ForumDVB-Signale in Hausantennenanlage einspeisen
GoaSkin – Mittwoch, 06. Mai 2009 17:13 Uhr

Ausländische Fernsehsender sind über Satellit zum Großteil verschlüsselt, da es die Rundfunkanstalten nicht wünschen, daß Zuschauer aus dem Ausland die Sender sehen können, die die in der Werbung vorgestellten Produkte nicht erreichen können.

Da ich ein Interesse daran habe, die gängigen spanischen Rundfunksender zu empfangen habe, lasse ich mir gelegentlich spanische Sender zustreamen, die ein Bekannter per DVB-T über seine TV-Karte empfängt. Statt diese auf dem Rechner anzuschauen wäre es aber praktischer, sie auf den TV-Geräten sehen zu können, bei denen kein Rechner in der Nähe steht.

Gibt es Hardware (die kein Vermögen kostet), die es erlaubt, Video-Daten des Rechners in TV-Signale zu modulieren und im Idealfall dazu in der Lage sind, nicht nur ein analoges Signal, sondern einen DVB-Multiplex zu produzieren und die passende Software dazu? Wäre es auch möglich, ohne größeren Aufwand einen ganzen DVB-T Multiplex über das Internet zu tunneln und diesen 1:1 wieder in die Hausanlage einzuspeisen? Gibt es zu diesem Zweck bekannte Open Source-Dienste und Anleitungen?

3 Antworten
Marcel Hilzinger – Mittwoch, 06. Mai 2009 20:30 Uhr

Es gibt bei diversen Discountern drahtlose Sets, die den S-Video-Ausgang der Grafikkarte zu einem S-Video und meistens auch Scart-Eingang schicken. Die Qualität lässt allerdings zu wünschen übrig, zudem braucht man dazu eine Grafikkarte mit S-Video-Ausgang.

Zu Problem B fragst du am besten mal bei den Jungs von Xeathre an, die beschäftigt sich mit Linux und Fernsehen professionell:

http://www.xeatre.tv/cms/index.php?page=Home

Ulf B. – Mittwoch, 06. Mai 2009 22:07 Uhr

Außer der von Marcel genannten Möglichkeit, über den S-Video Ausgang einer Grafikkarte, gibt es bei modernen LCD-TVs noch die Möglichkeit via HDMI das Bild einzuspielen.

So eine weitere Möglichkeit wäre, ein Full Feature Ausgabegerät wie es bei einigen DVB, PVR und ein paar anderen Spezialkarten zu verwenden (sieh z.B. auf dem VDR-WIKI:
http://www.vdr-wiki.de/wiki/index.php/Ausgabegeräte
). Ich weiß aber leider nicht ob alle Karten mit den von DVB-T verwendeten MPEG Codec klar kommen. Läßt sich aber bestimmt in den entsprechenden Foren klären.

Ciao
Ulf

GoaSkin – Donnerstag, 07. Mai 2009 00:31 Uhr

Naja… ich möchte ja keinen einzelnen Fernseher ansteuern, der in der Nähe eines Rechner steht, sondern das Signal in die Durchgangsleitung der Antennenverkabelung einspeisen (so wie das alte Videorekorder tun, um Geräte ohne SCART zu unterstützen), in dem im Idealfall ein DVB-MUX aber wenn das nicht möglich ist ein analoges Signal auf einen UHF-Kanal gelegt wird.

Bei uns im Wohnzimmer steht ein großer Fernseher. Dort gibt es aber weder einen Computer, noch einen LAN-Anschluß.

Frank Störzer – Donnerstag, 07. Mai 2009 11:54 Uhr

Vielleicht hast du daran schon gedacht, aber es wäre auch eine Möglichkeit, einen streaming Server und einen oder mehrere Clients zu kaufen und die Clients neben den Fernsehern hinzustellen, der Server sollte irgendwo zentral stehen.

Die Vernetzung würde hier über WLAN erfolgen, man müsste nur bei den Clients darauf achten, dass diese WLAN-fähig sind, ansonsten bräuchte man noch WLAN-Brücken. Ist vielleicht keine schöne Lösung, aber eventuell eine praktische. Der Server kann den AP im Haus verwenden, wenn schon vorhanden. Einzig die Bandbreite ist hier ein Problem, sollte aber für einen DVB-Stream ausreichend sein.

Du könntest mit dieser Lösung auch eigene Filme zentral vorhalten und auch die Urlaubsbilder über die Fernseher ansehen, wenn diese auf dem Server liegen.

Ich hoffe mit meiner Überlegung dir eine Möglichkeit an die Hand zu geben, die dein Problem löst.

Gruß

Frank

GoaSkin – Freitag, 08. Mai 2009 19:52 Uhr

Unter dem Stichwort DVB-Multiplexer/ DVB-Encoder findet man Geräte, die dazu gedacht sind, Videostreams in DVB-Multiplexe umzuwandeln und in eine Leitung einzuspeisen.
Allerdings handelt es sich dabei nicht um PC-Peripherie, sondern Systeme im 19”-Format mit einem LAN-Anschluß und Antennen Ein- und Ausgängen. Eine teure Lösung, die wohl eher für kleinere Kabelnetzbetreiber gedacht ist.

Einen kleinen USB-Stick, der im Prinzip genau die gegenteilige Funktion einer TV-Karte hat, gibt es scheinbar nicht.