Ubuntu-Tagebuch zum mitfiebern

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Murphy
24.09.2007

Spiegel Online beglückt uns mit einem fünfteiligen Test von Ubuntu, dem "Linux für Anfänger", in Tagebuchform [1]. Autor ist Jürgen Vielmeier [2].

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Kommentare
es wird weiterverwurstet
brody , Montag, 01. Oktober 2007 13:37:36
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Mittlerweile gibt es eine argverkürzte Version bei GMX ohne Autorennennung. Die Seite des Autoren Jürgen Vielmeier www.leidartiklel.de ist seit Tagen nicht mehr erreichbar.
Die SPON Redaktion betrachtet offenbar ihr Forum als Gummizelle, in der sich ihre Leser austoben dürfen, denn sonst wären in der gekürzten Fassung so kleine Fehler wie dieser herrliche Fehler bzgl. des Schrägstrichs nicht übernommen worden. "Linux nennt das Hauptverzeichnis schlicht "/", verwendet dafür also den umgekehrten Schrägstrich". Ist es die Rechtschreibreform, ist es eine Art Micro$-Brainwash oder muss einer heutzutage ein Computergeek sein, um zu wissen wie der normale Schrägstrich ausschaut?!?
Über den Artikel mag man geteilter Meinung sein, der Blog des Autoren, zumindestens was im Cache von Google noch zu finden ist, war/ist nicht unsympathisch und erhellend bzgl. der Zusammenarbeit(???) mit der SPON Redaktion.
Vorwurf kann man letztlich keinem machen, denn wir, die Rezipienten finden Selbstversuche alá
"ich bin doof, dumm, blond und flieg trotzdem auf den Mond"
aufregender und aussagekräftiger, als dem intelektuellem Gefasel eines Astronauten zu lauschen. Weitaus journalistischer im guten Sinne und der Beweis dafür, das es auch anders geht, war dann der Bericht auf 3sat aber da schaut wahrscheinlich wieder kein Schwein.


[1] http://portal.gmx.net/de/th...echter-als-Windows,page=0.html
[2] http://www.leidartikel.de/
[3] http://66.102.9.104/search?...amp;gl=de&client=firefox-a
[4] http://www.3sat.de/neues/se...38/index.html">Bericht auf 3sat



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Re: es wird weiterverwurstet
brody , Montag, 01. Oktober 2007 15:38:37
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oups - habe ich übersehen, es wird ja doch bei gmx der Autor genannt.
sorry


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Re: Ubuntu-Tagebuch zum mitfiebern
Benjamin Quest, Freitag, 28. September 2007 20:50:54
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So da ist ja auch schon der letzte Teil ... zum mitfiebern. Und fiebrig wird einem bei diesem Teil wirklich zumute. Echtes "...der Scheibenwischer wird auf der anderen Seite bedient als bei Windows, wie verwirrend"-Niveau.

Es ist wirklich schwer, die Dokumentation zu lesen. Aber das zeigt die Gefahr von Programminstallationsprogrammen auf, die es dem völlig Unbedarften von der Notwendigkeit sich ein klein wenig einzulesen (es braucht beileibe kein Informatikstudium) zu entbinden versuchen. Dann muß man für die Leseresistenten gleich noch eine Klickhilfe zum De-installieren an die Hand geben. Aua. Besser man gibt dem Anwender gleich Synaptic und drei erklärende Zeilen dazu.

Aber was will man schon erwarten?


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Re: Ubuntu-Tagebuch zum mitfiebern
arebenti , Mittwoch, 26. September 2007 20:16:57
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Finde folgenden Kommentar lustig, weil er die ganze Oberflächlichkeit demonstriert:

"Kubuntu verwendet die Oberfläche KDE..., die am ehesten an Windows erinnert. Es gibt nur eine Taskleiste unten, in der sich auch Uhr und geöffnete Anwendungen befinden. Links unten gibt es wie bei Windows eine Start-Schaltfläche, die bei KDE mit einem großen K versehen ist."

und weiter:

"Das eröffnet auch Designern Tür und Tor. Mit Abstand die meisten Desktop-Designs gibt es für KDE. In Hinblick auf die Standard-Einstellung wird klar warum: KDE wirkt sehr kantig, fast metallisch, und wird von Haus aus mit einem wenig einladenden stahlblauen Hintergrund ausgeliefert."

Nun KDE also schuld daran, wie es von Kubuntu konfiguriert daherkommt. Noch merkwürdiger sind aber die Assoziationen "KDE wirkt sehr kantig, fast metallisch, und wird von Haus aus mit einem wenig einladenden stahlblauen Hintergrund ausgeliefert". Da würde doch scherzen dürfen, dass Kubuntu mehr der Desktop für's Business ist. So wurde ja all die Jahre die Gnome-Optik kommuniziert.

Es zeigt sich klar eine unglaubliche Oberflächlichkeit. Was für mich als Anwender entscheidend ist, ist aber nicht der erste Eindruck, sondern die Zuverlässigkeit. Typisch unter Linuxoberflächen sind immer die "Abstürze" des Anwenders (nicht der Software). Es gibt kein Problem, dass man nicht prinzipiell lösen könnte, durch Konfigurieren oder Programmieren. Es handelt sich dann aber meist um Sachen, bei denen man erwartet, dass sie schlichtweg funktionieren.


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Re: Ubuntu-Tagebuch zum mitfiebern
Murphy , Mittwoch, 26. September 2007 21:17:58
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Der Artikel wurde aber durch die SPON-Redaktion noch stellenweise "verbessert"; siehe Jürgens Blogeintrag dazu [1].

[1] http://www.leidartikel.de/u...gebuch-auf-spiegel-online.html



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Re: Ubuntu-Tagebuch zum mitfiebern
A. Kneib, Donnerstag, 27. September 2007 19:36:01
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Na, diese "Witzchen" über Namen von Kommandos u.a. sind ja ganz "tolle" Verbesserungen und zeigen offensichtlich, zu welchem Betriebssystem der bearbeitende Redakteur tendiert. Scheinbar nimmt er Linux nicht besonders ernst und tut diese Meinung im fremden Text kund.
Journalistisch finde ich das unter aller Sau.
Ein entsprechender Leserbrief ist eben über das Interface [1] rausgegangen.

[1] http://www1.spiegel.de/acti...esermail.fcgi?artikelid=507493



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Re: Ubuntu-Tagebuch zum mitfiebern
arebenti , Freitag, 28. September 2007 20:08:48
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"Etwa jeden zweiten Tag sind Updates für das System oder einzelne Anwendungen verfügbar, die Ubuntu herunterladen will. Das System muss dann oft neu gestartet werden. Für den Laien besteht da kein großer Unterschied zu Windows."

Oh doch, erstens muss das System eigentlich nie neu gestartet werden. Bei den Updates handelt es sich um Updates für alles. Und es geht auch fast nie was schief. Die updates sind auch nicht sonderlich penetrant, vielmehr der freundliche Hinweis, dass man aktualisieren kann. Das kann man im Prinzip auch einmal im Monat machen.

"Linux baut auf dieses mächtige und eigentlich sinnvolle Tool auf, mit der die Deinstallation oft sauberer funktioniert als bei Windows. Anwenderfreundlicher sind aber ganz klar die Uninstaller bei Windows, die mit einem einzelnen Klick die gewünschte Software von der Platte schmeißen."

Finde ich nicht. Eine einheitliche Methode ist viel anwenderfreundlicher. Sie geht auch schneller.


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Re: Ubuntu-Tagebuch zum mitfiebern
arebenti , Donnerstag, 27. September 2007 21:07:40
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Korrektur auch von mir. Ich sprach von "Abstürzen des Anwenders", gerade ist mein Amarok abgestürzt. Wie man unter [1] sieht bin ich nicht alleine. Immerhin 5000 Leute haben regelmässig diese Probleme.

Mache ich was falsch? Wahrscheinlich nicht. Passiert mir das zum ersten Mal? Nein. Kann ich das Problem beheben? Nein.

[1] http://sourceforge.net/mail...p?forum_name=amarok-backtraces



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Re: Ubuntu-Tagebuch zum mitfiebern
Benjamin Quest, Dienstag, 25. September 2007 20:23:11
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Beglücken sollte wohl besser in vorsorgliche Anführungszeichen. Zwar mag der Autor noch eine halbwegs brauchbare Version bei SPON abgeliefert haben, aber die Online-Redaktion wird schon ihren Teil dazu beitragen, das Ganze plakativer zu gestalten und weniger differenziert darzulegen, als es dem Thema gut täte. Würde mich jedenfalls nicht wundern, bei der schleichenden Boulevardisierung von Spiegel Online.

Aber eigentlich schön, daß Linux (Ubuntu) mal wieder einen etwas prominenteren Platz bekommt.


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