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Fensterputz

Ubuntus Fenster bekommen Indikatoren

07.05.2010 Als Argument für die verschobenen Fensterknöpfchen von Ubuntu 10.04 führte Ubuntu-Gründer Mark Shuttleworth neulich an, man habe für diesen Platz noch andere Pläne. Die konkretisierte er nun in einem Blogeintrag.

So genannte Fensterindikatoren ("Windicators") sollen den freien Platz bevölkern. Sie funktionieren wie die neuen Indikatoren im Panel: sie zeigen zum einen den Zustand einer Anwendung an (beim Netzwerk-Indikator etwa "verbunden/nicht verbunden") und beim Klick auf sie erscheint ein Menü. Gewöhnlich sollen sie monochrom erscheinen und nur bei Statusveränderungen die Farbe wechseln. Rot steht für einen kritischen Zustand, grün signalisiert: "Alles in Ordnung".

Die Indikatoren sollen die Meldungen in der Statusleiste unten im Fenster ersetzen, die laut Shuttleworth noch von Windows 3.1 stammen. Er schlägt die Statusmeldungen "online/offline", "gespeichert/nicht gespeichert" und "in Arbeit" vor, letztere soll den Fortschritt beim Ausführen einer Aufgabe anzeigen. Ein "Warenkorb" soll anzeigen, ob eine Sache zum Kauf ausgewählt wurde und ein Kooperationsindikator zeigt, ob an dem im Fenster geöffneten Dokument gerade mehrere Personen arbeiten. Nicht zuletzt sollen es Lautstärke-Indikatoren ermöglichen, die Lautstärke für einzelne Anwendungen individuell zu regeln.

Diese Indikatoren sind anwendungsspezifisch und beziehen sich nur auf das gerade benutzte Fenster. Versetzt man ein Fenster in den Vollbildmodus, wandern die Indikatoren automatisch ins Panel. Einzug halten werden die neuen Indikatoren wohl in Ubuntu 10.10.

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Kommentare
Nicht konsequent
Werner (unangemeldet), Montag, 10. Mai 2010 11:15:41
Ein/Ausklappen

An die Fensterknöpfchenleiste links oben könnte ich mich noch gewöhnen. Unpraktisch ist aber, dass die "Schließen"-Buttons innerhalb von Anwendungen (Office etc.) weiterhin rechts oben angeordnet sind.


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Ich find die Idee super!
Daniel Kottmair, Freitag, 07. Mai 2010 11:42:31
Ein/Ausklappen

Mir kommen da noch viel mehr Ideen: Netzwerk-Auslastung, CPU-Last, Festplatten-Aktivität - für jedes Fenster einzeln!
So sieht man sofort, was die Anwendung gerade in Anspruch nimmt im System...

..und weil ich von MacOS komme find ich die Knöpfe oben links auch super! ;-) Hab mir letztens mal Gedanken gemacht, warum Apple die nach oben links getan hat. Ich glaube es ist deswegen, weil man dann besser klarkommt, wenn viele Fenster (z.B. Bilder in Photoshop) offen sind, die aus dem Bildschirm rausragen. Weil: Oben links ist immer das wichtige Eck, v.a. bei Dokumenten, Webseiten etc. Und da ist dann auch der Knopf zum schließen oder maximieren! ;-)


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Re: Ich find die Idee super!
Marcel Hilzinger, Freitag, 07. Mai 2010 12:16:06
Ein/Ausklappen

Ich weiß auch, warum die Knöpfe oben links sind. Weil es einige Entwickler immer noch nicht fertig bringen, Anwendungen zu schreiben, deren Fenster sich auf eine beliebige Größe verkleinern lassen. Auf einem Netbook ist man dann aufgeschmissen, weil der Schließen-Button rechts nicht mehr sichtbar ist...


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Keine schlechte Idee …
Bartosz Makara (unangemeldet), Freitag, 07. Mai 2010 10:47:53
Ein/Ausklappen

… das mit der Lautstärke zum Beispiel. Aber warum mussten deswegen die Fenster-Buttons von rechts nach links wandern? Genauso gut hätte man auch die Indikatoren links platzieren können. Oder funktionieren sie rechts besser? :D


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Re: Keine schlechte Idee …
Ugglan (unangemeldet), Freitag, 07. Mai 2010 14:42:16
Ein/Ausklappen

Hallo,

ich denke, Apple und Gnome haben die Knöpfe aus allgemeinen Usability-Erwägungen nach links gesetzt.

Ähnlich, wie Du einen Text von links oben nach rechts unten liest, sollte auch die Benutzerführung in einem Programm von links oben nach rechts unten gehen. (Erinnert sich noch jemand an die Diskussion, "Abbrechen" und "Bestätigen" zu vertauschen? Hat den gleichen Hintergrund.) Genau wie die Entscheidung, das Panel nach oben zu verlagern: Du fängst mit dem wichtigsten links oben an (Programmstarter) und arbeitest Dich nach rechts unten durch.

Die wichtigsten Elemente sollten sich auf dieser Diagonalen befinden, unwichtige Funktionen oder solche, die nichts mit der Kernaufgabe zu tun haben, eher rechts oben oder links unten.

Außerdem sollten ähnliche Funktionen auch an gleicher Stelle angeordnet sein:
- Der Menüeintrag "Datei | schließen" ist oben links
- Der Programm-Starter ist oben links (im Gnome-Panel)
- Statuselemente sind oben rechts (im Gnome-Panel)
- Das Fenster-Kontextmenü ist oben links unter dem Programm-Icon (auch wenn's niemend nutzt :-) )

Dagegen spricht:
- "Schließen" müsste eigentlich rechts unten sein :-)
- Änderung der Fenstergröße sollte eigentlich außerhalb der Diagonalen sein, da keine Hauptfunktion des Programms.

Da Schließen und Größe ändern aber doch wieder zusammengehören, vergebe ich persönlich ein "Unentschieden mit Tendenz zu links oben" :-)

Ich werde mit dem demnächst anstehenden Update auf 10.04 die neue Position mal testen.
- Gewöhne ich mich nicht dran, ist's Murks
- Gewöhne ich mich dran, ist's egal
- Gewöhne ich mich sehr schnell dran und klicke schließlich bei Windows immer ins Leere, ist es besser!




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Infos zum Autor

Kristian Kißling

Kristian Kißling

Wenn Kristian Kißling nicht gerade für die LinuxCommunity schreibt, arbeitet er als Redakteur bei der Zeitschrift EasyLinux und als Chefredakteur für den Ubuntu User. Am liebsten beschäftigt er sich mit Multimedia- und Unterhaltungssoftware im weiteren Sinne und mit neuer Open-Source-Software, die überraschende Fähigkeiten zeigt.

Zum Blog von Kristian Kißling →


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