X-Server-Pläne: Valve, Wayland, Hybrid-Grafikkarten
Akte X

X-Server-Pläne: Valve, Wayland, Hybrid-Grafikkarten

01.11.2012 Auf dem UDS hatten wir Gelegenheit, uns über die Pläne des X-Server-Teams für die nächste Ubuntu-Version 13.04 zu informieren.

Spiele sind natürlich dank des Valve-Engagements ein wichtiger Punkt, der auch das X-Server-Team betrifft. Valve-Mitarbeiter Drew Bliss äußerte sich gegenüber Ubuntu User sehr positiv über den Besuch auf dem UDS-R: Die Entwickler seien sehr hilfreich gewesen, man habe aufgrund des Valve-Engagements zahlreiche Grafik-Sessions angesetzt.

Konkret will Ubuntus Grafiktreiber-Team zukünftig einen experimentellen Treiber von Nvidia und ATI/AMD anbieten (für Nvidia ist das bereits jetzt der Fall), den Spieler dann wie üblich über den Bereich für Grafiktreiber installieren - auf eigene Faust. Diesen Treiber will man mit den offiziellen Updates der Treiberhersteller versorgen, so lange diese welche ausliefern. Kommt eine neue Ubuntu-Version heraus, landen die Gamer zunächst wieder auf dem Standardtreiber.

X-Server-Entwickler Christopher Halse Rogers gab uns zudem Auskunft über die Pläne für den neuen Display-Manager Wayland. Man werde die vorhandene auf die Version 1.0 aktualisieren, der Compositor bleibt allerdings zunächst im PPA. Man plane aber weiterhin, einen System-Compositor für Wayland in der nächsten LTS-Version 14.04 auszuliefern. Generell werde Ubuntu den Einsatz des X-Server langfristig zurückfahren.

Gute Nachrichten kündigte Rogers für Nutzer von Rechnern mit mehreren Grafikchips an (Hybrid-Grafik): Auch normale Anwender sollen demnach ab Ubuntu 13.04 in der Lage sein, die Treiber für Hybrid-Grafik zu installieren. Die Unterstützung werde sich in diesem Bereich weiter verbessern.

Eine weitere Änderung betrifft auch Unity: Offenbar wollen die Unity-Entwickler die Mesa-Grafiktreiber zukünftig mit dem Desktop testen, bevor die Treiber im Proposed-Repository landen, das dann für eine breitere Schicht von Testern zur Verfügung steht. Das verzögert zwar die Auslieferung neuer Grafikkartentreiber, dürfte aber die Stabilität von Unity erhöhen. Nicht zuletzt ist auch Touch-Unterstützung ein Thema: Entwickler Chase Douglas war zwar anwesend, arbeitet aber nicht mehr für Canonical. Rogers sieht hier vor allem eine Notwendigkeit, diverser Touch-Bugs zu beheben.

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