X.org: Flackerfreies Booten durch verlagerte Mode-Settings

X.org: Flackerfreies Booten durch verlagerte Mode-Settings

Jan Rähm
22.04.2008

Die Entwickler von X.org arbeiten daran, einen bisher wenig beachteten Bestandteil vom User- in den Kernelspace zu verlegen: Die Steuerung der Mode-Settings. Entgegen dem Trend, Funktionen vom Kernel- in den Userspace zu verlagern, arbeiten einige X.org-Entwickler daran, die Steuerung der Mode-Settings in den Kernel zu verlagern. Dieses Vorgehen soll unter anderem zu verbessertem und flackerfreiem Bootverhalten führen. Der Mode-Settings-Code ist verantwortlich für den Wechsel in den und die Rückkehr aus dem Suspend-Zustand sowie für den Wechsel von grafischer Oberfläche auf das virtuelle Terminal und zurück. Diese Prozesse sollen vorrangig von der Codeverlagerung profitieren. Das unschön anzusehende Umschalten zwischen den Auflösungsmodi soll dadruch ebenso verschwinden wie die Treiber-spezifischen Hänger.

Der Haken an den neuen Mode-Settings: Sie sind bisher lediglich für den Treiber für Intels Grafikchipsatz GMA 915 verfügbar - der Hersteller habe aktiv an der Entwicklung mitgeholfen, weiß das Online-Magazin Phoronix zu berichten. Aber man arbeite auch an Kernelspace-Treibern für ATI Radeon-Chips.

Bis das neue Feature im Kernel landet, können noch weitere Treiber hinzukommen. Den Code für die Mode-Settings haben die Entwickler noch nicht in den Mainline-Kernel gebracht und glauben auch nicht daran, es bis zum Ende des Mergefensters für Linux 2.6.26 zu schaffen. Realistischer erscheint der Folgekernel 2.6.27. Einen ersten Eindruck des Features können interessierte Nutzer dennoch erhaschen. Das kommende Fedora Core 9 bringt den Intel-Treiber für den Kernelspace mit.

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