Und die 100.000 Dollar gehen an...

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Kristian Kißling
04.06.2007

Ein erkleckliches Sümmchen wechselte den Besitzer, als die Mozilla-Corporation sich von ihrer großzügigen Seite zeigte und 100.000 Dollar an die Participatory Culture Foundation (PCF) [1] spendete. Wie Seth Bindernagel - Verantwortlicher für die Spenden-Aktion bei Mozilla - in seinem Blog [2] berichtet, verfolgt die PCF die auch im Mozilla-Manifest formulierten Ziele, Wahlfreiheit und Innovation ins Internet zu bringen.

Demokratieabspieler

Die PCF gibt unter anderem den DemocrayPlayer heraus, der demnächst Miro heißen soll. Der Player vereinfacht den Umgang mit Videos aus dem Internet und basiert auf freiem und offenem Code - unter anderem von Mozilla. Mit ihm lassen sich komfortabel Video-Feeds abonnieren und Videos aus dem Netz herunterladen [3], die Software funktioniert dabei wie eine Art Video-Recorder und verwaltet etwa den Speicherplatz. Die PCF wirbt aber auch dafür, eigene Videos über das hauseigene Portal Videobomb.com [4] zu veröffentlichen und erklärt in ausführlichen Dokumentationen, wie man selbst Videos erzeugt und anbietet. Ziel ist es, die Beteiligung der Bürger an der Gestaltung des Internets zu fördern.

Wohin mit dem Geld?

Was mit dem Geld geschehen soll, ist noch nicht bekannt, es bleibt aber zu hoffen, dass etwas Geld in die Entwicklung und den Support des Linux-Client fließt. Die bereits länger existierende Linux-Version des Players laboriert noch an Kinderkrankheiten. Die Abhängigkeiten von XUL-Runner erschweren die Paketierung und Wartung des Tools. Zudem beschwerte sich Pascal Bleser, der Pakete für Open Suse packt, über fehlende Reaktionen auf Bug-Reports und „fragwürdige Antworten“ seitens der Entwickler.

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Kommentare
Re: Und die 100.000 Dollar gehen an...
wrohr , Montag, 04. Juni 2007 17:56:27
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war das wirklich nötig, so ein projekt derart grosszügig zu bedenken. unterm strich bleibt, der player läuft mit KEINEM der auf der entwickler angebotenen rpm pakete unter fedora 6, da wird immer ein alter firefox verlangt ????. bei fedora 7 klappt zwar über yum die installation, aber beim ersten start gibts dann einen crash, usw. usw. projekte die mit weniger geld versorgt werden, leisten hier eindeutig mehr. und so eine frage nebenbei : wozu bitte noch ein programm, mit dem die handy-videos pupertierender 12jähriger abspielen kann.

grüsse
wrohr


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Re: Und die 100.000 Dollar gehen an...
Kristian Kißling, Dienstag, 05. Juni 2007 11:37:21
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Ob es nötig war? Wenn er denn funktioniert, leistet der Player schon einiges. Er arbeitet wie ein Video-Recorder fürs Netz. Mozilla bedenkt den Player aber vermutlich auch deshalb mit Geld, weil er auf Mozillas Code basiert. Damit pushen sie die eigene Technologie. 100.000 Dollar klingen erstmal nach viel Kohle, aber davon lassen sich vermutlich 2 Programmierer für ein Jahr einstellen :)

Und was die Handy-Videos angeht: Es lohnt sich schon, die Videos mal genauer anzusehen. Da sind sehr lustige und zum Teil auch sehr kunstvolle Videos unterwegs. Wer auf Trailer und Videos steht, wird auch fündig. Das Angebot ist sehr vielfältig, zumal man ja auch externe Videoquellen integrieren kann. Beste Grüße Kristian


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