Zweiter Entwurf der GPL v3

Zweiter Entwurf der GPL v3

Ulrich Bantle
28.07.2006

Die GPL v3 ist mit der Vorlage eines zweiten Entwurfs der Fertigstellung ein Stück näher gerückt. Die Free Software Foundation bittet auch bei diesem zweiten Entwurf um Diskussion seitens der Community. Den ersten Entwurf hatte die FSF im Januar vorgelegt. In der ersten Diskussionsphase sind bei der FSF rund 1000 Änderungswünsche gelandet. Die Free Software Foundation in Zusammenarbeit mit dem Software Freedom Law Center haben versucht, diese Verbesserungsvorschläge zu berücksichtigen und zu besprechen. Konferenzen in den USA, Brasilien und Spanien dienten der Vertiefung der Diskussion. Eine weitere Veranstaltung ist für 23. und 24. August 2006 im indischen Bangalore angesetzt.

Eben Moglen, Gründer und Vorsitzender des Software Freedom Law Center sagte, jeder Vorschlag sei geprüft worden.Laut Ankündigung des GPL-Entwurfs sind Passagen zum DRM geändert worden. Im zweiten Entwurf ist die Passage zum DRM gekürzt worden. Die GPL verbietet im zweiten Entwurf DRM nur dann ausdrücklich, wenn der DRM-Einsatz Benutzer an der Weitergabe und Änderung von GPL-Software hindert. Die GPL v3 verbiete damit die Implementierung von DRM nicht generell, sehr wohl aber den Versuch, Benutzern zu verbieten, DRM-Code wieder zu entfernen.

Ein Entwurf der GNU Lesser General Public License (LGPL) Version 3 steht nun ebenfalls bereit. Wer die GPL v3 im zweiten Entwurf genau studieren will, finden auf dieser Webseite eine Fassung, in der die Änderungen seit dem ersten Entwurf hervorgehoben sind.

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Kommentare
Re: Zweiter Entwurf der GPL v3
Christian Stamitz, Sonntag, 30. Juli 2006 15:02:47
Ein/Ausklappen

Everyone is permitted to copy and distribute verbatim copies of this license document, but changing it is not allowed. ... The licenses for most software are designed to take away your freedom to share and change it.


Ich finde, die Creative Commons Leute haben gezeigt wie eine verständliche GPL-Erklärung aussehen kann. Die Präambel ist immer noch rhetorisch problematisch wie viele angemerkt haben und die FSF hat nichts Wesentliches geändert. Es wird für Laien nicht klar, dass die FSF Autor der GPL-Lizenz ist aber nicht zwingend der Software. Die Präambel trägt der Tatsache kaum Rechnung, dass die GPL heute zumeist nicht von der FSF verwendet wird. Es gibt auch überhaupt keinen Grund die GPL immer noch GNU GPL zu nennen. Und es ist schon sehr seltsam die Prämbel mit dem Angriff gegen andere Lizenzmodelle zu beginnen.

Mal sehen, ob es in der zweiten Runde wieder die Möglichkeit zum Kommentar gibt. Es scheint ja schon einiges besser geworden zu sein.

Zum Vergleich nehme man die CC GNU GPL "Commons deed"

[1] http://creativecommons.org/licenses/GPL/2.0/



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