Wikipedia-Tag - Tagung für WissensarbeiterInnen

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Manuel Schneider
24.09.2007

Die freie Enzyklopädie Wikipedia gehört zu den zehn beliebtesten Diensten im Internet. Immer mehr Menschen nutzen ihre Inhalte, besonders WissensarbeiterInnen wie SchülerInnen und Studierende, Lehrpersonen und Dozierende, JournalistInnen und BibliothekarInnen. Der gemeinnützige Verein Wikimedia CH möchte mit öffentlichen Veranstaltungen den Dialog von Wikipedia-Nutzenden und Wikipedia-AutorInnen fördern. Am Samstag, dem 29. September 2007 findet nun bereits der dritte schweizerische Wikipedia-Tag statt, diesmal in der Aula der pädagogischen Hochschule PHBern in Bern. Der erste Wikipedia-Tag ging im Sommer 2006 in den Räumlichkeiten der ETH Zürich über die Bühne, der zweite im Frühling 2007 in jenen der Fachhochschule der italienischen Schweiz (SUPSI) in Lugano.

Der kommende Wikipedia-Tag in Bern, der grosszügig von der PHBern unterstützt wird, will Einblicke in gemachte Erfahrungen, Arbeitsweisen und Potenziale der Wikipedia geben. Mit Wikisource, Wikimedia Commons und Antbase werden ausserdem drei weitere Projekte des freien Wissens vorgestellt. Für die Eröffnungsrede konnte Nadine Masshardt, die jüngste Grossrätin des Kantons Bern sowie Nationalratskandidatin, gewonnen werden. Sie verkörpert den jungen, dynamischen und aufstrebenden Charakter der Wikipedia optimal.

«Wir sind stolz, ExpertInnen unterschiedlichster Fachrichtungen für Referate gewonnen zu haben», freut sich Michael Bimmler, Präsident von Wikimedia CH. «Dies garantiert ein ausgewogenes und attraktives Programm für Wissensarbeitende jeglichen Hintergrunds.» Das Programm beinhaltet:

  • Die Historiker Peter Haber von der Universität Basel und Jan Hodel von der Pädagogischen Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz berichten gemeinsam über ihr Projekt des letzten Semesters, in dem sie Studierende in der Wikipedia Artikel editieren liessen.
  • Mit Marco Jorio ist ein weiterer Historiker an der Tagung vertreten. Als Chefredaktor des Historischen Lexikons der Schweiz geht er auf Vor- und Nachteile von kostenpflichtigen Printmedien und kostenlosen Online-Publikationen ein.
  • Der Insektenforscher Donat Agosti stellt eine umfassende, freie und wissenschaftliche Online-Datenbank über Ameisen vor und
  • Michail Jungierek (Hamburg) präsentiert Wikisource, ein Schwesterprojekt der Wikipedia, das der Sammlung freier Texte dient.
  • Der Jurist Emanuel Meyer vom Eidgenössischen Institut für geistiges Eigentum beantwortet in seinem Referat urheberrechtliche Fragen zu freien Online-Projekten.
  • Die Wikipedia-Administratorin Irmgard Wiesner aus Baden berichtet über das Arbeiten an Wikipedia-Artikeln, welche umstrittene Inhalte aufweisen.
  • Die amerikanische Stiftung Wikimedia Foundation, welche die Wikipedia und ihre Schwesterprojekte betreibt, ist mit Delphine Ménard vertreten. Sie spricht zu «The promotion of free knowledge: the cultural challenge».
  • Den Abschluss des Hauptprogramms bildet eine Podiumsdiskussion unter der Leitung des Journalisten und Co-Präsidenten von Comunica-ch, Wolf Ludwig.

Diese Vorträge werden parallel in Bild und Ton ins Internet übertragen und können so live im Ogg/Theora-Format angesehen oder als MP3 angehört werden.

Parallel zum Hauptprogramm können Interessierte unter Anleitung direkt in der Wikipedia und in Wikisource editieren. Ausserdem präsentiert Wikimedia Commons, die zentrale Mediendatenbank der Wikimedia Foundation, eine Fotoausstellung mit den besten Bildern aus der Schweiz in dieser Datenbank.

Der Wikipedia-Tag wird organisiert von Wikimedia CH, mit freundlicher Unterstützung der PHBern, des Migros Kulturprozents und in Kooperation mit der Digitalen Allmend.

Weitere Informationen zum Wikipedia-Tag gibt es unter http://www.wikipediatag.ch/.

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