Wine 1.1.30 bringt Support für OpenAL

Wine 1.1.30 bringt Support für OpenAL

Reife Trauben

Tim Schürmann
28.09.2009 Am Wochenende hat das Wine-Projekt eine neue Version des freien Windows-Emulators freigegeben. Neben den zahlreichen, obligatorischen Fehlerkorrekturen gibt es Fortschritte bei der Direct3D-10-Schnittstelle, sowie erstmals Unterstützung von OpenAL.

Mit Hilfe der Software Wine lassen sich die meisten Windows-Anwendungen auch unter Linux betreiben. Im Gegensatz zu Virtualisierungslösungen wie etwa VirtualBox übersetzt Wine die System- und Bibliotheksaufrufe in ihre Linux-Pendants. Damit integrieren sich zum einen die Windows-Anwendungen in die Linux-Umgebung und zum anderen laufen sie auch etwas schneller ab.

Alexandre Julliard hat jetzt die Version 1.1.30 freigegeben. Zu den größten Neuerungen zählen

  • die Unterstützung der OpenAL-Bibliothek für Surround Sound,
  • weitere Arbeiten an der Direct3D 10-Schnittstelle, das als Microsofts OpenGL-Gegenpart insbesondere Spiele antreibt,
  • verbesserte HTML-, JavaScript sowie MAPI Unterstützung und schließlich
  • überarbeitete und fehlerbereinigte Common Controls.

Darüber hinaus wurden zahlreiche kleinere Fehler behoben, die insbesondere bei Spielen auftraten. So lässt sich jetzt das .NET Framework Service Pack 1 installieren, das Actionspiel Bioshock stürzt nicht mehr beim Laden des zweiten Level ab und der Steam-Client stellt seine Farben korrekt da. Über Korrekturen freuen sich auch Spieler von Myst 4, Prince of Persia und Flatout 2. In gleich mehreren Spielen erscheinen die Schriftarten endlich korrekt. Behobene Fehler helfen auch Corel Painter X, Visual C++ und GNU Emacs auf die Beine. Schließlich gehören noch die Pfadprobleme in Speichern-Dialogen der Vergangenheit an und der Internet Explorer 7 bricht seinen Start nicht mehr mit der Meldung „Cannot find '%ws'“ ab.

Sämtliche Fehlerkorrekturen und Änderungen nennen die Release Notes, eine Datenbank mit allen unter WINE lauffähigen Windows-Programmen und Installationshinweisen steht auf der Projekt-Homepage bereit.

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Kommentare
Emulator
anonym0us (unangemeldet), Montag, 28. September 2009 11:57:07
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Am Wochenende hat das Wine-Projekt eine neue Version ihres Windows-Emulators freigegeben....


WINE = WINE is not an emulator


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Re: Emulator
Marcel Hilzinger, Montag, 28. September 2009 12:19:09
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Hallo anonym0us,
ich glaube, die meisten Leser auf dieser Seite wissen, dass Wine sehr wohl ein Emulator ist, auch wenn sich der Projektnamen wie von dir korrekt bemerkt aus dem Sätzchen Wine Is Not an Emulator herleitet.


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Re: Emulator
Frank Störzer, Montag, 28. September 2009 13:28:08
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Wie wäre es mit einer kleinen Abkürzung zwischen Windows und Emulator. Letzten Endes wird ja nur die API Emuliert. Daher schlage ich mal Windows-API-Emulator als Bezeichnung vor.

Gruß

Frank


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Re: Emulator
MasterChief (unangemeldet), Dienstag, 29. September 2009 12:09:37
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Ja diese Leser, zu denen du scheinbar auch gehörst, Wissen nicht was ein Emulator ist.
Ein Emulator emuliert ein komplettes System! Wine selber Emuliert kein Windows sondern stellt "nur" die Schnittstellen von Windows bereit. Das ganze bezeichnet man auch als Laufzeitumgebung http://de.wikipedia.org/wiki/Laufzeitumgebung




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Re: Emulator
Tim Schürmann, Dienstag, 29. September 2009 12:40:53
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WINE ist ein Emulator. :)

Zitat Wikipedia: "Als Emulator (von lat. aemulare, „nachahmen“) wird in der Computertechnik ein System bezeichnet, das ein anderes in bestimmten Teilaspekten nachahmt."

Es reichen also schon Teilaspekte aus, es muss nicht ein kompletter Rechner nachgebaut werden. In diesem Fall ist das emulierte System Windows.

Wesentlich ist hier, dass dem unveränderten Originalprogramm eine Windows-Umgebung vorgegaukelt wird und es somit in einer fremden Umgebung startet.

Das Problem ist allerdings, dass der Begriff "Emulator" äußerst unscharf ist; fast jeder definiert ihn etwas anders. Hinzu kommen die anderen "Buzzwörter" wie Virtualisierung, Paravirtualisierung und Co. Zu diesen ganzen Begriffen gab es auch mal einen LinuxUser-Artikel.

Man kann WINE daher auch als Laufzeitumgebung auffassen - zumindest wenn man die Definition von Wikipedia heranzieht - oder als Windows-API/ABI-Emulator, etc. Aber warum kompliziert, wenn es auch einfach geht? :) (Mit "Emulator" können auch sicherlich mehr Leser etwas anfangen, als mit einer Laufzeitumgebung.)

Die Diskussion darum kann also im Prinzip ewig weiter gehen. :)


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