Version 2.6 des ERP-Systems Lx-Office bringt zahlreiche Neuerungen

Version 2.6 des ERP-Systems Lx-Office bringt zahlreiche Neuerungen

ERP + CRM = Lx-Office

Anika Kehrer
08.06.2009 Lx-Office besteht aus den Modulen Enterprise Ressource Planning und Customer Relationship Management. Die aktuelle Version bringt nach zwei Jahren wieder neuen Schwung ins Projekt.

Das Bundle aus Enterprise Ressource Planning (ERP) und Customer Relationship Management (CRM) ordnet jetzt zum Beispiel jedem Artikel einen Preis zu, ermöglicht Variablen- und Notizen-Attribute und verwaltet Benutzerrechte mittels Gruppen und Authentifizierungsdatenbank.

Die Benutzerverwaltung geschieht neuerdings mittels Authentifizierungsdatenbank und nicht mehr Datei-basiert. Auch LDAP wird unterstützt. Benutzer, die einer bestimmten Gruppe zugeordnet sind, erhalten automatisch deren Freigaben. Als größere Neuerungen nennen die Hersteller weiterhin die Funktion, einzelnen Artikeln Preise zuzuordnen, die auch in der Ein- und Verkaufsmaske auftauchen. Auch Kunden und Lieferanten kann Lx-Office mit Attributen versehen, nicht mit Preisen, aber einerseits mit benutzerdefinierten Variablen und andererseits mit Freihand-Notizen. Nach dem Login ist außerdem ab sofort die Anzeige einer neuen Todo-Liste des Anwenders möglich. Es gibt auch ein weiteres Stück Freiheit: Bisher waren Schnittstellen zum Beispiel zu OS-Commerce oder PHP Peppershop vorhanden, aber nicht quelloffen. Mit der neuen Version sind sie im Quellcode enthalten, schreiben die Entwickler, allerdings noch nicht an die aktuelle Version angepasst.

Die Liste der Neuerungen und Verbesserungen ist sehr lang, verständlich und geradezu akribisch bei der Auflistung der bereinigten Bugs. Umso bedauerlicher, dass die Dokumentation online kaum weiterhilft, die Releasenotes beispielsweise nicht verlinkt sind: Um sich einen Überblick mittels Changelog zu verschaffen, muss der Interessierte erst das gepackte Tar-Archiv herunterladen. Gleiches gilt für die Installationsanleitung, die sich eigentlich nicht verstecken braucht.

Die beiden Hauptentwickler, die deutschen Firmen Linet Services und Lx Systems, setzen für die Erweiterung der Dokumentation auf die Community. An Interessenten für die Software mangelt es offenbar nicht: "Das Forum ist gut besucht und die Community trägt eine Menge zum Fortschreiten des Projekts bei", so Mirko Savic von Linet, "sowohl Support an Anfänger als auch tiefgründige Bugs und ausgereifte Testverfahren werden dort oftmals gelöst."

Die GPL-Software entstand 2003 als Fork der Buchhaltungsprogramms SQL-Ledger, um sie an die steuerlichen Rahmenbedingungen Deutschlands anzupassen. Sie steht als Debian-Paket und Tarball bei Sourceforge zum Download bereit. Auf dem System müssen ein Webserver 1 oder 2, PostgreSQL 7.3 oder höher und eine Reihe von Perl- und distributionsabhängigen Paketen vorhanden sein (ab Perl 5.8), die in der Installationsanleitung gelistet sind. Es gibt auch eine Online-Demo.

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