Mit der neuen Version seiner Virtualisierungssoftware VirtualBox beseitigt Hersteller Sun alte Fehler und führt kleine Verbesserungen durch – neue Funktionen sucht man vergebens. So arbeitet das Kernelmodul neuerdings auch unter Linux 2.6.27, beim Herunterfahren der virtuellen Maschine kommt es nicht mehr zu unschönen Wartezeiten, wenn die serielle Schnittstelle aktiviert wurde. Die Linux Additions akzeptieren jetzt alle benutzerdefinierten Videomodi in /etc/X11/xorg.conf. Darüber hinaus wurde die Stabilität bei der Verwendung der Virtualisierungsfunktionen von AMD-Prozessoren (AMD-V, auch als Pacifica bekannt) erhöht, die Abstürze beim Abziehen von USB-Geräten behoben und der Fehler beim NIC Tracing mit NAT Interfaces ausgebessert. Alle weiteren Änderungen nennt das Changelog auf der VirtualBox-Homepage.
Überraschung!
Wer allerdings zur Open Source Edition (kurz OSE) von VirtualBox 1.6.4 greift und diese unter Linux übersetzen möchte, erlebt derzeit noch eine böse Überraschung: Bei der Paketerstellung wurden zwei so genannte Makefiles vergessen, die den Übersetzungsprozess steuern und ohne die sich VirtualBox folglich nicht erstellen lässt.
Um das Problem zu lösen, entpackt man zunächst das .tar.bz2-Archiv und wechselt in das dabei neu entstandene Unterverzeichnis. Jetzt speichert man diese Datei unter dem Namen Makefile.kmk im Verzeichnis src/apps/tunctl und anschließend diese Datei ebenfalls unter dem Namen Makefile.kmk eine Verzeichnisebene höher unter src/apps. Nun sollte die Übersetzung wie in der Anleitung beschrieben funktionieren. Weitere Informationen zu den vergessenen Makefiles nennt Klaus Espenlaub in seiner E-Mail auf der Entwickler-Mailingliste.





