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Angst vor dem Risiko

Wien kauft weitere MS-Office-Lizenzen

03.12.2009 Eigentlich wollte die Stadt Wien ja wie München sämtliche Rechner der Verwaltung langfristig auf Linux umstellen. Jetzt werden aber für rund 1 Million Euro weitere Office-Lizenzen von Microsoft gekauft.

Die Angst ging um in der Wiener Stadtverwaltung. Die Angst vor Veränderung und unlösbaren Makros. Umso beruhigter gibt sich der Vorstand nach der gestrigen Sitzung:

"Die Kontinuität und die hohe Qualität in der
Dienstleistung in der Wiener Verwaltung ist sichergestellt",

soll Barbara Novak nach der Sitzung des zuständigen Gemeinderatsausschusses laut einer Pressemeldung der Agentur APA-OTS gesagt haben. Gemeint hat Sie damit in erster Linie die Arbeit an den Office-Produkten, für die es laut einem Bericht von DerStandard angeblich in einigen Arbeitsbereichen keine Open-Source-Alternative am Markt gäbe.

Wie auch das Münchner-Projekt so hat auch Wien mit zahlreichen auf Microsoft-Office und andere Windows-Programme spezialisierten Makros zu kämpfen. Im Unterschied zu München scheint man in Wien hingegen die Probleme damit nicht lösen zu können und wählt so den vermutlich günstigeren Weg des geringsten Widerstandes: Neue Lizenzen von Microsoft Office für rund 1 Million Euro.

Probleme dieser Art sind bei den Österreichern nicht neu: Bereits im letzten Jahr hat man in den Kindergärten die rund 350 Linux-Rechner wieder auf Windows umgestellt. Grund dafür war angeblich eine Software zur Spracherziehung, die -- wie seltsam -- nur mit dem Internet Explorer funktioniert. Anstatt eine Portierung auf Firefox anzustoßen hat man sich auch hier für den günstigsten Weg entschieden und kurzerhand Windows-Lizenzen gekauft. Dass Firefox schon 2009 über größere Marktanteile als sämtliche Internet-Explorer-Versionen zusammen verfügen würde, konnte man in Wien zu dieser Zeit natürlich nicht ahnen.

Trotz allem gibt man sich in Wien offen. Es stehe weiterhin jedem Mitarbeiter offen, Wienux und Open Office zu nutzen. Zudem heißt es in der Pressemeldung weiter::

Die Stadt Wien versucht, die Balance zwischen Anbietern weit
verbreiteter Anwendungen wie Microsoft und Open-Source Produkten zu
wahren. 

Das hauseigene Wienux scheint der Gemeinderatsausschuss allerdings auf Eis gelegt zu haben. Anders kann man sich die archaisch anmutenden Versionsnummern (Debian 3.1, Firefox 1.0.4, OpenOffice 1.9) auf der Wienux-Projektseite wohl kaum erklären.

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Kommentare
Mit 1,5 Mio €
Julian (unangemeldet), Freitag, 04. Dezember 2009 01:17:33
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Re: Mit 1,5 Mio €
Rolf (unangemeldet), Freitag, 04. Dezember 2009 09:19:16
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Re: Mit 1,5 Mio €
Julian (unangemeldet), Freitag, 04. Dezember 2009 10:47:46
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Re: Mit 1,5 Mio €
JoNo (unangemeldet), Freitag, 04. Dezember 2009 16:00:05
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Re: Mit 1,5 Mio €
Rolf (unangemeldet), Freitag, 04. Dezember 2009 17:58:17
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Wirklich?
Christian Berg, Freitag, 04. Dezember 2009 20:35:28
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Re: Wirklich?
Rolf (unangemeldet), Freitag, 04. Dezember 2009 21:18:01
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Problem löst sich von selbst
Marcel Hilzinger, Samstag, 05. Dezember 2009 17:49:46
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Re: Problem löst sich von selbst
Christian Berg, Mittwoch, 09. Dezember 2009 14:27:02
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Re: Mit 1,5 Mio €
Misty Aniston, Montag, 14. Dezember 2009 18:53:21
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Re: Mit 1,5 Mio €
Zettmaster (unangemeldet), Montag, 14. Dezember 2009 22:41:24
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Infos zum Autor

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger arbeitet als Redakteur für die Zeitschriften LinuxUser und EasyLinux. Am liebsten schreibt er Artikel zu netten Gadgets oder Multimedia-Software. In seiner Freizeit spielt er gerne Kicker.

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