Live-Archlinux: Vorbereitungen

17.06.2009 20:36

Vorbereitungen

(Zur Erinnerung: Mein Plan ist es, eine Live-Installation von Archlinux auf meinen 512 MB-USB-Stick zu bringen. Ich habe das noch nie gemacht und kann daher nicht dafür garantieren, dass jeder Schritt in diesem Blog auch richtig ist. Ich weiß, dass es Skripte wie larch gibt, die mir hier helfen würden, aber ich möchte es lieber händisch machen.)

Als erstes habe ich mal meinen USB-Stick vorbereitet - sprich: partitioniert und formatiert. Da er nur so klein ist, benutze ich nur eine primäre Partition, die bootfähig gemacht ist und mit EXT2 formatiert ist. Auf dieser Partition soll später ein gesquashtes Image Platz finden, das dann das eigentliche System enthält.

Auf meinem PC (oder hier: in meiner Virtualbox) richte ich mir ein Arbeitsverzeichnis ein. Unter diesem lege ich mir ein Verzeichnis an, dass ich später per chroot nutzen kann, um mein System zu konfigurieren, bevor ich es großartig bearbeite. In meinem Fall ist der Pfad dorthin lapidar ~/chroot.

Um hier ein Basis-System zu installieren, erstelle ich zuerst das Verzeichnis, in dem pacman die Pakete gern zwischenspeichern möchte (mkdir -p chroot/var/lib/pacman) und installiere dann die Gruppe "base" in dieses Verzeichnis (pacman -r chroot/ -Sy base). Danach hätte ich theoretisch bereits eine Archlinux-Umgebung, die ich auf meinen USB-Stick packen könnte - nur ein Bootloader müsste noch installiert werden und es müssten eventuell einige Konfigurationsdateien (/etc/rc.conf; /etc/fstab; ...) angepasst werden. Das hier wäre also quasi die Minimal-Lösung.

Allerdings gebe ich mich damit aus mehreren Gründen nicht zufrieden:

1. USB-Sticks verschleißen umso schneller, je öfter sie geschrieben werden. Ich möchte meinen Stick gern noch ein Weilchen behalten, also muss das System konfiguriert werden, damit Schreibzugriffe minimiert werden. Dazu gehört auch, über das eigentliche Dateisystem ein tmpfs zu mounten, in dem die Änderungen gemacht werden.

2. Viele Live-Systeme bieten einem die Möglichkeit, gemachte Änderungen vom USB-Stick oder ähnlichem nachzuladen (so z.B. Knoppix). Wenn möglich will ich das auch für mein Live-System.

3. Bietet das bisherige System im Grunde weniger Möglichkeiten als wenn ich mir einfach das Core-USB-Image von einem Archlinux-FTP gezogen hätte. Von daher soll auf dieses Live-System natürlich auch noch eine Reihe an Programmen installiert werden. Dazu gehören X.Org mit einem schlanken Fenstermanager (oder gleich LXDE? Mal schauen...) oder Openssh.

4. Im Idealfall würde ich gerne mein System auch auf Festplatte installieren können - ohne Internet. Dazu würde es genügen, wenn die im Stick installierten Pakete auch für weitere Installationen genutzt werden könnten. Eventuell kann man das dann noch mit einem kleinen Skript verschönern.

Ansonsten kann man hiermit wahrscheinlich schon arbeiten, also lasse ich das erstmal so stehen.


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