VLC - Das Goldene Auge

VLC in Version 1.0

VLC in Version 1.0

Daniel Kottmair
07.07.2009 Fast achteinhalb Jahre nach der Erstveröffentlichung erreicht der beliebte Mediaplayer VideoLAN Client nun endlich die Versionsnummer 1.0.

Sowohl VDPAU als auch ffmpeg-mt sind zwar immer noch nicht integriert, aber die Entwickler haben sich dennoch nicht lumpen lassen, und dem großen "Goldeneye" getauften 1.0-Release einige interessante Neuerungen spendiert. So spielt VLC nun auch auf die mit Bluray eingeführten DTS TrueHD und Dolby Digital Plus Surround-Audioformate, auch unkomprimiertes Bluray Linear PCM-Surround-Audio schreckt den Player mit dem Pylon nun nicht mehr. Der bei Handy-Soundformaten beliebte QCELP-Codec (Qualcomm Purevoice) ist nun unterstützt, für WMA 1/2 und Real Video 3 und 4 gibt es verbesserte Decoder.

Passend zu den Bluray-Soundformaten wurde auch der Demuxer für das Bluray-Containerformat .m2ts verbessert, selbiges gilt für .rm und .rmvb RealMedia-Container. Der Matroska-Demuxer kommt nun auch mit Dirac, MLP und RealVideo in MKV-Dateien klar. Es gibt endlich eine erste Implementierung für die Wiedergabe von Blurays und AVCHD, obwohl dies noch dick mit "Experimental" gekennzeichnet ist. Wahrscheinlich beinhaltet dies allerdings immer noch keine Umgehung des AACS-Kopierschutzes, so dass Linux-Anwender weiterhin nicht legal Blurays betrachten können.

An sonstigen Neuerungen bringt das goldene Auge nun auch Einzelbild-Stepping, präzisere Geschwindigkeits-Kontrolle, Timeshifting, On-the-Fly-Recording für alle Medien, verbesserte Untertitel-Unterstützung, Surround-Support für Pulse Audio, On-the-Fly-Dekompression von GZIP und BZIP2, einen Senderscanner für die beliebten DVB-T-Sticks, Globale Hotkeys, HTML-Playlist-Export, zahlreiche Verbesserungen im QT-Interface und anpassbare Interface-Werkzeugleisten mit.

Ähnliche Artikel

  • Opensource-Software kann keine Blurays brennen!
  • HDCP Master-Key geleakt
    Die strengen Kopierschutzmaßnahmen im HD-Zeitalter und die damit verbundenen Einschränkungen (DRM) nerven primär die legalen Kunden. Das könnte nun teilweise vorbei sein, denn Intels HDCP-Verschüsselung ist dank eines angeblich geleakten Master-Keys komplett geknackt.
  • HD-Videodisks selbst erstellt
    Mangels Player für kommerzielle Blu-rays stehen Linux-Anwender dem Medium bislang skeptisch gegenüber. Dabei übersehen viele, dass man durchaus eigene HD-Disks unter Linux erstellen kann – auf Blu-ray wie auf DVD.
  • Audio/Video-Framework wird HTML5-fähig
    Besucher des Linuxtags bekamen es schon letzte Woche mit: ffmpeg 0.6 ist endlich da, und neben diversen Verbesserungen fokussieren sich die Macher des Medien-Motors primär auf HTML5-Unterstützung.
  • Vielseitiger HD-Mediaplayer
    HD-Mediaplayer gibt es von zahllosen Herstellern wie Sand am Meer. Der SSD- und Speicherspezialist Patriot bringt ein neues Modell, das einige zusätzliche attraktive Funktionen bietet, die es von der Konkurrenz abheben.

Kommentare

Aktuelle Fragen

Konsole / Terminal in Linux Mint 17.1 deutsch
Dirk Resag, 09.05.2015 23:39, 12 Antworten
Hallo an die Community, ich habe vor kurzem ein älteres Notebook, Amilo A1650G, 1GB Arbeitsspe...
Admin Probleme mit Q4os
Thomas Weiss, 30.03.2015 20:27, 6 Antworten
Hallo Leute, ich habe zwei Fragen zu Q4os. Die Installation auf meinem Dell Latitude D600 verl...
eeepc 1005HA externer sound Ausgang geht nicht
Dieter Drewanz, 18.03.2015 15:00, 1 Antworten
Hallo LC, nach dem Update () funktioniert unter KDE der externe Soundausgang an der Klinkenbuc...
AceCad DigiMemo A 402
Dr. Ulrich Andree, 15.03.2015 17:38, 2 Antworten
Moin zusammen, ich habe mir den elektronischen Notizblock "AceCad DigiMemo A 402" zugelegt und m...
Start-Job behindert Bootvorgang, Suse 13.2, KDE,
Wimpy *, 20.02.2015 10:32, 4 Antworten
Beim Bootvorgang ist ein Timeout von 1 Min 30 Sec. weil eine Partition sdb1 gesucht und nicht gef...