitte haben Sie Verständnis, dass die jeweiligen 
Kundenkritiken genau geprüft wird, sodass eine mögliche 
Änderung einige Zeit in Anspruch nehmen wird.

Ich habe mich schon mal auf "einige Zeit" eingestellt aber zu meiner nicht geringen Verwunderung versuchte man mich kurze Zeit später telefonisch zu kontaktieren. Per Rückruf hatte ich dann einen/den Produkt Manager des Shops am Apparat, der sehr viel Verständnis für mein Anliegen zeigte und mir erkärte, dass der Menüpunkt früher tatsächlich Systeme ohne Betriebssysteme enthielt, jetzt allerdings tatsächlich hauptsächlich Linux- und FreeDOS-Systeme enthalte. Seit heute Abend heißt der Menüpunkt nun nicht mehr "Ohne Betriebssystem", sondern Linux/DOS/ohne OS

Vielen Dank an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von T-Online, die das Anliegen schnell und unbürokratisch gelöst haben! Jetzt kann ich allen, die auf der Suche nach einem Rechner mit Linux sind, ruhigen Gewissens auch den Shop von T-Online empfehlen.


Kommentare
Das ist das Linux also ...
Denny Beyer, Montag, 20. Juli 2009 22:44:02
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Nette aktion ... und auch Reaktion. So weit so gut.

Aber ob das installierte Linux wirklich so eine gute Sache ist, bin ich mir nicht so sicher. (mal abgesehen von der M$ steuer)

Jedenfalls bekommt der Linux-Unbedarfte das, was er von Linux vom Hören Sagen eines Kollgens Bruder erwartet hat: Ein schwarzes Fenster wo man Kommandos eintippen muß ( oder auch darf ).
Und das geht schonmal gar nicht, also erstmal Win drauf gebügelt.

Man gibt dem armen Menschen ja nicht mal die Chance sich Linux anzuSEHEN.

Schade eigentlich um die vertane Chance.


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Re: Das ist das Linux also ...
Marcel Hilzinger, Dienstag, 21. Juli 2009 10:35:54
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Der Shop weist an mehreren Stellen daraufhin, dass es sich nur um Systeme mit Kommandozeilenzugriff handelt. Ich sehe das nicht als Problem an.


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linux ....
lumnis (unangemeldet), Montag, 20. Juli 2009 22:40:31
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Nette aktion ... und auch Reaktion. So weit so gut.

Aber ob das installierte Linux wirklich so eine gute Sache ist, bin ich mir nicht so sicher. (mal abgesehen von der M$ steuer)

Jedenfalls bekommt der Linux-Unbedarfte das, was er von Linux vom Hören Sagen eines Kollgens Bruder erwartet hat: Ein schwarzes Fenster wo man Kommandos eintippen muß ( oder auch darf ).
Und das geht schonmal gar nicht, also erstmal Win drauf gebügelt.

Man gibt dem armen Menschen ja nicht mal die Chance sich Linux anzuSEHEN.

Schade eigentlich um die vertane Chance.




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Schöne Mail
SilenceMessiah (unangemeldet), Freitag, 17. Juli 2009 15:08:34
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Die 2. Mail, die Sie da an T-Online geschickt haben, war wirklich genial, so simpel der Vergleich auch war ^^




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t-online
Alex (unangemeldet), Donnerstag, 16. Juli 2009 18:32:22
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wow wie man sieht haben die es geändert!!
:D



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T-Online
Joerg Schiermeier, Donnerstag, 16. Juli 2009 02:25:51
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Mal ehrlich: wundert sich da tatsächlich jemand drüber?

Nochmal zum nachdenken:

T-Online!
Ein Unternehmen der Dt. Telekom. Hieß früher auch mal Bundespost (und war eine Behörde).
Dämmert's?
;-)


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T-Online: Linux kennt keine Betriebssystem-Abstürze
izento (unangemeldet), Mittwoch, 15. Juli 2009 13:56:55
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Das war wohl eher eine Freud'sche Fehlleistung.
Die Kategorie hieß ursprünglich "Ohne Betriebssystem-Abstürze"!
Leide akzeptierte das Shop-System für die Kategorieeinträge maximal 19 Zeichen, was zu beschriebenem folgenschweren Fehler führte.
Das es die Deutsche Telekom eigentlich besser weiß, beweist die Tatsache, das moderne Telefonzellen ausschließlich mit Linux betrieben werden.


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Re: T-Online: Linux kennt keine Betriebssystem-Abstürze
computerversteher (unangemeldet), Sonntag, 19. Juli 2009 20:33:18
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"Das es die Deutsche Telekom eigentlich besser weiß, beweist die Tatsache, das moderne Telefonzellen ausschließlich mit Linux betrieben werden."

Die Telefoniker sind eine andere Abteilung, woher soll der Rest so ein neumodisches Zeugs kennen?



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Re: T-Online: Linux kennt keine Betriebssystem-Abstürze
Joerg Schiermeier, Dienstag, 21. Juli 2009 23:41:23
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komplett 'off topic':

Oh, interessant: erzähl doch mal mehr über Linux in den Telefon"zellen" (Du meinst sicher die Telefonsäulen, oder wie die jetzt heißen)


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Infos zum Autor

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger arbeitet als Redakteur für die Zeitschriften LinuxUser und EasyLinux. Am liebsten schreibt er Artikel zu netten Gadgets oder Multimedia-Software. In seiner Freizeit spielt er gerne Kicker.

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