Mitgegangen -- mitgefangen
Die Amarok-Entwickler haben auf Cover Flow verzichtet und KDE hat seine Desktop-Effekte leicht angepasst, um eventuelle rechtliche Probleme zu umgehen. Der Grund dafür: ein Software Patent von Apple auf den Cover-Flow-Effekt.
Doch Cover Flow stammt gar nicht von Apple, wie ein amerikanisches Gericht jetzt urteilte. Ein ensprechendes Software-Patent wurde schon früher der Firma Mirror Worlds vergeben. Die hat bereits 2008 Apple verklagt und soll nun bis zu 625 Millionen USD Schadenersatz erhalten.
Was bedeutet das für die freie Software-Welt? Vermutlich nicht viel, da auch eine relativ unbekannte Firma wie Mirror Worlds jederzeit mit einer Klage drohen kann. Doch der Fall zeigt einmal mehr wie Software Patente letztlich auch den Closed-Source-Firmen enormen Schaden zufügen können, umso wichtiger ist es, davon deutlich Abstand zu nehmen aber auch sich von eventuellen Patentklagen möglichst fern zu halten. In diesem Sinne: gut gemacht Amarok und KDE!

