Ultra-mobiles Notebook mit besonderem Touch

Ultra-mobiles Notebook mit besonderem Touch

Jan Rähm
06.06.2008

Nach seiner Veröffentlichung im November vergangenen Jahres fanden Fans des Eee-PC von Asus ein Manko oder besser ein Feature, das sie gern gehabt hätten: Einen Touchscreen. Flux waren findige Elektronikhändler aus Fernost dabei, spezielle Umrüstkits zu entwerfen und zu verkaufen. Doch einen Haken hatte die Lösung: Der User musste seinen Eee-PC aufschrauben und umbauen, wodurch im günstigsten Fall nur die Garantie abhanden kam, im schlimmsten der gesamte Rechner das Zeitliche segnete. Nun kommt von Asus' derzeit ärgstem Konkurrenten Gigabyte ein Mini-Notebook auf den Markt, das den Wunsch nach Eingabe per Fingerzeig erfüllt: Das Modell M912.

Gigabyte bastelt an einem Konkurrenz-Rechner zum Eee-PC. Wann das 8,9-Zoll-Gerät mit Touchscreen erscheint, steht noch nicht fest.

Mit seiner Neuvorstellung steigt Gigabyte in die von Asus geschaffene Klasse der Kleinst-Notebooks ein, die irgendwo zwischen PDA, Internet-Tablet und Subnotebook angesiedelt ist. Das auf der Computex in Taiwan vorgestellte M912 basiert auf Intels Atom-Prozessor und dem Chipsatz 945GSE. Die CPU ist auf 1,6 GHz getaktet. Der Arbeitsspeicher kann bis auf 1 GByte aufgerüstet werden. Wie groß er im Auslieferungszustand ist, ließ Gigabyte noch offen. Als Massenspeicher kommen anders als bei Eee-PC keine SSDs sondern herkömmliche 2,5-Zoll-Festplatten zum Einsatz. Laut Hersteller-Website fassen diese 120 bis 250 GByte an Daten. Ein optisches Laufwerk ist - wie in dieser Klasse üblich - nicht integriert. Der Bildschirm des M912 misst 8,9 Zoll und bietet eine Displayauflösung von 1280 x 768 Pixel. Asus erreicht hier bei gleicher Displaygröße lediglich 1024 x 600 Pixel. Zudem reagiert das von Gigabyte verbaute Display auf Berührung und kann um 180 Grad gedreht werden, wodurch das Notebook zum Tablet-PC wird. Die Hintergrundbeleuchtung besorgen LEDs.

Die weitere Ausstattung des M912 liest sich wie bei anderen Vertretern seiner Art: Drei USB-Ports, Audio in und out, VGA-Anschluss und der obligatorische SD-Karten-Leser sind verbaut. Dazu kommen zwei Lautsprecher, die 1,5 Watt leisten. Im Rahmen integriert ist eine 1,3-Megapixel-Kamera. Das WLAN funkt in den Standards 80.211 b und g, zusätzlich beherrscht das Notebook Bluetooth 2.0.

Die Laufzeit, die der ultra-mobile Rechner mit seinem 4400 mAh starken Akku erreicht, beziffert Gigabyte auf nur 4 Stunden. Hier wäre angesichts der genutzten Plattform mehr drin gewesen. Doch mechanische Festplatte und Display fordern ihren Energie-Tribut. Zudem schlägt sich die Ausstattung im Gewicht nieder: Satte 1,2 kg bringt das M912 auf die Waage, während Asus mit dem 900er Modell unter einem Kilogramm bleibt.

Als Betriebssystem wird der Kunde bei Gigabyte zwischen einem noch nicht näher spezifizierten Linux-System oder Windows XP - wahrscheinlich in der Tablet-PC-Edition - wählen können. Wie dem chinesischen Ableger von Engadget.com zu entnehmen ist, hat Gigabyte auf dem auf der Computex ausgestellten Exemplar ein Ubuntu und ein Vista installiert. Ob es sich dabei um das von Canonical angekündigte "Ubuntu Netbook Remix" handelte, ist nicht bekannt.

Wann das neue Notebook erscheinen wird und zu welchem Preis, ist ebenfalls noch offen. Auf seiner Website kündigt der Hersteller lediglich an, es "komme bald".

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