Finger weg vom Acrobat Reader

Finger weg vom Acrobat Reader
11.06.2009 11:27

Zugegeben: ich arbeite nicht sehr viel mit PDF-Dateien. Aber den Acrobat alias Adobe Reader habe ich schon seit zwei Jahren nicht mehr benutzt und das ist auch besser so. Der Adobe Reader gehört laut einem Bericht von F-Secure zu den unsichersten Programmen überhaupt und zudem hat Adobe in der Vergangenheit mehrmals kritische Patches zunächst nur für Windows (und meistens noch Mac OS X) veröffentlicht, die Linux-Nutzer ließ man noch ein paar Tage oder Wochen im Regen stehen. So auch bei der neuesten Sicherheitslücke, die laut einer News auf Linux-Magazin Online bei Unix-Systemen erst am 16. Juni gestopft wird.

Gut, gibt es freie Alternativen. Ich habe schon früher mit KPDF sehr gute Erfahrungen gemacht und Okular ist nochmals ein Stück besser geworden. Einzig beim Ausfüllen von Formularen ist man ab und zu noch auf den Adobe Reader angewiesen. Angesichts der zahlreichen Schwachstellen empfehle ich hier aber lieber: ausdrucken und von Hand schreiben.


Kommentare
... wenn's denn geht
Jörg Luther, Freitag, 12. Juni 2009 18:04:29
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Zu ergänzen wäre, dass Adobe noch schlampiger und zögerlicher Sicherheitsaktualisierungen auf den Weg bringt als die Herrschaften aus Redmond.

Zum einen imitiert man die unsägliche "Patchday"-Marotte von Microsoft und gibt Fixes nicht raus, wenn die Lücken bekannt werden, sondern einmal monatlich. Und das zum anderen auch nur, wenn man gerade Lust hat - das Mordsloch, das da gerade gestopft wird, ist mindestens seit März bekannt.

Die Oberfrechheit ist es dann, jedem Cracker, der die Vulnerability noch nicht gekannt, dann gleich mit dem Windows-Fix noch ein Advisory in die Hand zu drücken, wie man die nächste Woche noch schön Linux-Maschinen angreifen kann. Besten Dank, Adobe!

Bleibt aber die Tatsache, dass die von Marcel zitierten Alternativen für manche Arbeiten nur bedingt zu gebrauchen sind. Ein reprofähiges PDF einer LinuxUser-Seite, wie wir sie zum Drucker schicken, brauche ich mir in KPDF, Evince, Okular und Konsorten gar nicht anzuschauen. Da sehe ich alles mögliche - nur nicht, was dann nachher gedruckt wird. Da muss ich schon den Acrobat Reader bemühen. Hilft nix ...




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Re: ... wenn's denn geht
dirk (unangemeldet), Samstag, 13. Juni 2009 08:15:36
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hallo, habt Ihr schonmal den Foxitreader probiert?
Gruß dirk


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Re: ... wenn's denn geht
man-draker (unangemeldet), Samstag, 13. Juni 2009 10:10:29
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Unter Linux?


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Infos zum Autor

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger arbeitet als Redakteur für die Zeitschriften LinuxUser und EasyLinux. Am liebsten schreibt er Artikel zu netten Gadgets oder Multimedia-Software. In seiner Freizeit spielt er gerne Kicker.

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