Das gute an Linux sind die Bugs!
Es gibt Computernutzer, die überfällt ein Gefühl von Hilflosigkeit, wenn etwas nicht klappt und sie fühlen sich dann ganz schlecht, weil sie denken, etwas falsch gemacht zu haben. Ich gehöre nicht zu diesen Nutzern. Wenn etwas nicht klappt, gehe ich in der Regel davon aus, dass das Programm nicht richtig funktioniert oder der Programmierer geschlampt hat. Und da Linux von der Community lebt, gehe ich dann in der Regel auf den Entwickler zu und schreibe ihm, was mir nicht gefällt oder warum das Programm nicht das macht, was ich gerne hätte.
Schreibt Bug-Reports!
Das gute an Linux ist, dass man Programme verbessern kann, auch wenn man über keinerlei Programmierkenntnisse verfügt. Im März schrieb ich einen Bug-Report, weil es mich störte, dass der Netzwerkmanager immer nur den Gerätenamen anzeigte und nicht, um welche Art von Gerät es sich handelt. Woher soll ein Anfänger wissen, dass es sich bei eth0 um die Ethernet-Schnittstelle und bei eth1 oder ath0 um die WLAN-Karte handelt? Soll er nicht, muss er nicht, sondern der Entwickler soll sich darum kümmern, dass sein Programm das dem Nutzer mitteilt.
Heute kam nun die frohe Botschaft, dass der Networkmanger von KDE 4 in Zukunft anzeigt, um welche Art von Netzwerkschnittstelle es sich handelt. Um eine solche kleine Verbesserung zu erreichen, braucht es nicht viel:
- einen Bug-Report
- Englisch-Kenntnisse
- einen verständigen Entwickler, der sich des Problems annimmt
- etwas Geduld und eventuell ein paar Tests oder Rückmeldungen
Ich möchte euch hiermit alle aufmuntern, Fehler zu melden. Wer in seiner Lieblingsdistro einen -- auch noch so kleinen -- Fehler findet: schreibt Bug-Reports. Viele Entwickler sind so sehr in ihr Programm vertieft, dass sie die Kleinigkeiten in der Handhabung oft nicht bemerken. Gerade für Einsteiger ist aber die leichte Bedienung ein K.O.-Kriterium von Linux.

