[Update] Linux New Media Awards 2005: Ubuntu räumt ab

[Update] Linux New Media Awards 2005: Ubuntu räumt ab

Mathias Huber
15.11.2005

Spitzenplätze für Mark Shuttleworth und sein Projekt Ubuntu [1] sowie eine Ehrung des "anonymous developer", stellvertretend für alle, die an freier Software arbeiten: Das ist das Fazit der Linux New Media Awards 2005, die soeben auf der Linux World Expo in Frankfurt [2] festlich verliehen wurden.

Die Linux New Media AG [3] rief bereits zum sechsten Mal rund 200 Jurymitglieder aus Community und Industrie auf, herausragende Leistungen im Bereich Linux und Open-Source-Software zu prämieren. Die Juroren stammen aus aller Welt, von Deutschland und Norwegen bis Brasilien und China. Erstmals beteiligten sich an der Abstimmung auch Vetreter aus der öffentlichen Verwaltung, die vermehrt Engagement für freie Software zeigt.

Die Linux New Media Awards Trophäen vor der Verleihung.

Als Shooting Star des Jahres 2005 erwies sich Ubuntu Linux, das bei den Awards 2004 noch als vielversprechender Neuling auf Platz zwei der Newcomer-Kategorie gelandet war. Die Erwartungen haben sich erfüllt: Regelmäßige Releases und eine schnell wachsende Anwendergemeinde haben die Juroren überzeugt. Sie wählten Ubuntu eindeutig auf Platz eins unter den Debian-Derivaten, vor Knoppix, dem Klassiker unter den Live-CDs.

Vor dem Hintergrund dieser Erfolgsgeschichte überrascht es wenig, dass auch Mark Shuttleworth eine Trophäe mit nach Hause nehmen kann. Sein unternehmerisches Engagement hat Ubuntu ermöglicht, im heimischen Südafrika setzt er sich mit vielen Projekten für Open Source ein.

Auch Mark Shuttleworth (zweite Reihe, links) wurde dieses Jahr mit einem Award geehrt. Prominente Jury-Mitglieder wie Jon "maddog" Hall (vorne links, mit Bart) waren bei der Verleihung auf der LinuxWorld in Frankfurt anwesend.

Den Special Award für die Verdienste um Linux und Open Source teilt er sich allerdings mit jemandem, ohne den es freie Software überhaupt nicht gäbe: Unter dem Schlagwort "the anonymous developer" wurden alle nominiert, die Energie und Zeit für Open-Source-Software investieren. Die Jury nahm diesen Vorschlag offensichtlich begeistert auf und prämierte die Menschen, die die treibende Kraft hinter den Programmen und Projekten darstellen.

[18.11.2005]: Zur Übergabe des diesjährigen Special Awards hielt Linux-Guru Jon "maddog" Hall eine beeindruckende Laudatio, in der er nicht nur Mark Shuttleworth ehrte, sondern vor allem den Anonymous Developer. Hall hebt hervor, dass etwa Bohrungsprojekte in Afrika ohne die Hilfe von freiwilligen Entwicklern nicht möglich wären. Jon Hall zeigt deutlich, wie wichtig Open Source mittlerweile ist und welche essentiellen Beiträge jedes einzelne Mitglied der Community leisten kann. Die kompletten Folien seiner Rede gibt es hier (PDF).

Die Ergebnisse im Einzelnen:

Most Linux-friendly Hardware Vendor

1. IBM 23,5 %
2. HP 16,3 %
3. AMD 11,3 %

Software

Best Groupware Server

1. Kolab 22,2 %
2. OpenXChange 21,5 %
3. OpenGroupware 15,3 %

Best VoIP Software

1. Asterisk 42,4 %
2. Skype 18,8 %
3. Gnomemeeting 15,8 %

Best Debian Derivative

1. Ubuntu 43,5 %
2. Knoppix 23,7 %
3. Kubuntu 9,6 %

Best Enterprise Server Distribution

1. Novell / Suse 53,3 %
2. Red Hat 36,7 %
3. Mandriva 8,3 %

Special Award
Outstanding contribution to Linux / Open Source
1. Mark Shuttleworth 12,1 %
1. The anonymous developer 12,1 %
2. nosoftwarepatents.com / Florian Müller 9,6 %
3. City of Munich 8,9 %

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