Zweite Beta von KDE 4.1

Zweite Beta von KDE 4.1

Kristian Kißling
25.06.2008

Die zweite Beta von KDE 4.1 bringt vor allem ein mehr an Stabilität sowie neue Übersetzungen und zusätzliche Dokumentation. Der so genannte Feature Freeze war vor einem Monat, seitdem erhält KDE 4.1 keine neuen Funktionen mehr.

Ende Juli soll die stabile Version erscheinen, bis dahin wollen die Entwickler die grafische Oberfläche weiter stabilisieren. Das Announcement hebt ansonsten die Änderungen bei den Sprachanbindungen und die Verbesserungen am Dateimanager Dolphin sowie am Bildbetrachter Gwenview hervor.

Sprachanbindungen gibt es nun für Python und Ruby. Das heißt, Entwickler, die lieber in diesen Sprachen programmieren, können nun auch Anwendungen für KDE 4.1 schreiben. Als Beispiel verweist das Projekt etwa auf das in Python verfasste Drucker-Miniprogramm.

Die Tags rechts im Dolphin sind ein Vorgeschmack auf Nepomuk, den semantischen Desktop. Auf vielfachen Wunsch gibt es nun in Dolphin auch eine detaillierte Baumansicht. Gwenview heißt der neue, alte Bildbetrachter unter KDE 4.1.

Dateimanager Dolphin bringt erste Komponenten für den "sozialen, semantischen Desktop" Nepomuk mit, den Entwickler im Rahmen eines europäischen Forschungsprojekts vorantreiben. Ein in Dolphin integriertes Tagging-System soll es einfacher machen, Inhalte zu finden.

Auch der Ein-Klick-Modus wurde optimiert: Im linken oberen Eck einer Dateiansicht wartet nun ein kleines Pluszeichen. Ein Klick auf dieses wählt eine Datei aus, ohne sie zu öffnen, was insbesondere den Ein-Klick-Modus von Dolphin intuitiver macht. Nicht zuletzt gibt es auf mehrfache Nachfrage nun einen detaillierten Listenmodus in der Baumansicht.

Im Bildbetrachter Gwenview landen die Funktionen "Drehen" und der "Vollbildmodus" nun im Kontextmenü der Bilder, wodurch die Oberfläche aufgeräumter erscheint und der Anwender für diese Aktionen weniger Mausbewegungen benötigt.

KDE 4.1 Beta 2 lässt sich wie immer über KDE Four Live zusammen mit einem OpenSuse 11 als Live-CD herunterladen. Wer sich das neue Opensuse ohnehin ansehen wollte, schlägt so gleich zwei Fliegen mit einer Klappe.

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