Neuer Classic-Modus

Version 3.8 von Gnome erschienen

Version 3.8 von Gnome erschienen

Tim Schürmann
29.03.2013
Die neue Version ersetzt den Classic-Modus durch Erweiterungen, bietet eine verbesserte Suche und bringt überarbeitete Systemeinstellungen mit.

Gnome 3.8 ersetzt den alten Fallback- durch einen neuen Classic-Modus. In diesem zaubern Erweiterungen das noch aus Gnome 2 bekannte Menü an den oberen Bildschirmrand. Da somit im Gegensatz zum Fallback-Modus im Hintergrund weiterhin die Gnome-Shell werkelt, braucht man jetzt in jedem Fall eine 3D-Grafikkarte. Um Gnome auch auf Systemen nutzen zu können, auf denen kein OpenGL-Treiber zur Verfügung steht, lassen viele Distributionen die Grafik via Llvmpipe vom Hauptprozessor berechnen – was entsprechend Leistung kostet. Der alte Fallback-Modus stand schon länger auf der Abschussliste der Entwickler, die den Code nicht doppelt warten wollten. Da aber viele Nutzer an den alten Menüs hingen, hat man sich für die Lösung über Erweiterungen entschieden. Diese bieten allerdings (noch) nicht den vollen Leistungsumfang aus Gnome 2.

In der neuen Version 3.8 haben die Entwickler auch die Aktivitäten-Übersicht leicht überarbeitet. So gibt es jetzt einen Reiter mit den besonders häufig genutzten Anwendungen. Die Darstellung mit allen Anwendungen zeigt auch Anwendungsordner als Symbole, worüber sich Anwendungen jetzt noch leichter finden lassen sollen. Auch die Suchfunktion hat eine Aktualisierung erfahren. Sie sammelt die Suchergebnisse von allen Anwendungen ein und präsentiert die Suchergebnisse jetzt übersichtlich nach Anwendungen sortiert. Das Verhalten und die Reihenfolge der Ergebnisse kann man über ein Modul in den Systemeinstellungen festlegen.

In den neuen Privatsphäre-Einstellungen dürfen Nutzer festlegen, wer Zugriff auf die Inhalte des Computers erhält, welche persönlichen Informationen auf dem Bildschirm erscheinen und welche Funktionen die eigenen Aktivitäten protokollieren dürfen. Im ebenfalls neuen Modul für Systembenachrichtigungen lässt sich festlegen, welche Anwendungen Nachrichten anzeigen sollen und welche nicht.

Neu in Gnome 3.8 ist die Uhr-Anwendung, die in der Vorversion schon als Preview enthalten war. Sie bietet jetzt Uhren für verschiedene Weltzeiten, einen Wecker, eine Stoppuhr und Timer. Die Entwickler haben aber auch die übrigen GNOME-Anwendungen nicht vergessen. So verfügt beispielsweise das Programm Dokumente über eine verbesserte Benutzeroberfläche, der Browser Epiphany nutzt Webkit2. Die Verwaltung für Onlinekonten kann jetzt auch mit Owncloud umgehen.

Abschließend laufen Animationen unter Gnome 3.8 weicher ab, was insbesondere Übergängen und Fenstergrößenänderungen zugutekommt. Darüber hinaus wurden über 60 Fehler korrigiert und zahlreiche Details verbessert, wie etwa die Eingabe von Zeichen. Die wesentlichen Neuerungen stellen die Release Notes vor.

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