Hallo alle miteinander,
nachdem uns die c’t am letzten Samstag ja die schöne Debian-Server-CD mit
dem UML-IPCop spendiert hat, konnte ich es natürlich nicht lassen, das mal
auszuprobieren…
Also habe ich meine Experimente-Kiste angeworfen, im Bios die
Bootreihenfolge “A, CD-ROM, C” umgestellt und los ging’s. Die CD lief gut
durch, auch wenn ich mir bei der Frage nach einigen IPs nicht so ganz klar
darüber war, wass ich nun eingeben sollte – hat der virtuelle
IPCop-Rechner nun eine eigene IP oder nicht – und wenn ja, welche? Egal!
Wenn’s nicht läuft, kann man ja noch mal dran rumschrauben…
OK, Installation fertig, CD raus, neu gebootet und …
… die Kiste bleibt mit der Meldung
Verifying DMI Pool Data …
hängen.
Dafür hat man dann den zweiten Rechner (Siehst Du Mama, dafür braucht Dein
Sohn mehrere Rechner!) – und Google. Da findet man Dinge wie “Platte
kaputt”, “Letzte Meldung des BIOS”[1,2], “kaputter MBR” (hm, da sollte
doch der GRUB reingeschrieben werden…)[3]. Ferner findet man in der
SuSE-SDB, wie man den MBR ausliest[4], anderswo, wie man ihn komplett
platt macht[5]…
Wie dem auch sei, nichts half – weder eine andere Platte noch neue Kabel:
Verifying …
Entnervt ging ich zum Essen. Als ich zurückkam war mein Server
hochgefahren und fragte, ob meine Uhr nach Ortszeit laufe. Der hat Nerven!
Ja, sie tut es – und jetzt bitte nochmal neu booten!
Verifying …
Ich wartete, aß Schokolade, blätterte in der c’t … nach ca. 4 min
bequemte sich die Kiste, den Spuk zu beenden und bootete ohne weitere
Fehlermeldung.
Nun ja, ein Server, der nicht sicher (re-)bootet, taugt nix. Also hab ich
dann einen Schuß ins Blaue gewagt und mal die Hypothese aufgestellt, dass
der PC wohl ein Problemchen mit der Platte hat. Folge: Neues BIOS. Das
MoBo ist ein GA-6BA – also auch schon ein Weilchen alt. Dennoch hab ich
noch ein neueres BIOS gefunden als ich ohnehin schon drauf hatte. Also die
Sache mit dem üblichen feuchten Händen geflasht, reboot …
… und nach kurzem GRUB-Intermezzo startet der Rechner wie gewünscht.
Nur warum das? Nach der obigen Fehlermeldung ist das BIOS doch fertig!
Egal, schnell noch mal mit Knoppicilin gebootet, um zu schauen, dass der
CD-Boot auch noch geht. Wieder ab ins BIOS, dort steht (noch frisch
jungfräulich geflasht) “A, C, SCSI”, wieder in das Gewünschte abgeändert,
außerdem liegt der SCSI-Conroller eh seit einem halben Jahr in der
Grabbelkiste. Neustart des Systems und … ihr ahnt es schon:
Verifying…
Sollte die Bootreihenfolge etwa …? So ist es wohl, wahrscheinlich lässt
sich das CD-ROM 4 Minuten Zeit, bis es sich gemüßigt fühlt, mal Bescheid
zu geben, dass es grad nix zum Booten in der Schublade hat.
Jedenfalls läuft der Server jetzt und ich weiß, dass man
Verifying DMI Pool Data …
eventuell schon mit einer anderen Bootreihenfolge umgehen kann.
Viele Grüße
Christian S.
[1] http://www.duxcw.com/faq/computer/dmi.html
[2] http://lists.suse.com/archive/suse-linux/2003-Dec/2767.html
[3] http://www.tippscout.de/pc-h
[4] http://support.novell.com/cgi-bin/search/searchtid.cgi?/en/2002/03/fhassel_check_mbr.html
[5] http://www.heise.de/ct/ftp/ctsi.shtml





Diese 4 Minuten Terrine kocht mein Rechner nur wenn ich einen USB Stick angeschlossen habe, egal was ich einstelle er scheint den Stick immer zu durchsuchen und das dauert eben. Ist an Deinem Rechner eventuell auch so was (USB-Platte, Kamera, Stick, etc, pp) angeschlossen ? Abziehn..
Gruss, Allons!
> Als ich zurückkam war mein Server
> hochgefahren und fragte, ob meine Uhr nach Ortszeit laufe. Der hat Nerven!
> Ja, sie tut es – und jetzt bitte nochmal neu booten!
Die Frage ist berechtigt. Es ist besser und auch üblich die (Hardware) Uhr auf UTC laufen zu lassen.
Martin