Virtualisierungs-Projekt OpenVZ mit neuer Version

Virtualisierungs-Projekt OpenVZ mit neuer Version

Britta Wülfing
21.12.2005

OpenVZ, ein im September gegründetes Open-Source-Virtualisierungs-Projekt hat heute die neue Version seines Virtualisierungskernels freigegeben. Die Version mit der etwas kryptischen Nummer 2.6.8-022stab056.1 steht auf der Website http://openvz.org/download/ zum Downloadbereit. Mit ihm lassen sich so genannte Virtual Private Server (VPS) auf Linux-Basis implementieren. OpenVZ ist ein Abkömmling der kommerziellen Virtualisierungssoftware "Virtuozzo" vom Hersteller SWSoft, der Teile dieses Systems im September 2005 für die Community unter dem Namen OpenVZ freigegeben hat. Wesentliche inhaltliche Unterschiede von OpenVZ zu Virtuozzzo liegen in der geringeren Skalierbarkeit und höheren Performance. OpenVZ ist für bis zu 8 CPUs und 64 GB ausgelegt, Virtuozzo unterstützt bis zu 32 CPUs.
Ähnlich wie Red Hat und Novell will SWsoft nun neben den kommerziellen Produkten für den Unternehmenseinsatz ein Projekt schaffen, um freie Entwickler zur Mitarbeit zu gewinnen. Analog zu den den Projekten Fedora und (seit kürzerem) OpenSuse sollen unter VZsoft neue Entwicklungen getestet werden, um dann in das Kaufprodukt Virtuozzo einzufließen. Zur Open-Source-Version kann auch Support gekauft werden, der dann wiederum von SWsoft geleistet wird.

OpenVZ ist für den Einsatz dedizierter Server mitOracle, DB/2, Weblogic oder Websphere geeignet. Weitere typische Anwendungsszenarien sind das Testen von Server-Konfigurationen oder neuen Applikationen. Zudem ermöglicht OpenVZ beispielsweise im Lehrbetrieb den Studenten uneingeschränkten Root-Zugriff auf virtuelle Linux-Server. Dank der geringen Inanspruchnahme von Systemressourcen, die Entwicklersprechen von 1-3%, bietet sich der Einsatz von OpenVZ gerade dort an, wobisher aus Performance-Gründen auf Virtualisierung verzichtet worden ist.OpenVZ skaliert derzeit auf bis zu 8 CPUs mit bis zu 64 GByte RAM.

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