Open Virtual Client Desktop in Neuauflage

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Verde 2.0 mit Offline-Betrieb

Britta Wülfing
30.07.2009 Die neue Version 2.0 der virtuellen Desktop-Lösung Verde bietet jetzt auch einen Offline-Zugang. Hersteller Virtual Bridges will die Software gemeinsam mit IBM und Canonical als Open Virtual Client Desktop vermarkten.

Bereits im Mai hatten sich die drei Partner zusammengetan und kombinierten ihre Produkte zu einem weiteren „Microsoft-freien Desktop“: Canonical steuert Ubuntu als Betriebssystem bei, von IBM kommen die Software-Applikationen wie Symphony und Notes, und von dem texanischen Unternehmen Virtual Bridges kommt Verde. Verde steht hierbei als Abkürzung für Virtual Enterprise Remote Desktop Environment. Mittels Verde können Anwender die Programme in virtuellen Desktopystemen nutzen, unabhängig von ihrem Einsatzort; gelagert werden die Anwendungen auf Linux-Servern. In Version 2.0 sollen Anwender nun auch offline Zugang zu ihren Desktops haben.

Den Offline-Betrieb macht ein neuer client-seitiger Hypervisor möglich. Dieser basiert auf einem Protokoll, das der Hersteller als Self-Managing Auto Replicating Technology Protocol bezeichnet, kurz: SMART. Virtual Bridges beschreibt die Funktionsweise so: Das Protokoll synchronisiert einen replizierten Cache, der auf dem client-seitigen Hypervisor mit dem Server-Image läuft. Hierbei handelt es sich um das gleiche Image, das für die Bestückung der VDI-Sessions genutzt wird.

Die Verde-Technologie beruht auf der proprietären Software Win4Lin, die bereits seit rund zwanzig Jahren entwickelt wird. Virtual Bridges bietet seine Virtualisierungslösungen für Linux sowie Solaris und OpenSolaris an, als Gastsystem wird Linux ebenso wie Windows unterstützt.

Verde 2.0 ist ab sofort verfügbar, das Preismodell macht deutlich, wer die Zielgruppe ist: Ab 1000 Plätzen soll die Einzelplatzlizenz rund 50 US-Dollar kosten. Die Desktop-Virtualisierung Win4Lin für Ubuntu kostet auf der Webseite des Herstellers knapp 30 US-Dollar.

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