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Wolke im Rücken

Ubuntu-basiertes Turnkey Linux automatisiert Backup, Restore und Migration

10.09.2010
Das Projekt Turnkey Linux hat eine automatisierte Backup- und Restore-Lösung vorgestellt, die Amazons S3-Dienst als Datenspeicher nutzt.

Die Software mit dem etwas sperrigen Namen Turnkey Linux Backup and Migration (TKLBAM) eignet sich nur für die Ubuntu-basierten virtuellen Appliances des Projekts. Die Backups werden in einer Internet-Cloud gespeichert. Daneben geben die Macher einen beeindruckenden Funktionsumfang über das Backup hinaus an: TKLBAM verschiebt lokale Images auf Cloud-Server, migriert Cloud-Server auf VPS-Kontos, ermöglicht die Migration von 32 zu 64 Bit, von virtuell auf physisch, von Ubuntu auf Debian und zwischen unterschiedlichen Ubuntu-Releases. Die Lösung kennt System-Interna und berücksichtigt beispielsweise Änderungen an Konfigurationsdateien.

Bedient wird das System über ein lokales Kommandozeilenprogramm und über die Weboberfläche des als Turnkey Hub gezeichneten Backup-Servers. Die Backups lassen sich mit AES verschlüsseln, ein versehentliches Restore von einem falschen Backup lässt sich rückgängig machen. Ein anschauliches Anwendungsbeispiel zeigen die Entwickler in ihrem Blogeintrag samt zweiminütigem Screencast.

TKLBAM ist unter GPLv3 lizenziert. Zum Einsatz benötigt der Anwender jedoch ein Konto auf dem Dienst Turnkey Hub. Zugänge sind derzeit im Rahmen eines Beta-Programms auf Anfrage erhältlich. Damit ist die Benutzung der Software kostenlos, es fallen jedoch Gebühren für die Benutzung von Amazons Speicherdienst S3 an.

In Zukunft möchten die Turnkey-Entwickler TKLBAM standardmäßig in ihre Software Appliances integrieren. Außerdem wollen sie die Unterstützung für die derzeit problematischen Appliances mit PostgreSQL-Datenbank nachliefern. In Zukunft soll die Bedienung auch über Webmin möglich sein.

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