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Azingo gegen Android

Vodafone entwickelt eigenes Handy-Linux

13.02.2009 Die in Kalifornien ansäßige Firma Azingo soll für Vodafone ein auf der LiMo-Plattform basiertes Handybetriebssystem entwickeln.

Als Basis füŕ das Linux-Betriebssystem soll die LiMo Plattform dienen; ein Standard, der von dem Industriekonsortium LiMo Foundation entwickelt wird. Sowohl Azingo wie auch Vodafone sind Mitglieder der LiMo Foundation. Ziel des Unternehmensverbandes ist eine einheitliche, offene, weltweit konsistente Linux-Plattform für Mobiltelefone zu entwickeln, die Mobil-Hersteller weltweit nutzen können. Erst vor wenigen Tagen hatte das Konsortium entschieden, dass Embedded-Linux-Hersteller Wind River die Systemintegration für die gemeinsame Plattform übernehmen soll. Das US-amerikanische Unternehmen soll dabei den Code integrieren, den die verschiedenen Mitglieder des Unternehmerverbands zuliefern und diesen aufeinander abstimmen, testen, bewerten und härten.

Wer schon mal einen Eindruck davon bekommen möchte, wie Vodafone-Linux-Telefone aussehen sollen, kann einen Blick auf Azingo 2.0 werfen. Die neueste Version der Linux-Variante für Mobiltelefone kommt mit einem eigenen Browser, Azingo Web Runtime, Anwendungen und dem so genannent Azingo Active Homescreen. Diese Version wiederum basiert bereits auf der Referenz-Implementierung R1 der LiMo Foundation. Die Anwendung namens Runtime liefert hierbei Web-Applikationen auf unterschiedlichen Mobilplattformen.

Auch eine Eclipse-basiertes Software-Entwicklungsumgebung (SDK) stellt der Hersteller zur Verfügung. Mit Hilfe dieser Software sollen Entwickler eigene Anwendungen auf Basis von Ajax, HTML, JavaScript oder CSS selbst schreiben können, die sich wie native Anwendungen verhalten sollen. Über den so genannten Azingo Homescreen sollen Anwender Informationen aus dem Internet und von ihrem Telefonanbieter in Echtzeit erhalten, der Bildschirm soll dabei der vertrauten Desktop-Oberfläche nachempfunden sein. Laut Angaben auf der Azingo-Webseite ist die Software frei; die Redaktion recherchiert noch, unter welcher Lizenz die Software veröffentlicht ist.

Die nächste Referenzversion der LiMo Platform 2.0 soll später im Jahr veröffentlicht werden.

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