Jetzt KDE 4.2 statt KDE 4.3

Auf de.opensuse.org
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21.09.2009 10:05

Letzte Woche gestaltete sich etwas turbulent, da die Speicherzugriffsfehler trotz verschiedener Lösungsversuche immer wieder auftauchten. Selbst die Installation der KDE-Four-Live-Version brachte keine Verbesserung.

Zuerst ging ich noch von Hardware-Problemen aus und wechselte verschiedene Hardware-Komponenten wie Festplatte und Arbeitsspeicher aus. Dennoch blieb der gewünschte Effekt aus.

Die für mich unerklärbare Frage, wieso OpenSuse/KDE 4.3 auf dem Rechner meines Freundes läuft, aber auf meinem nicht langfristig fehlerfrei laufen will, brachte mich schlussendlich dazu, mich von KDE 4.3 zu trennen.

"Massenhaftes Auftreten von Schutzverletzungen deutet auf konzeptionelle Schwächen eines Betriebssystems, einer Programmiersprache oder eines Programms hin." Ja, massenhaft ... das trifft es recht gut. Ich installierte somit kurzerhand KDE 4.2, das als stabil gilt und ... was soll ich sagen!? ... es läuft :)

Und morgen und übermorgen und überübermorgen hoffentlich auch noch.

Mit KDE4.2 muss ich zum Glück wenn dann nur auf Kleinigkeiten verzichten, die ich nicht sonderlich erwähnenswert finde. Vermutlich schon allein deswegen, weil mir gerade keine dieser Kleinigkeiten einfällt, was wohl zumindest featuretechnisch ein gutes Zeichen ist *g*

Mittlerweile weiß ich, dass es keine Selbstverständlichkeit ist, dass Software läuft, dass es durchaus eine Bedeutung haben kann, wenn etwas als offiziell, halboffiziell oder extern deklariert wird.


Kommentare
Hm, ist KDE 4.3 nicht schon released ?
maxiq (unangemeldet), Montag, 21. September 2009 12:38:51
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Hi,

meines Wissens wurde doch KDE 4.3 anfang August released, gilt dann als stabil. Anfang diesen Monats kam dann auch ein Update heraus 4.3.1. (wobei ich es immer etwas seltsam finde, wenn schon 1 Monat später ein Update erscheint).
Wenn es immer noch so instabil ist, sollte sich KDE mal über sein Release process Gedanken machen. Der Wechsel damals von der 3-er Reihe auf die 4-er war ja eine Katastrophe, sie sollten daraus gelernt haben.
Aber vielleicht liegt es ja auch nicht an KDE, sondern an Suse, muss sich ja noch rausstellen.
Ich persönlich bin weder ein Fan von Suse, noch von KDE, aber interessieren würde es mich trotzdem ;-).
Wünsche Dir trotzdem endlich mal absturzfreies Arbeiten.

Have Fun with Linux !


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Re: Hm, ist KDE 4.3 nicht schon released ?
MarKre (unangemeldet), Montag, 21. September 2009 13:36:50
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Mit KDE 4.3 hat der Desktop eine stabile Basis veröffentlicht. Nun sind die Distributoren (openSUSE, Mandriva etc.) gefragt, den Desktop in ihren Systemen zu "verbauen". openSUSE 11.1 bringt standardmäßig KDE 4.1 mit und unterstützt diesen auch. Jedwede Änderung des Desktops sind noch nicht umfassend getestet, sodaß es auch zu Fehlern kommen kann.

openSUSE 11.2 wird KDE 4.3 unterstützen. Dann kann man auch sicher sein, daß die wesentlichen Funktionen auch wirklich funktionieren... ;)

MarKre


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Re: Hm, ist KDE 4.3 nicht schon released ?
Mandiol (unangemeldet), Dienstag, 22. September 2009 09:27:19
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Ob es nun an KDE oder an SUSE liegt wird wohl keiner so genau sagen können. Ich tippe mal darauf dass es einfach eine ungünstige Konstellation von Hardware, Distribution und Desktopoberfläche ist. Den Fehler nun rein bei KDE zu suchen wäre falsch. Jedenfalls läuft auf meiner Hardware unter Gentoo das aktuelle KDE 4.3.1 ohne Probleme. Und ich gehe mal davon aus dass SUSE auf so einigen anderen Rechnern wohl laufen wird.

Es sei aber noch die Frage gestattet, warum es denn seltsam ist, wenn "schon" 1 Monat nach dem Release ein Update erscheint? Bei KDE ist das gang und gebe, dass jeden Monat ein update erscheint. Und ich finde es auch in Ordnung. Denn schließlich sind bei einem Release ja nicht alle Bugs behoben. Es gibt immer Bugs, bei jeder Desktop-Oberfläche bzw. Software. Und so muss man wenigstens nicht über Monate hinweg warten, bis eventuell ein Bug behoben sein könnte. Ich würde es begrüßen wenn Gnome das ähnlich machen würde.


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Re: Hm, ist KDE 4.3 nicht schon released ?
maxiq (unangemeldet), Dienstag, 22. September 2009 11:01:29
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Zitat (MarKre)
...
openSUSE 11.1 bringt standardmäßig KDE 4.1 mit und unterstützt diesen auch. Jedwede Änderung des Desktops sind noch nicht umfassend getestet, sodaß es auch zu Fehlern kommen kann.

openSUSE 11.2 wird KDE 4.3 unterstützen. Dann kann man auch sicher sein, daß die wesentlichen Funktionen auch wirklich funktionieren... ;)
Zitat Ende

Gutes Argument :)
Kann ich akzeptieren. Als Arch Linuxer, der ein Rolling Release gewohnt ist, habe ich das vorher nicht so gesehen.

Zitat(Mandiol)
...
Es sei aber noch die Frage gestattet, warum es denn seltsam ist, wenn "schon" 1 Monat nach dem Release ein Update erscheint? Bei KDE ist das gang und gebe, dass jeden Monat ein update erscheint. Und ich finde es auch in Ordnung. Denn schließlich sind bei einem Release ja nicht alle Bugs behoben. Es gibt immer Bugs, bei jeder Desktop-Oberfläche bzw. Software. Und so muss man wenigstens nicht über Monate hinweg warten, bis eventuell ein Bug behoben sein könnte. Ich würde es begrüßen wenn Gnome das ähnlich machen würde.
...
Zitat Ende

Es ist richtig, dass es immer wieder Bugs gibt, die es zu fixen gilt, aber üblicherweise sammelt man diese und gibt ein Update mit vielen Bugfixes heraus (es sei denn, es ist ein kritischer Bug).
Dies hat den Vorteil, dass man ein stabileres System hat, da die Updates dann meist besser getestet und, um es mal aus MarKre's Sicht zu sehen, die Distributionen sich besser darauf einstellen können. Bei einem monatlichen Update kann das nicht wirklich gut getestet sein. Ich würde es also eher als eine Entwickler Version sehen. Aber KDE scheint es dann als stabiles Release rauszugeben, was meine Kritik begründet.
Verstehe mich nicht falsch, ich finde es gut, wenn Bugs schnell gefixt werden und auch dafür ein Update zur Verfügung steht. Diese sollten aber als Test- oder Entwicklungsversion deklariert werden und nicht als stabile Version.
Ich persönlich teste auch mal gerne Entwicklerversionen, wie erwähnt, erfreue ich mich an dem Rolling Release des Arch Linux. In der Firma würde ich das allerdings nie machen, hier nutzen wir stattdessen RedHat und Debian, um einfach eine zuverlässig stabile Version zu haben. Das macht Gnome deutlich "professioneller" als KDE (auch wenn ich persönlich Xfce bevorzuge).



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Re: Hm, ist KDE 4.3 nicht schon released ?
Mandiol (unangemeldet), Dienstag, 22. September 2009 15:37:32
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zitat "maxiq"
[...] Es ist richtig, dass es immer wieder Bugs gibt, die es zu fixen gilt, aber üblicherweise sammelt man diese und gibt ein Update mit vielen Bugfixes heraus (es sei denn, es ist ein kritischer Bug). Dies hat den Vorteil, dass man ein stabileres System hat, da die Updates dann meist besser getestet und, um es mal aus MarKre's Sicht zu sehen, die Distributionen sich besser darauf einstellen können. Bei einem monatlichen Update kann das nicht wirklich gut getestet sein. Ich würde es also eher als eine Entwickler Version sehen. Aber KDE scheint es dann als stabiles Release rauszugeben, was meine Kritik begründet. [...]

Aber genau das wird doch schon in diesem monatlichen Update gemacht. Es werden mehrere bugfixes gesammelt und diese einmal im Monat in einem Bundle heraus gegeben. Kritische Bugfixes erscheinen gleich.

Ja, wenn man einen Bugfix länger testen kann, umso eher vermeidet man weitere Bugs. Umso länger müssen die Benutzer aber auch auf neue Releases warten. Ich empfinde die monatlichen Updates aber dennoch als Vorteil. Denn mal angenommen ein Bugfix wird 5 Tage vor dem nächsten Update fertig, dann muss es ja noch lange nicht bedeuten, dass er auch mit dem nächste Update erscheint. Man hebt ihn für den übernächsten Update auf, wenn er bis dahin genügend getestet wurde. Aber dafür können alle anderen Bugfixes schon mit dem nächsten Update erscheinen, welche genügend getestet wurden. Hier kommt es auf ein gutes Management an. Dafür gibt es ja bestimmte leute, welche die Entscheidung treffen welches Bugfix in welches Update kommt. Und ich freue mich auch schon über die kleinen Bugfixes, welche jeden Monat kommen.

Ich kann auch nicht sehen warum die Distributoren sich nicht auf die monatlichen Updates einstellen könnten. Denn schließlich steht die Release-Planung ja fest. Ja die haben durch die kurzen Zeiten zwar mehr Arbeit, aber die Benutzer freuen sich darüber.

Auch ich bin für meine(n) Privat-Rechner ein Freund von Rolling-Releases, da ich ja Gentoo benutze. Und da ich jeden Monat an einem Samstag für 3-4h ein Update von KDE durchlaufen lasse, müsste ich mich ja auch eher für weniger Updates in längeren Abständen erfreuen. Ich sehe aber außer den etwas längere andauernden Updates bei mir trotzdem keinen Nachteil an der Release-Planung von KDE.


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Re: Hm, ist KDE 4.3 nicht schon released ?
man-draker (unangemeldet), Dienstag, 22. September 2009 12:45:46
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"Es sei aber noch die Frage gestattet, warum es denn seltsam ist, wenn "schon" 1 Monat nach dem Release ein Update erscheint? "

Ein Grund könnte sein, dass die Software erst nach der Freigabe - und einer evtl. Verteilung durch die Distributoren - in so vielen unterschiedlichen Umgebungen eingesetzt wird, wie es schon während des Tests wünschenswert gewesen wäre, mangels Freiwilliger aber nicht möglich war.
Erst jetzt treten viele Probleme zu Tage, die in den Umgebungen der Tester nicht auftraten.

Das mag man bedauern, aber man wird damit leben müssen.

Das Problem hat meines Erachtens auch MS erkannt. Woher sonst sollte die neuerdings zu erlebende Freigiebigkeit beim Verteilen von Vorabversionen von Windows 7 stammen?


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Infos zum Autor

Sandy Magasch

Sandy Magasch

LINUX! Was ist dran? Ich will's wissen und innerhalb von 3 Monaten von Windows los kommen.
Geht das denn überhaupt?

An meinem Monitor hängen derzeit 3 Betriebssysteme: Windows XP und OpenSuse 11.1 mit KDE 4.2 auf meinem regulären Rechner und Mandriva-One 2010 mit Gnome 2.28 auf dem fit-PC2.

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