Wine-Doors möchte Wine-Tools ersetzen

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Mathias Huber
10.07.2007

Das Projekt Wine-Doors hat Version 0.1 seiner Software veröffentlicht. Das grafische Werkzeug soll die Installation von Windows-Anwendungen in der freien Laufzeit-Umgebung Wine unter Linux erleichtern.

Das noch junge Wine-Doors möchte die Wine-Tools ablösen, die bisher für diesen Zweck zum Einsatz kamen. Das GPL-Programm versteht sich als Paketmanager für Windows-Anwendungen unter Linux.

Standardmäßig installiert Wine-Doors Windows-Schriften, eine Visual-C++-Laufzeitumgebung sowie die Windows-Versionen von Mozilla-Komponenten. Der Wine-Doors-Entwickler Karl Lattimer arbeitet derzeit an Anwendungspaketen für den Browser Opera, den Eudora-Mailclient, Dreamweaver sowie Internet Explorer. Er sucht noch Mitstreiter, die weitere Windows-Anwendungen paketieren.

Das GUI-Programm ist in Python geschrieben und integriert sich am besten in die Desktop-Umgebung Gnome, dessen Bibliotheken Pygtk, Glade und Cairo es verwendet. Derzeit arbeitet das Werkzeug nur mit dem freien Wine zusammen, in zukünftigen Versionen soll es auch dessen kommerzielle Abkömmlinge Cedega und Crossover Office unterstützen.

Das erste Meilenstein-Release von Wine-Doors steht auf der Download-Seite des Projekts als Tarball bereit. Binärpakete gibt es derzeit noch nicht. Dank einer Partnerschaft mit Sabayon Linux soll diese Distribution aber demnächst Wine-Doors 0.1 enthalten.

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Kommentare
Re: Wine-Doors möchte Wine-Tools ersetzen
GoaSkin , Mittwoch, 11. Juli 2007 11:15:47
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Ich denke nicht, daß WINE vor allem die Hürde hat, daß man mangelnder Benutzerfreundlichkeit nachhelfen muß. Das Paket WineDoors wie auch das kommerzielle CrossOver sehe ich als ein wenig verfehlt, da die Priorität auf die Unterstützung von Windows-Anwendungen gesetzt wird, für die der Bedarf eher gering ist. Von dem was hier genannt wird, ist vielleicht Dreamweaver interessant. Alles andere gibt es entweder eh schon für Linux oder geeignete Alternativen, die die Windows-Software eher überflüssig machen. Solch ein Tool wäre eher zur sauberen Installation von Anwendungen nützlich, zu denen man im Opensource-Bereich vergeblich nach etwas sucht, was das Alpha-Stadium verlasen hat.

Zur besseren Integration der Windows-Anwendungen fehlt eigentlich eher etwas anderes, worum man sich aber wohl recht wenig kümmert: Desktop-Integration.

WINE unterstützt Windows XP-Themen und wenn es um die Frage geht, einen Linux-Desktop im einheitlichen Look zu haben, so wird selbst vom QT-Hersteller Trolltech empfohlen unter WINE die Themen Plastique oder Cleanlooks zu installieren und diese zugleich auch für QT- und GTK- Anwendungen separat zu installieren. Allerdings wäre es eine bessere Alternative, wenn die Windows- Anwendungen native Widgets nutzen. Bräuchte man eigentlich nicht einfach ein WINElib-basiertes Windows XP Theme, das mit Hilfe von GTK oder QT sowie deren Einstellungen dann die Windows- Widgets illustriert?

Aber Desktop-Integration bedeutet nicht nur Aussehen. Gut, im Bereich Schriften-, Drucker- und Zwischenablagen-Unterstützung wurde in den letzten Jahren viel gemacht, aber dennoch arbeitet WINE hier viel zu autonom. WINE nutzt ein virtualisiertes Dateisystem und eigene Dialoge, deren Qualität zu wünschen übrig lässt. Abstrahierte QT- bzw. GTK-Dialoge können den Windows-Anwendungen auch die Informationen liefern, die sie über die Dialoge den Benutzer fragen und würden zu gleich die emulierten Anwendungen einwenig darauf optimieren, daß sie gerade unter Linux laufen. Auch die virtuellen Windows-Laufwerke müssen den Benutzer nicht jucken. Da gaukelt man den Anwendungen eben vor, daß es nur Laufwerk C und ein CDROM gibt und zeigt dem Benutzer das normale Linux- Dateisystem.


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Re: Wine-Doors möchte Wine-Tools ersetzen
Benjamin Quest, Dienstag, 10. Juli 2007 20:25:18
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Finde ich gut. Allerdings wieso um alles in der Welt ein Opera-Paket? Opera bietet für Hinz und Kunz Linux-Binaries an ... Slackware, Madriva, Ubuntu, SuSE, Fedora, Debian, Mepis, Gentoo, RedHat, ... Statisch gelinkt, na gut, aber bisher haben alle Versionen bei mir bestens funktioniert.


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Re: Wine-Doors möchte Wine-Tools ersetzen
GoaSkin , Mittwoch, 11. Juli 2007 11:40:28
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Opera findet man zum Teil auch dynamisch gelinkt, aber du hast Recht. Wie in meinem anderen Beitrag
erwähnt halte ich die genannte Software insgesamt für verfehlt, da die Priorität auf Software gesetzt ist,
für die nicht wirklich Bedarf besteht.



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