Ich weiß einfach nicht weiter ...

Ich weiß einfach nicht weiter ...
18.10.2009 13:20

Bei mir läuft alles! Das Einzige, was ich verbesserungswürdig finde, ist die Schnelligkeit des Systems im Allgemeinen bzw. auf Software-Ebene. Kann mir dazu eventuell jemand Tipps geben? Ansonsten wäre ich für jede Anregung und jede Frage dankbar. Ich probier gerne ein paar Sachen für euch aus. Gebt mir also bitte eine Aufgabe ;)


Kommentare
Was man hier so alles für Kommentare liest...
naturelle (unangemeldet), Samstag, 24. Oktober 2009 18:36:32
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... ist echt witzisch...
Wie kann man ernsthaft "Laien empfehlen, sich den neuesten Kernel aus den Quellen zu fischen"??? Wenn ich das den restlichen Familienmitglieder so plump aufschwatzen würde, würde ich wahrscheinlich geteert und gefedert. Das ist IMO einer der Hauptgründe, das Linux so wenig verbreitet ist: polemische, praxisferne "Empfehlungen", weitab jeglicher Realität...

Zuallererst wäre mal herauszufinden, was mit "Schnelligkeit des Systems im Allgemeinen bzw. auf Software-Ebene" überhaupt gemeint ist:
- Der Boot-Vorgang?
- Der Start der grafischen Oberfläche?
- Der Start bestimmter Software?
- Oder vielleicht die Performance der Software selbst, also z.B. das Verhalten von Firefox beim Surfen?

Erst nach Beantwortung dieser Fragen kann man wirklich zielführende und halbwegs erfolgversprechende Tipps geben. Pauschalaussagen wie "Desktop-Environment wechseln" oder "Alternativ-Software verwenden" führen nur zu Frust, Enttäuschung und den Anwender letztlich wieder weg von Linux.

Also bitte: erst die Fragen oben beantworten, dann sehen wir weiter. Wobei man immer im Hinterkopf behalten sollte, daß der Fit-PC2 ein "Nettop" ist, also eher gemächliche Atom Z530-Technik (ungefähr auf dem Niveau eines Pentium-III 1GHz und somit sogar schlechter als ein Atom N270 in einem EeePC 1000H) mit einem Grafikchipsatz (Intel Poulsbo), der nur sehr mäßig unterstützt wird.


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Give me Speed oder Linux on Ecstasy
meo (unangemeldet), Montag, 19. Oktober 2009 16:25:51
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Wie man Linux Geschwindigkeit beibringen kann ist ein häufiges und teilweise leidiges (wenn auch Interessantes) Thema.

Wie hier schon erwähnt sollte man sich als erstes einem Desktopenviroment aussuchen die möglichst wenig Ressourcen frisst. Wer alleine mal den Start von LXDE (welches als Standard WM Openbox benutzt) und KDE angesehen hat (ich spreche hier von KDE > 4.0) der wird wirklich überrascht.

Neben dem Desktopenviroment an sich spielt auch die grafische Gestaltung dessen eine Rolle, so Zeigten sich in Benchmarks drastische Unterschiede bei den Verschiedensten Gnomestyles.

Das Chipsatzunterstützung wichtig ist sollte klar sein. So kann eine Nvidia mit dem Vesatreiber (wenn überhaupt) nur wenig Geschwindigkeit zeigen.

Neben dem Grafiktreibern spielt auch die Hardwareunterstützung im Kernel eine Rolle, weswegen ich Laien empfehle den Neuesten Kernel immer aus den Quellen zu fischen (so brachte der 2.6.30 und nun der 2.6.31 meinem Laptop das Fliegen bei).

Ballast abzuwerfen wie ein Vorredner auch meinte ist sehr ratsam, gerade das Qt-Software betrifft so kann ich nur für mich sprechen, doch verbraucht sie bei mir zu viel Ressourcen (im Vergleich zu z.B. GTK).

Wenn dann immer noch alles zu langsam ist könnte man evtl. mit Preload, Prefetch und Readahead im Allgemeinen experimentieren, wobei sich dabei aber die Geister scheiden.


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Grafikchipsatz
Marcel Hilzinger, Montag, 19. Oktober 2009 08:11:59
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Hallo Sandy,
die aktuelle Testversion von Mandriva 2010 unterstützt angeblich in der Variante Mandriva One den im Fit-PC2 verbauten Grafikchipsatz von Haus aus. Falls du noch Lust auf Installieren und Distros ausprobieren hast, dann wäre das eine gute Testaufgabe :-)

http://www.linux-community....e-von-Mandriva-2010-erschienen


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Diät
marikaja (unangemeldet), Sonntag, 18. Oktober 2009 17:15:23
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Moin,

wenn das System zu langsam ist, gibt es m.E. zwei Wege der Abhilfe: Aufrüsten oder Abspecken. Angesichts deiner Hardware halte ich letzteres für den erfolgversprechenderen Weg. Außerdem wäre es für uns alle am lehrreichsten :-)

Linux ist ja nicht gleich Linux. Für mich steht Open Source für Diversität in den Lösungen für alle Aufgaben, die man mit einem Computer angehen kann. Da du eine der beliebtesten, benutzerfreundlichsten und weit verbreitetsten Distris verwendest, schlage ich vor, du versuchst für jede oder so viele Anwendung wie möglich eine schlankere (ressourcenschonendere) Alternative zu finden und zu installieren. Also z.B. Gnome rausschmeißen und JWM, Ice-WM, Fluxbox, LXDE oder was es sonst noch so geben mag, installieren, um dann herauszufinden, inwieweit dein System damit läuft.

Zugegeben, das ist schon eine etwas herausforderndere Aufgabe. Möglicherweise ist es zur Übung ratsamer, erst einmal einzelne Anwendungen auszuwechseln:
Alternative zu Firefox, OpenOffice, Multimediaanwendungen usw. Es böte sich auch an, mal auszuprobieren, inwieweit ein Konsolenprogramm effektiver arbeitet als seine graphische Lösung.

Bei alldem versuchst du abzuschätzen, wieviel Performancegewinn du erhälst.

GS
marikaja


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Was du noch tun könntest - auch wegen des Tempos
man-draker (unangemeldet), Sonntag, 18. Oktober 2009 16:58:28
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"Ich benutze übrigens OpenSuse mit KDE. "

Im Unterschied zu Windows gibt es für Linux diverse grafische Oberflächen (auch Desktop Environments genannt), die unterschiedlich resourcenhungrig sind. Zumindest Gnome und XFCE werden bei OpenSuse mitgeliefert. (Du findest sie im Menu bei "Software installieren" mit dem Filter "Schemata". Weitere werden angeboten mit dem Filter "Paketgruppen" und dem Punkt "Weitere Desktops" ) Also könntest du sie alle installieren und austesten. Dann sind hier alle bestimmt gespannt auf die Erfahrungen einer unverbildeten Linux-Newbee.



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Re: Was du noch tun könntest - auch wegen des Tempos
Daniel Gultsch, Montag, 19. Oktober 2009 14:22:14
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"Im Unterschied zu Windows gibt es für Linux diverse grafische Oberflächen"
Musste ich vor ein paar Tagen auch erst lernen. Aber auch für Windows gibt es verschiedene Oberflächen oder zumindest Desktop Umgebungen. Der explorer.exe kann über die Registry auf etwas anderes umgestellt werden. Wie gut oder wie schlecht diese anderen Desktop Umgebungen sind kann ich in keinster Weise beurteilen da ich seit über 6 Jahren kein Windows mehr angerührt habe. Aber es gibt sie. Ist vielleicht mal ganz nett zu wissen.


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Infos zum Autor

Sandy Magasch

Sandy Magasch

LINUX! Was ist dran? Ich will's wissen und innerhalb von 3 Monaten von Windows los kommen.
Geht das denn überhaupt?

An meinem Monitor hängen derzeit 3 Betriebssysteme: Windows XP und OpenSuse 11.1 mit KDE 4.2 auf meinem regulären Rechner und Mandriva-One 2010 mit Gnome 2.28 auf dem fit-PC2.

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